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Hundefloh (Ctenocephalides canis)

Kirsten Weißbacher
Verfasst von Kirsten Weißbacher
Zuletzt aktualisiert: 09. Februar 2026
Lesedauer: 11 Minuten
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Der Hundefloh (Ctenocephalides canis) ist ein blutsaugender Ektoparasit aus der Ordnung der Flöhe (Siphonaptera). Sein Hauptwirt sind Hundeartige wie der Haushund, Fuchs und Wolf. Trotz seines Namens ist der Hundefloh in Mitteleuropa deutlich seltener als der eng verwandte Katzenfloh (Ctenocephalides felis), der auch auf Hunden häufiger vorkommt.

Hinweis zur Artverteilung: Entgegen der landläufigen Annahme ist der Hundefloh (Ctenocephalides canis) bei Haushunden in städtischen Gebieten selten. In ländlichen Gegenden und bei Außenhaltung von Hunden ist er häufiger anzutreffen. Die Mehrzahl der Flohbefälle bei Hunden in Deutschland wird durch den Katzenfloh verursacht.

Aussehen: Wie sieht der Hundefloh aus?

Erkennungsmerkmale

Adulte Hundeflöhe sind kleine, flügellose Insekten mit einem seitlich stark abgeflachten Körper. Diese charakteristische Körperform ermöglicht ihnen das schnelle Fortbewegen durch das Fell ihrer Wirtstiere. Die Körperlänge von Ctenocephalides canis variiert zwischen 1,5 und 3,25 mm, wobei Weibchen mit 2 bis 3,25 mm etwas größer werden als Männchen (1,5 bis 3 mm).

Körpermerkmale:

  • Färbung: Bräunlich bis rotbraun, stark chitinisiert
  • Körperform: Seitlich stark abgeflacht
  • Augen: Kleine Einzelaugen (keine Facettenaugen)
  • Antennen: Kurz, in Kopfgruben einlegbar
  • Mundwerkzeuge: Stechend-saugend ausgebildet
  • Beine: Das dritte Beinpaar ist als kräftiges Sprungbein ausgebildet

Der Kopf trägt zwei charakteristische Stachelkämme (Ctenidien): einen im Nacken (Pronotalctenidium) und einen an der Vorderseite des Kopfes (Genalctenidium).

Unterscheidung zu ähnlichen Arten

Der Hundefloh ähnelt dem Katzenfloh (Ctenocephalides felis) sehr stark. Die Unterscheidung erfordert eine mikroskopische Untersuchung:

MerkmalHundefloh (C. canis)Katzenfloh (C. felis)
KopfformRundlicher, etwa 1,5× so lang wie breitLänglicher, schmaler
Erster Zahn am GenalctenidiumHöchstens halb so lang wie der zweiteFast so lang wie der zweite
Tibialzähne am Sprungbein7-8 Einkerbungen5-6 Einkerbungen

Entwicklung und Lebenszyklus des Hundeflohs

Entwicklungsstadien

Der Hundefloh durchläuft eine vollständige Verwandlung (Holometabolie) mit vier Entwicklungsstadien:

1. Ei:

  • Größe: 0,5 bis 0,6 mm, oval (deutsche Quellen); internationale Quellen nennen teilweise 0,1–0,5 mm
  • Färbung: Perlweiß, glatte Oberfläche
  • Nicht klebrig, fallen schnell aus dem Fell

2. Larve:

  • Drei Larvenstadien (Instars)
  • Erstes Stadium: ca. 1,5 mm
  • Drittes Stadium: bis zu 5 mm
  • Beinlos, augenlos, mit Borsten
  • Bräunlich gefärbt

3. Puppe:

  • Verpuppung in einem selbstgesponnenen, klebrigen Kokon
  • Kokongröße: 3 bis 5 mm
  • Zunächst weißlich, später bräunlich
  • Kokon ist oft mit Umgebungspartikeln bedeckt

4. Imago (Adulter Floh):

  • Körperlänge: 1,5 bis 3,25 mm
  • Vollständig ausgebildete Sprungbeine
  • Sofort zur Blutaufnahme fähig

Entwicklungsdauer

Die Entwicklungsdauer ist stark von Temperatur und Luftfeuchtigkeit abhängig:

StadiumOptimale Bedingungen (25°C, 75-80% rLF)Ungünstige Bedingungen
Ei1-4 TageBis zu 10 Tage
Larve1-2 WochenBis zu 4 Wochen
Puppe7-14 Tage10-140 Tage
Gesamtzyklus3-5 WochenBis zu 30 Wochen

Optimale Entwicklungsbedingungen herrschen bei einer Temperatur von etwa 25°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 75 bis 80 %. Kälte und Trockenheit toleriert der Hundefloh schlecht. Bei niedrigeren Temperaturen und geringerer Luftfeuchtigkeit verlängert sich die Entwicklung erheblich.

Hinweis: Internationale Quellen (University of Florida) geben für optimale Bedingungen eine Entwicklungszeit von 2-4 Wochen an, während deutsche Fachquellen (Institut für Schädlingskunde) 3-5 Wochen nennen. Diese Abweichung kann auf unterschiedliche Laborbedingungen zurückzuführen sein.

Lebensweise und Verhalten von Hundeflöhen

Aktivitätsmuster

Adulte Hundeflöhe sind ganzjährig aktiv, wobei die Population im Spätsommer und Frühherbst ihren Höhepunkt erreicht. Sie sind sowohl tag- als auch nachtaktiv und halten sich bevorzugt im Fell ihres Wirtstieres auf. Nach dem ersten Wirtskontakt bleiben adulte Flöhe in der Regel dauerhaft auf dem Wirt.

Die Larven hingegen sind negativ phototaktisch (lichtscheu) und verstecken sich tagsüber in:

  • Ritzen und Spalten
  • Teppichfasern und Textilien
  • Tierbetten und Schlafplätzen
  • Polstermöbeln

Nahrung und Ernährung

Adulte Flöhe:

  • Ernähren sich ausschließlich von Blut
  • Tägliche Blutaufnahme: etwa 30 Minuten Saugzeit
  • Benötigen regelmäßige Blutmahlzeiten für Überleben und Fortpflanzung
  • Lebensdauer auf dem Wirt: bis zu 110 Tage, typischerweise etwa 3 Wochen
  • Überlebensdauer ohne Wirt (vor erster Blutmahlzeit): 2-8 Wochen

Larven:

  • Ernähren sich von organischen Abfällen
  • Hauptnahrung: Kot der adulten Flöhe (enthält unverdautes Blut)
  • Zusätzlich: Hautschuppen, Haare, organischer Detritus

Sprungvermögen

Der Hundefloh ist ein hervorragender Springer. Die kräftigen Sprungbeine ermöglichen:

  • Durchschnittliche Sprungweite: 30,4 cm (Spannbreite: 3-50 cm)
  • Durchschnittliche Sprunghöhe: 15,5 cm (Maximum: ca. 25 cm)
  • Maximale dokumentierte Sprungweite: bis zu 50 cm

Vermehrung und Fortpflanzung

Fortpflanzungsverhalten

Die Paarung erfolgt auf dem Wirtstier. Bereits 24 bis 48 Stunden nach der ersten Blutaufnahme beginnt ein begattetes Weibchen mit der Eiablage. Die Eier werden direkt in das Fell des Wirtstieres abgelegt, fallen jedoch aufgrund ihrer glatten, nicht klebrigen Oberfläche bereits nach kurzer Zeit zu Boden.

Vermehrungsrate

ParameterWert
Eier pro Tagca. 25
Eier gesamt (Lebenszeit)Bis zu 2.000
Generationen pro JahrMehrere (temperaturabhängig)

Die hohe Reproduktionsrate führt dazu, dass sich nur etwa 5 % der gesamten Flohpopulation als adulte Tiere im Fell des Wirtes befinden. Die übrigen 95 % befinden sich als Eier, Larven und Puppen in der Umgebung des Wirtstieres.

Vorkommen und Verbreitung

Natürliche Lebensräume

Der Hundefloh ist weltweit verbreitet und bevorzugt kühlere Klimazonen gegenüber dem Katzenfloh. Er kommt vorwiegend vor in:

  • Ländlichen Gebieten
  • Hundezwingern und Außenhaltungen
  • Fuchsbauen und Wolfshöhlen
  • Bei wild lebenden Caniden

Hauptwirte:

  • Haushund (Canis lupus familiaris)
  • Rotfuchs (Vulpes vulpes)
  • Wolf (Canis lupus)
  • Kojote (Canis latrans)

Nebenwirte:

  • Hauskatze
  • Hauskaninchen
  • Ratten
  • Waldmurmeltier
  • Mensch (als Fehlwirt)

Verbreitung in Gebäuden

Der Hundefloh gelangt über befallene Haustiere in Wohnungen und Häuser. In städtischen Gebieten ist der Hundefloh bei Haushunden selten; hier dominiert der Katzenfloh auch auf Hunden. In ländlichen Regionen ist Ctenocephalides canis häufiger auf Hunden anzutreffen.

Befallsschwerpunkte in Gebäuden sind:

  • Schlafplätze und Liegeplätze von Hunden
  • Teppiche und Teppichböden
  • Polstermöbel
  • Ritzen und Fugen in Fußböden
  • Hundekörbe und -decken

Bedeutung des Schädlings Ctenocephalides canis

Schadwirkung

Der Hundefloh ist ein bedeutender Hygieneschädling und Parasit. Seine Schadwirkung umfasst:

Direkte Schäden durch Blutaufnahme:

  • Juckreiz und Hautirritationen
  • Bei starkem Befall: Blutarmut (Anämie), besonders bei Welpen
  • Unruhe und Stress bei befallenen Tieren

Allergische Reaktionen:

  • Flohspeichelallergie (Flohallergische Dermatitis, FAD)
  • Eine der häufigsten Hauterkrankungen bei Hunden
  • FAD ist eine bedeutende Ursache für dermatologische Konsultationen bei Hunden
  • Bereits ein einzelner Flohstich kann die Allergie auslösen

Wirtschaftliche Schäden

Die wirtschaftliche Bedeutung ergibt sich aus:

  • Tierarztkosten für Behandlung befallener Tiere
  • Kosten für Flohbekämpfungsmittel
  • Professionelle Schädlingsbekämpfung bei Wohnungsbefall
  • Arbeitsausfall bei Heimtierbetrieben


Gesundheitliche Risiken bei einem Hundefloh Befall

Direkte Gefahren

Symptome beim Menschen:

  • Juckende Stiche, oft in Reihen angeordnet (sogenannte "Flohstraßen")
  • Rote Papeln mit zentraler Einstichstelle
  • Schwellungen und Hautrötungen
  • Bei empfindlichen Personen: stärkere allergische Reaktionen

Symptome beim Hund:

  • Starker Juckreiz und häufiges Kratzen
  • Hautrötungen, besonders an Bauch, Schwanzansatz und Schenkelinnenseiten
  • Pusteln und Krusten
  • Lokaler und großflächiger Haarausfall
  • Verdickung der Haut bei chronischem Befall

Krankheitsübertragung

Der Hundefloh fungiert als Vektor und Zwischenwirt für verschiedene Krankheitserreger:

ErregerErkrankungBedeutung
Dipylidium caninumGurkenkernbandwurmZwischenwirt; häufig bei Kindern
Hymenolepis diminutaRattenbandwurmZwischenwirt
Hymenolepis nanaZwergbandwurmZwischenwirt
Acanthocheilonema reconditumKanine FilarioseVektor (Nematode)
StaphylokokkenBakterielle InfektionenÜbertragung beim Blutsaugen
Yersinia pestisPestPotentieller Vektor (historisch)

Die Infektion mit dem Gurkenkernbandwurm (Dipylidium caninum) erfolgt durch Verschlucken infizierter Flöhe. Flohlarven nehmen die Bandwurmeier auf und entwickeln infektiöse Larvenstadien (Cysticercoide). Hunde, Katzen und gelegentlich auch Kinder infizieren sich durch versehentliches Verschlucken befallener Flöhe.

Kontamination

Flohbefall führt zu Kontamination der Wohnumgebung durch:

  • Flohkot (dunkelbraune, kommaförmige Krümel)
  • Häutungsreste der Larven
  • Kokonreste
  • Flohkadaver

Hundefloh Befall erkennen

Befallsanzeichen

Am Tier:

  • Häufiges Kratzen, Beißen und Lecken
  • Unruhe und Nervosität
  • Sichtbare Flöhe im Fell (bei starkem Befall)
  • Flohkot im Fell (erkennbar als dunkle Krümel)

In der Umgebung:

  • Flohstiche beim Menschen, oft an Beinen und Knöcheln
  • Sichtbare springende Insekten
  • Flohlarven in Teppichen und Ritzen (schwer erkennbar)

Nachweis durch Flohkottest

Der Flohkot lässt sich mit einem einfachen Test nachweisen:

  1. Dunkle Krümel aus dem Fell auf feuchtes weißes Papier geben
  2. Flohkot verfärbt sich rötlich-braun (unverdautes Blut löst sich)
  3. Normaler Schmutz zeigt keine Farbveränderung
Hundefloh (Ctenocephalides canis) in typischer Umgebung – Befall erkennen und bekämpfen
© Schaedlingsvernichtung.de

Schadensspuren

Typisches Stichbild:

  • Rote, juckende Papeln
  • Oft in Reihen oder Gruppen angeordnet ("Flohstraße")
  • Zentrale Einstichstelle erkennbar
  • Bevorzugt an Beinen, Knöcheln, Taillenbereich

Vorbeugende Maßnahmen

Maßnahmen am Tier

  • Regelmäßige Anwendung von Flohprophylaxe (Spot-on, Halsbänder, Tabletten)
  • Regelmäßige Kontrolle des Fells mit Flohkamm
  • Tierärztliche Beratung zu geeigneten Präparaten

Maßnahmen in der Umgebung

  • Regelmäßiges Staubsaugen von Teppichen, Polstermöbeln und Schlafplätzen
  • Waschen von Tierdecken und -kissen bei mindestens 60°C
  • Regelmäßige Reinigung von Hundekörben und Schlafplätzen
  • Entsorgung des Staubsaugerbeutels nach dem Saugen in luftdichter Verpackung

Präventive Umgebungsbedingungen

Da der Hundefloh Kälte und Trockenheit schlecht toleriert:

  • Luftfeuchtigkeit unter 50 % erschwert die Larvenentwicklung
  • Regelmäßiges Lüften reduziert die Luftfeuchtigkeit
  • Vermeidung von Versteckmöglichkeiten für Larven (tiefe Teppiche, Ritzen)
WICHTIGER HINWEIS
Bei starkem oder wiederkehrendem Schädlingsbefall empfehlen wir dringend die Konsultation eines professionellen Schädlingsbekämpfers. Eigenständige Bekämpfungsmaßnahmen können bei unsachgemäßer Anwendung gesundheitliche Risiken bergen oder den Befall verschlimmern. Die Informationen in diesem Artikel dienen der Aufklärung und ersetzen keine professionelle Schädlingsbekämpfung.


Bekämpfung: Was hilft bei einem Hundefloh Befall?

Professionelle Bekämpfung

Eine professionelle Flohbekämpfung ist bei starkem Befall empfehlenswert, da nur etwa 5 % der Flohpopulation als adulte Tiere sichtbar sind. Die restlichen 95 % (Eier, Larven, Puppen) befinden sich verteilt in der Umgebung.

Methoden der professionellen Bekämpfung:

  1. Insektizide Raumbehandlung:

    • Einsatz von Kontaktinsektiziden (z. B. Pyrethroide)
    • Vernebelung mit Pyrethrum-Präparaten
    • Behandlung aller Oberflächen, Ritzen und Spalten
  2. Entwicklungshemmer:

    • Wirkstoffe wie Methopren stören die Entwicklung von Eiern und Larven
    • Unterbrechung des Lebenszyklus
  3. Kombinationsbehandlung:

    • Sofortwirkung gegen adulte Flöhe
    • Langzeitwirkung gegen Entwicklungsstadien

Die Behandlung muss in der Regel nach 1-2 Wochen wiederholt werden, um nachschlüpfende Flöhe zu erfassen.

Hinweis: Die Zulassung von Biozidprodukten unterliegt der EU-Biozidverordnung (EU) 528/2012 und kann sich ändern. Aktuelle Informationen finden Sie bei der BAuA.

Eigenmaßnahmen

Vor der Behandlung:

  1. Staubsaugen aller Böden, Teppiche, Polstermöbel und Ritzen
  2. Staubsaugerbeutel luftdicht verpacken und entsorgen
  3. Textilien bei mindestens 60°C waschen
  4. Empfindliche Materialien mehrere Tage bei -18°C einfrieren
  5. Schlafplätze der Tiere gründlich reinigen

Behandlung des Tieres:

  • Nur nach tierärztlicher Beratung
  • Geeignete Spot-on-Präparate oder orale Medikamente
  • Parallel zur Umgebungsbehandlung

Umgebungsbehandlung:

  • Handelsübliche Flohsprays für Textilien und Möbel
  • Floh-Fogger zur Raumbehandlung (Anwendungshinweise beachten)
  • Regelmäßige Wiederholung über mehrere Wochen

Wichtig: Die selbstständige Bekämpfung mit Vernebelungsautomaten oder handelsüblichen Mitteln ist oft nicht ausreichend wirksam. Eine professionelle Bekämpfung ist bei hartnäckigem Befall vorzuziehen.

Bekämpfungsdauer

Je nach Stärke des Befalls dauert eine vollständige Flohbekämpfung zwischen 2 und 6 Wochen. Alle Entwicklungsstadien müssen erfasst werden, was mehrfache Behandlungen erfordert.

Hundefloh: Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich, ob mein Hund Flöhe hat?

Typische Anzeichen sind häufiges Kratzen, Beißen und Lecken, besonders am Rücken, Schwanzansatz und Bauch. Suchen Sie das Fell mit einem Flohkamm ab. Dunkle Krümel im Fell können Flohkot sein – auf feuchtem weißem Papier verfärben sie sich rötlich-braun.

Können Hundeflöhe auch Menschen befallen?

Hundeflöhe können Menschen stechen und sich von deren Blut ernähren. Sie können sich jedoch nicht dauerhaft auf Menschen vermehren. Typische Stiche zeigen sich als juckende rote Papeln, oft in Reihen an Beinen und Knöcheln.

Was ist der Unterschied zwischen Hundefloh und Katzenfloh?

Der Hundefloh (C. canis) und Katzenfloh (C. felis) sind äußerlich sehr ähnlich und mit bloßem Auge kaum zu unterscheiden. Der Katzenfloh ist in Mitteleuropa die häufigere Art und befällt sowohl Katzen als auch Hunde. Der Hundefloh kommt vorwiegend in ländlichen Gebieten vor.

Wie lange können Flöhe ohne Wirt überleben?

Frisch geschlüpfte adulte Flöhe können vor der ersten Blutmahlzeit 2 bis 8 Wochen überleben. Puppen im Kokon können jedoch bis zu 140 Tage überdauern und schlüpfen erst bei Anwesenheit eines Wirtes (ausgelöst durch Erschütterungen, Wärme oder CO2).

Warum habe ich immer wieder Flöhe, obwohl ich behandelt habe?

Die Entwicklungsstadien (Eier, Larven, Puppen) machen 95 % der Flohpopulation aus und befinden sich in der Umgebung. Puppen sind durch ihren Kokon gut geschützt und können monatelang überdauern. Eine erfolgreiche Bekämpfung erfordert die Behandlung von Tier und Umgebung über mehrere Wochen.

Können Hundeflöhe Krankheiten übertragen?

Ja, Hundeflöhe können als Zwischenwirt für Bandwürmer (insbesondere den Gurkenkernbandwurm Dipylidium caninum) dienen und bakterielle Infektionen übertragen. Die Infektion mit Bandwürmern erfolgt durch Verschlucken infizierter Flöhe.

Wie kann ich einem Flohbefall vorbeugen?

Die wichtigsten Präventivmaßnahmen sind: regelmäßige Flohprophylaxe am Tier (nach tierärztlicher Beratung), häufiges Staubsaugen von Teppichen und Polstermöbeln, regelmäßiges Waschen von Tierdecken bei mindestens 60°C und Kontrolle des Fells mit einem Flohkamm.

Quellen und weiterführende Informationen

Deutsche Fachquellen

Internationale wissenschaftliche Quellen


Über unsere*n Autor*in
Kirsten Weißbacher
Kirsten hat Germanistik in Hamburg studiert und im Anschluss ein Volontariat gemacht. Nach ihrem Start in der Unternehmenskommunikation eines lokalen Herstellers wechselte sie in die freiberufliche Tätigkeit. Seit Februar 2024 ist Kirsten bei Digitale Seiten und schreibt dort Ratgeber zu Handwerksthemen aller Art.