Der Hundefloh (Ctenocephalides canis) ist ein blutsaugender Ektoparasit aus der Ordnung der Flöhe (Siphonaptera). Sein Hauptwirt sind Hundeartige wie der Haushund, Fuchs und Wolf. Trotz seines Namens ist der Hundefloh in Mitteleuropa deutlich seltener als der eng verwandte Katzenfloh (Ctenocephalides felis), der auch auf Hunden häufiger vorkommt.
- Aussehen: Wie sieht der Hundefloh aus?
- Entwicklung und Lebenszyklus des Hundeflohs
- Lebensweise und Verhalten von Hundeflöhen
- Vermehrung und Fortpflanzung
- Vorkommen und Verbreitung
- Bedeutung des Schädlings Ctenocephalides canis
- Gesundheitliche Risiken bei einem Hundefloh Befall
- Hundefloh Befall erkennen
- Vorbeugende Maßnahmen
- Bekämpfung: Was hilft bei einem Hundefloh Befall?
- Hundefloh: Häufig gestellte Fragen
- Quellen und weiterführende Informationen
Hinweis zur Artverteilung: Entgegen der landläufigen Annahme ist der Hundefloh (Ctenocephalides canis) bei Haushunden in städtischen Gebieten selten. In ländlichen Gegenden und bei Außenhaltung von Hunden ist er häufiger anzutreffen. Die Mehrzahl der Flohbefälle bei Hunden in Deutschland wird durch den Katzenfloh verursacht.
Aussehen: Wie sieht der Hundefloh aus?
Erkennungsmerkmale
Adulte Hundeflöhe sind kleine, flügellose Insekten mit einem seitlich stark abgeflachten Körper. Diese charakteristische Körperform ermöglicht ihnen das schnelle Fortbewegen durch das Fell ihrer Wirtstiere. Die Körperlänge von Ctenocephalides canis variiert zwischen 1,5 und 3,25 mm, wobei Weibchen mit 2 bis 3,25 mm etwas größer werden als Männchen (1,5 bis 3 mm).
Körpermerkmale:
- Färbung: Bräunlich bis rotbraun, stark chitinisiert
- Körperform: Seitlich stark abgeflacht
- Augen: Kleine Einzelaugen (keine Facettenaugen)
- Antennen: Kurz, in Kopfgruben einlegbar
- Mundwerkzeuge: Stechend-saugend ausgebildet
- Beine: Das dritte Beinpaar ist als kräftiges Sprungbein ausgebildet
Der Kopf trägt zwei charakteristische Stachelkämme (Ctenidien): einen im Nacken (Pronotalctenidium) und einen an der Vorderseite des Kopfes (Genalctenidium).
Unterscheidung zu ähnlichen Arten
Der Hundefloh ähnelt dem Katzenfloh (Ctenocephalides felis) sehr stark. Die Unterscheidung erfordert eine mikroskopische Untersuchung:
| Merkmal | Hundefloh (C. canis) | Katzenfloh (C. felis) |
|---|---|---|
| Kopfform | Rundlicher, etwa 1,5× so lang wie breit | Länglicher, schmaler |
| Erster Zahn am Genalctenidium | Höchstens halb so lang wie der zweite | Fast so lang wie der zweite |
| Tibialzähne am Sprungbein | 7-8 Einkerbungen | 5-6 Einkerbungen |
Entwicklung und Lebenszyklus des Hundeflohs
Entwicklungsstadien
Der Hundefloh durchläuft eine vollständige Verwandlung (Holometabolie) mit vier Entwicklungsstadien:
1. Ei:
- Größe: 0,5 bis 0,6 mm, oval (deutsche Quellen); internationale Quellen nennen teilweise 0,1–0,5 mm
- Färbung: Perlweiß, glatte Oberfläche
- Nicht klebrig, fallen schnell aus dem Fell
2. Larve:
- Drei Larvenstadien (Instars)
- Erstes Stadium: ca. 1,5 mm
- Drittes Stadium: bis zu 5 mm
- Beinlos, augenlos, mit Borsten
- Bräunlich gefärbt
3. Puppe:
- Verpuppung in einem selbstgesponnenen, klebrigen Kokon
- Kokongröße: 3 bis 5 mm
- Zunächst weißlich, später bräunlich
- Kokon ist oft mit Umgebungspartikeln bedeckt
4. Imago (Adulter Floh):
- Körperlänge: 1,5 bis 3,25 mm
- Vollständig ausgebildete Sprungbeine
- Sofort zur Blutaufnahme fähig
Entwicklungsdauer
Die Entwicklungsdauer ist stark von Temperatur und Luftfeuchtigkeit abhängig:
| Stadium | Optimale Bedingungen (25°C, 75-80% rLF) | Ungünstige Bedingungen |
|---|---|---|
| Ei | 1-4 Tage | Bis zu 10 Tage |
| Larve | 1-2 Wochen | Bis zu 4 Wochen |
| Puppe | 7-14 Tage | 10-140 Tage |
| Gesamtzyklus | 3-5 Wochen | Bis zu 30 Wochen |
Optimale Entwicklungsbedingungen herrschen bei einer Temperatur von etwa 25°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 75 bis 80 %. Kälte und Trockenheit toleriert der Hundefloh schlecht. Bei niedrigeren Temperaturen und geringerer Luftfeuchtigkeit verlängert sich die Entwicklung erheblich.
Hinweis: Internationale Quellen (University of Florida) geben für optimale Bedingungen eine Entwicklungszeit von 2-4 Wochen an, während deutsche Fachquellen (Institut für Schädlingskunde) 3-5 Wochen nennen. Diese Abweichung kann auf unterschiedliche Laborbedingungen zurückzuführen sein.
Lebensweise und Verhalten von Hundeflöhen
Aktivitätsmuster
Adulte Hundeflöhe sind ganzjährig aktiv, wobei die Population im Spätsommer und Frühherbst ihren Höhepunkt erreicht. Sie sind sowohl tag- als auch nachtaktiv und halten sich bevorzugt im Fell ihres Wirtstieres auf. Nach dem ersten Wirtskontakt bleiben adulte Flöhe in der Regel dauerhaft auf dem Wirt.
Die Larven hingegen sind negativ phototaktisch (lichtscheu) und verstecken sich tagsüber in:
- Ritzen und Spalten
- Teppichfasern und Textilien
- Tierbetten und Schlafplätzen
- Polstermöbeln
Nahrung und Ernährung
Adulte Flöhe:
- Ernähren sich ausschließlich von Blut
- Tägliche Blutaufnahme: etwa 30 Minuten Saugzeit
- Benötigen regelmäßige Blutmahlzeiten für Überleben und Fortpflanzung
- Lebensdauer auf dem Wirt: bis zu 110 Tage, typischerweise etwa 3 Wochen
- Überlebensdauer ohne Wirt (vor erster Blutmahlzeit): 2-8 Wochen
Larven:
- Ernähren sich von organischen Abfällen
- Hauptnahrung: Kot der adulten Flöhe (enthält unverdautes Blut)
- Zusätzlich: Hautschuppen, Haare, organischer Detritus
Sprungvermögen
Der Hundefloh ist ein hervorragender Springer. Die kräftigen Sprungbeine ermöglichen:
- Durchschnittliche Sprungweite: 30,4 cm (Spannbreite: 3-50 cm)
- Durchschnittliche Sprunghöhe: 15,5 cm (Maximum: ca. 25 cm)
- Maximale dokumentierte Sprungweite: bis zu 50 cm
Vermehrung und Fortpflanzung
Fortpflanzungsverhalten
Die Paarung erfolgt auf dem Wirtstier. Bereits 24 bis 48 Stunden nach der ersten Blutaufnahme beginnt ein begattetes Weibchen mit der Eiablage. Die Eier werden direkt in das Fell des Wirtstieres abgelegt, fallen jedoch aufgrund ihrer glatten, nicht klebrigen Oberfläche bereits nach kurzer Zeit zu Boden.
Vermehrungsrate
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Eier pro Tag | ca. 25 |
| Eier gesamt (Lebenszeit) | Bis zu 2.000 |
| Generationen pro Jahr | Mehrere (temperaturabhängig) |
Die hohe Reproduktionsrate führt dazu, dass sich nur etwa 5 % der gesamten Flohpopulation als adulte Tiere im Fell des Wirtes befinden. Die übrigen 95 % befinden sich als Eier, Larven und Puppen in der Umgebung des Wirtstieres.
Vorkommen und Verbreitung
Natürliche Lebensräume
Der Hundefloh ist weltweit verbreitet und bevorzugt kühlere Klimazonen gegenüber dem Katzenfloh. Er kommt vorwiegend vor in:
- Ländlichen Gebieten
- Hundezwingern und Außenhaltungen
- Fuchsbauen und Wolfshöhlen
- Bei wild lebenden Caniden
Hauptwirte:
- Haushund (Canis lupus familiaris)
- Rotfuchs (Vulpes vulpes)
- Wolf (Canis lupus)
- Kojote (Canis latrans)
Nebenwirte:
- Hauskatze
- Hauskaninchen
- Ratten
- Waldmurmeltier
- Mensch (als Fehlwirt)
Verbreitung in Gebäuden
Der Hundefloh gelangt über befallene Haustiere in Wohnungen und Häuser. In städtischen Gebieten ist der Hundefloh bei Haushunden selten; hier dominiert der Katzenfloh auch auf Hunden. In ländlichen Regionen ist Ctenocephalides canis häufiger auf Hunden anzutreffen.
Befallsschwerpunkte in Gebäuden sind:
- Schlafplätze und Liegeplätze von Hunden
- Teppiche und Teppichböden
- Polstermöbel
- Ritzen und Fugen in Fußböden
- Hundekörbe und -decken
Bedeutung des Schädlings Ctenocephalides canis
Schadwirkung
Der Hundefloh ist ein bedeutender Hygieneschädling und Parasit. Seine Schadwirkung umfasst:
Direkte Schäden durch Blutaufnahme:
- Juckreiz und Hautirritationen
- Bei starkem Befall: Blutarmut (Anämie), besonders bei Welpen
- Unruhe und Stress bei befallenen Tieren
Allergische Reaktionen:
- Flohspeichelallergie (Flohallergische Dermatitis, FAD)
- Eine der häufigsten Hauterkrankungen bei Hunden
- FAD ist eine bedeutende Ursache für dermatologische Konsultationen bei Hunden
- Bereits ein einzelner Flohstich kann die Allergie auslösen
Wirtschaftliche Schäden
Die wirtschaftliche Bedeutung ergibt sich aus:
- Tierarztkosten für Behandlung befallener Tiere
- Kosten für Flohbekämpfungsmittel
- Professionelle Schädlingsbekämpfung bei Wohnungsbefall
- Arbeitsausfall bei Heimtierbetrieben
Gesundheitliche Risiken bei einem Hundefloh Befall
Direkte Gefahren
Symptome beim Menschen:
- Juckende Stiche, oft in Reihen angeordnet (sogenannte "Flohstraßen")
- Rote Papeln mit zentraler Einstichstelle
- Schwellungen und Hautrötungen
- Bei empfindlichen Personen: stärkere allergische Reaktionen
Symptome beim Hund:
- Starker Juckreiz und häufiges Kratzen
- Hautrötungen, besonders an Bauch, Schwanzansatz und Schenkelinnenseiten
- Pusteln und Krusten
- Lokaler und großflächiger Haarausfall
- Verdickung der Haut bei chronischem Befall
Krankheitsübertragung
Der Hundefloh fungiert als Vektor und Zwischenwirt für verschiedene Krankheitserreger:
| Erreger | Erkrankung | Bedeutung |
|---|---|---|
| Dipylidium caninum | Gurkenkernbandwurm | Zwischenwirt; häufig bei Kindern |
| Hymenolepis diminuta | Rattenbandwurm | Zwischenwirt |
| Hymenolepis nana | Zwergbandwurm | Zwischenwirt |
| Acanthocheilonema reconditum | Kanine Filariose | Vektor (Nematode) |
| Staphylokokken | Bakterielle Infektionen | Übertragung beim Blutsaugen |
| Yersinia pestis | Pest | Potentieller Vektor (historisch) |
Die Infektion mit dem Gurkenkernbandwurm (Dipylidium caninum) erfolgt durch Verschlucken infizierter Flöhe. Flohlarven nehmen die Bandwurmeier auf und entwickeln infektiöse Larvenstadien (Cysticercoide). Hunde, Katzen und gelegentlich auch Kinder infizieren sich durch versehentliches Verschlucken befallener Flöhe.
Kontamination
Flohbefall führt zu Kontamination der Wohnumgebung durch:
- Flohkot (dunkelbraune, kommaförmige Krümel)
- Häutungsreste der Larven
- Kokonreste
- Flohkadaver
Hundefloh Befall erkennen
Befallsanzeichen
Am Tier:
- Häufiges Kratzen, Beißen und Lecken
- Unruhe und Nervosität
- Sichtbare Flöhe im Fell (bei starkem Befall)
- Flohkot im Fell (erkennbar als dunkle Krümel)
In der Umgebung:
- Flohstiche beim Menschen, oft an Beinen und Knöcheln
- Sichtbare springende Insekten
- Flohlarven in Teppichen und Ritzen (schwer erkennbar)
Nachweis durch Flohkottest
Der Flohkot lässt sich mit einem einfachen Test nachweisen:
- Dunkle Krümel aus dem Fell auf feuchtes weißes Papier geben
- Flohkot verfärbt sich rötlich-braun (unverdautes Blut löst sich)
- Normaler Schmutz zeigt keine Farbveränderung
Schadensspuren
Typisches Stichbild:
- Rote, juckende Papeln
- Oft in Reihen oder Gruppen angeordnet ("Flohstraße")
- Zentrale Einstichstelle erkennbar
- Bevorzugt an Beinen, Knöcheln, Taillenbereich
Vorbeugende Maßnahmen
Maßnahmen am Tier
- Regelmäßige Anwendung von Flohprophylaxe (Spot-on, Halsbänder, Tabletten)
- Regelmäßige Kontrolle des Fells mit Flohkamm
- Tierärztliche Beratung zu geeigneten Präparaten
Maßnahmen in der Umgebung
- Regelmäßiges Staubsaugen von Teppichen, Polstermöbeln und Schlafplätzen
- Waschen von Tierdecken und -kissen bei mindestens 60°C
- Regelmäßige Reinigung von Hundekörben und Schlafplätzen
- Entsorgung des Staubsaugerbeutels nach dem Saugen in luftdichter Verpackung
Präventive Umgebungsbedingungen
Da der Hundefloh Kälte und Trockenheit schlecht toleriert:
- Luftfeuchtigkeit unter 50 % erschwert die Larvenentwicklung
- Regelmäßiges Lüften reduziert die Luftfeuchtigkeit
- Vermeidung von Versteckmöglichkeiten für Larven (tiefe Teppiche, Ritzen)
Bekämpfung: Was hilft bei einem Hundefloh Befall?
Professionelle Bekämpfung
Eine professionelle Flohbekämpfung ist bei starkem Befall empfehlenswert, da nur etwa 5 % der Flohpopulation als adulte Tiere sichtbar sind. Die restlichen 95 % (Eier, Larven, Puppen) befinden sich verteilt in der Umgebung.
Methoden der professionellen Bekämpfung:
Insektizide Raumbehandlung:
- Einsatz von Kontaktinsektiziden (z. B. Pyrethroide)
- Vernebelung mit Pyrethrum-Präparaten
- Behandlung aller Oberflächen, Ritzen und Spalten
Entwicklungshemmer:
- Wirkstoffe wie Methopren stören die Entwicklung von Eiern und Larven
- Unterbrechung des Lebenszyklus
Kombinationsbehandlung:
- Sofortwirkung gegen adulte Flöhe
- Langzeitwirkung gegen Entwicklungsstadien
Die Behandlung muss in der Regel nach 1-2 Wochen wiederholt werden, um nachschlüpfende Flöhe zu erfassen.
Hinweis: Die Zulassung von Biozidprodukten unterliegt der EU-Biozidverordnung (EU) 528/2012 und kann sich ändern. Aktuelle Informationen finden Sie bei der BAuA.
Eigenmaßnahmen
Vor der Behandlung:
- Staubsaugen aller Böden, Teppiche, Polstermöbel und Ritzen
- Staubsaugerbeutel luftdicht verpacken und entsorgen
- Textilien bei mindestens 60°C waschen
- Empfindliche Materialien mehrere Tage bei -18°C einfrieren
- Schlafplätze der Tiere gründlich reinigen
Behandlung des Tieres:
- Nur nach tierärztlicher Beratung
- Geeignete Spot-on-Präparate oder orale Medikamente
- Parallel zur Umgebungsbehandlung
Umgebungsbehandlung:
- Handelsübliche Flohsprays für Textilien und Möbel
- Floh-Fogger zur Raumbehandlung (Anwendungshinweise beachten)
- Regelmäßige Wiederholung über mehrere Wochen
Wichtig: Die selbstständige Bekämpfung mit Vernebelungsautomaten oder handelsüblichen Mitteln ist oft nicht ausreichend wirksam. Eine professionelle Bekämpfung ist bei hartnäckigem Befall vorzuziehen.
Bekämpfungsdauer
Je nach Stärke des Befalls dauert eine vollständige Flohbekämpfung zwischen 2 und 6 Wochen. Alle Entwicklungsstadien müssen erfasst werden, was mehrfache Behandlungen erfordert.
Hundefloh: Häufig gestellte Fragen
Wie erkenne ich, ob mein Hund Flöhe hat?
Typische Anzeichen sind häufiges Kratzen, Beißen und Lecken, besonders am Rücken, Schwanzansatz und Bauch. Suchen Sie das Fell mit einem Flohkamm ab. Dunkle Krümel im Fell können Flohkot sein – auf feuchtem weißem Papier verfärben sie sich rötlich-braun.
Können Hundeflöhe auch Menschen befallen?
Hundeflöhe können Menschen stechen und sich von deren Blut ernähren. Sie können sich jedoch nicht dauerhaft auf Menschen vermehren. Typische Stiche zeigen sich als juckende rote Papeln, oft in Reihen an Beinen und Knöcheln.
Was ist der Unterschied zwischen Hundefloh und Katzenfloh?
Der Hundefloh (C. canis) und Katzenfloh (C. felis) sind äußerlich sehr ähnlich und mit bloßem Auge kaum zu unterscheiden. Der Katzenfloh ist in Mitteleuropa die häufigere Art und befällt sowohl Katzen als auch Hunde. Der Hundefloh kommt vorwiegend in ländlichen Gebieten vor.
Wie lange können Flöhe ohne Wirt überleben?
Frisch geschlüpfte adulte Flöhe können vor der ersten Blutmahlzeit 2 bis 8 Wochen überleben. Puppen im Kokon können jedoch bis zu 140 Tage überdauern und schlüpfen erst bei Anwesenheit eines Wirtes (ausgelöst durch Erschütterungen, Wärme oder CO2).
Warum habe ich immer wieder Flöhe, obwohl ich behandelt habe?
Die Entwicklungsstadien (Eier, Larven, Puppen) machen 95 % der Flohpopulation aus und befinden sich in der Umgebung. Puppen sind durch ihren Kokon gut geschützt und können monatelang überdauern. Eine erfolgreiche Bekämpfung erfordert die Behandlung von Tier und Umgebung über mehrere Wochen.
Können Hundeflöhe Krankheiten übertragen?
Ja, Hundeflöhe können als Zwischenwirt für Bandwürmer (insbesondere den Gurkenkernbandwurm Dipylidium caninum) dienen und bakterielle Infektionen übertragen. Die Infektion mit Bandwürmern erfolgt durch Verschlucken infizierter Flöhe.
Wie kann ich einem Flohbefall vorbeugen?
Die wichtigsten Präventivmaßnahmen sind: regelmäßige Flohprophylaxe am Tier (nach tierärztlicher Beratung), häufiges Staubsaugen von Teppichen und Polstermöbeln, regelmäßiges Waschen von Tierdecken bei mindestens 60°C und Kontrolle des Fells mit einem Flohkamm.
Quellen und weiterführende Informationen
Deutsche Fachquellen
- Institut für Schädlingskunde: Hundefloh – Ctenocephalides canis
- Institut für Schädlingskunde: Hundeflöhe bekämpfen
- Institut für Schädlingskunde: Flöhe – Siphonaptera
Internationale wissenschaftliche Quellen
- University of Florida IFAS Extension: Dog Flea Ctenocephalides canis
- Centers for Disease Control and Prevention: DPDx – Fleas
- DocCheck Flexikon: Dipylidium caninum