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Kornkäfer (Sitophilus granarius)

Kirsten Weißbacher
Verfasst von Kirsten Weißbacher
Zuletzt aktualisiert: 09. Februar 2026
Lesedauer: 12 Minuten
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Der Kornkäfer (Sitophilus granarius) zählt weltweit zu den bedeutendsten Vorratsschädlingen im Getreidebereich. Dieser zur Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae) gehörende Käfer befällt vorwiegend Getreidekörner und kann bei unentdecktem Befall erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen. Ursprünglich stammt die Art vermutlich aus Vorderasien und Indien, von wo aus sie sich durch den internationalen Getreidehandel über die gesamte Welt verbreitet hat.

In Deutschland treten Kornkäfer vor allem in Getreidesilos und Getreidelagern auf. Mit befallenem Getreide können sie jedoch auch in Privathaushalte gelangen. Die vollständige Entwicklung vom Ei bis zum adulten Käfer findet im Inneren des Getreidekorns statt, wodurch ein Befall oft erst spät erkannt wird.

Aussehen: Wie sieht der Kornkäfer aus?

Erkennungsmerkmale

Der ausgewachsene Kornkäfer erreicht eine Körperlänge von 3 bis 5 mm. Charakteristisch für diese Art ist der rüsselförmig verlängerte Kopf, an dessen Ende sich die Mundwerkzeuge befinden. Die Körperfärbung ist matt schwarzbraun bis dunkelbraun, wobei Beine und Fühler etwas heller gefärbt sind als der restliche Körper.

Die Fühler sind gekniet (rechtwinklig abgebogen) und kaum länger als der Rüssel. Die Flügeldecken weisen längsverlaufende, punktierte Streifen auf. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal: Die Flügeldecken sind miteinander verwachsen, weshalb der Kornkäfer nicht flugfähig ist.

Larvenstadium: Die Larven sind weiß, beinlos und leicht gekrümmt. Sie erreichen eine Länge von bis zu 2,3 bis 3,5 mm. Der Kopf ist bräunlich gefärbt, während der restliche Körper weißlich erscheint. Die Körperoberfläche weist charakteristische Querfalten auf.

Puppenstadium: Die Puppe ist ebenfalls weißlich gefärbt und befindet sich geschützt im Inneren des Getreidekorns.

Unterscheidung zu ähnlichen Arten

Der Kornkäfer kann leicht mit dem Reiskäfer (Sitophilus oryzae) und dem Maiskäfer (Sitophilus zeamais) verwechselt werden. Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale sind:

MerkmalKornkäferReiskäferMaiskäfer
Größe3-5 mm2,3-3,5 mmca. 3 mm
FlugfähigkeitNicht flugfähigFlugfähig (fliegt selten)Flugfähig
FärbungMatt schwarzbraunBraun mit 4 rötlichen FleckenBraun mit 4 rötlichen Flecken
HalsschildpunktierungLängliche PunkteLängliche PunkteRundliche Punkte
AustrittslöcherEher länglich, größerAusgefranst rundGlatt rund

Entwicklung und Lebenszyklus des Kornkäfers

Entwicklungsstadien

Der Kornkäfer durchläuft eine vollständige Metamorphose mit vier Entwicklungsstadien:

  1. Ei: Das Weibchen frisst zunächst ein kleines Loch in die Samenschale eines Getreidekorns und legt dort ein einzelnes Ei ab. Anschließend verschließt sie die Öffnung mit einem speziellen Sekret.

  2. Larve: Die schlüpfende Larve ernährt sich vom Inneren des Getreidekorns und höhlt dieses im Laufe ihrer Entwicklung nahezu vollständig aus. Die Larvenentwicklung umfasst mehrere Häutungen.

  3. Puppe: Die Verpuppung findet ebenfalls im Inneren des Korns statt.

  4. Imago (adulter Käfer): Der fertige Käfer verbleibt zunächst noch einige Zeit im Korn, bevor er sich ein Austrittsloch durch die Schale bohrt.

Entwicklungsdauer

Die Entwicklungsgeschwindigkeit ist stark temperaturabhängig:

TemperaturEntwicklungsdauer (Ei bis Käfer)
27°C29-34 Tage
25°Cca. 35-40 Tage
Sommer (optimal)30-40 Tage
Winter (kühl)bis 150 Tage (17-21 Wochen)

Detaillierte Stadiendauer bei 25°C:

  • Eistadium: ca. 4 Tage bis zum Larvenschlupf
  • Larvenstadium: ca. 27 Tage bis zur Verpuppung
  • Puppenstadium: ca. 8 Tage

Entwicklung auf alternativen Substraten (bei 27,5°C und 75% rel. Luftfeuchtigkeit):

  • Auf Kastanien: durchschnittlich 36 Tage
  • Auf Eicheln: durchschnittlich 40 Tage

Lebensweise und Verhalten von Kornkäfern

Aktivitätsmuster

Der Kornkäfer ist überwiegend nachtaktiv und meidet direktes Licht. Da er nicht fliegen kann, verbreitet er sich ausschließlich durch Kriechen oder passiven Transport mit befallenem Getreide. Die Käfer sind jedoch sehr gute Läufer.

Kornkäfer können sowohl als Larven als auch als adulte Tiere überwintern und sind vergleichsweise kälteunempfindlich. Bei etwa 10°C stellen sie ihre Aktivität weitgehend ein, können aber über längere Zeit ohne Nahrungsaufnahme überleben. Temperaturen unter -10°C oder über 40°C sind für die Art tödlich.

Nahrung und Ernährung

Sowohl die Larven als auch die adulten Käfer ernähren sich von Getreide und anderen stärkehaltigen Vorräten. Die Larven fressen dabei das Getreidekorn von innen aus, während die adulten Käfer mit ihren Mundwerkzeugen an den Körnern nagen.

Bevorzugte Nahrungsquellen:

  • Weizen
  • Roggen
  • Gerste
  • Hafer
  • Mais

Weitere befallene Produkte:

  • Buchweizen
  • Mehl und Kleie
  • Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Sojabohnen)
  • Nüsse (Mandeln, Erdnüsse)
  • Körnerkissen

Vermehrung und Fortpflanzung

Fortpflanzungsverhalten

Die Paarung erfolgt nach dem Schlupf der adulten Käfer. Bei 25°C beginnen die Weibchen etwa 5 Tage nach der Paarung mit der Eiablage. Charakteristisch ist die sorgfältige Einzeleiablage: Das Weibchen bohrt mit seinen Mundwerkzeugen ein kleines Loch in ein Getreidekorn, legt dort ein einzelnes Ei ab und verschließt die Öffnung mit einem Sekret. Im Gegensatz zum Reiskäfer und Maiskäfer entwickelt sich im Kornkorn nur eine einzige Larve.

Vermehrungsrate

ParameterWert
Eier pro Weibchen (Lebenszeit)150-300
Theoretische Nachkommen pro Jahrbis zu 250.000
Generationen pro Jahr (geheizte Lager)3-4
Generationen pro Jahr (ungeheizte Lager, Mitteleuropa)ca. 2

Lebensdauer der adulten Käfer:

  • Bei 27-29°C und 75% rel. Luftfeuchtigkeit: ca. 6 Monate
  • Bei 10°C: bis zu 2,5 Jahre (bis 28 Monate)

Unter optimalen Bedingungen kann theoretisch ein einziges Weibchen für den Verlust von etwa 6 kg Getreide pro Jahr verantwortlich sein.

Vorkommen und Verbreitung

Natürliche Lebensräume

Der Kornkäfer stammt vermutlich ursprünglich aus Vorderasien und hat sich durch den weltweiten Getreidehandel über alle Kontinente verbreitet. Die genaue Herkunft ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Er kommt in allen gemäßigten und warm-gemäßigten Klimazonen vor und ist in Europa weit verbreitet.

Verbreitung in/an Gebäuden

In Deutschland tritt der Kornkäfer vorwiegend in folgenden Bereichen auf:

  • Gewerbliche Anlagen: Getreidesilos, Mühlen, Futtermittelbetriebe, Brauereien, Bäckereien
  • Landwirtschaft: Hofläger, Scheunen, Getreidelager
  • Privathaushalte: Durch befallenes Getreide oder Getreideprodukte eingeschleppt

Da der Kornkäfer nicht flugfähig ist, erfolgt die Ausbreitung ausschließlich passiv durch Transport mit befallenem Getreide oder durch aktives Kriechen in benachbarte Lagerbereiche.

Bedeutung des Schädlings Sitophilus granarius

Schadwirkung

Der Kornkäfer gilt als einer der bedeutendsten Getreideschädlinge weltweit. Die Hauptschäden entstehen durch:

  1. Direkter Fraß: Die Larvenentwicklung führt zur nahezu vollständigen Aushöhlung des befallenen Korns
  2. Qualitätsminderung: Kontamination durch Kot, Häutungsreste und Kadaver
  3. Keimfähigkeitsverlust: Befallenes Saatgut ist nicht mehr keimfähig
  4. Sekundärbefall: Beschädigte Körner begünstigen Schimmelbildung und Befall durch weitere Schädlinge

Befallene Lebensmittel

Der Kornkäfer befällt vorwiegend ganze Getreidekörner, da seine Larven sich im Inneren des Korns entwickeln:

  • Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Mais
  • Buchweizen
  • Reis (weniger bevorzugt)
  • Mehl und Kleie (sekundär)
  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse

Lagerschäden

Bei starkem Befall können erhebliche wirtschaftliche Verluste entstehen:

BefallsgradSchadensumfang
Leichter BefallVereinzelte Fraßschäden, Qualitätsminderung
Mittlerer BefallDeutliche Gewichtsverluste, Wärmeentwicklung im Lagergut
Starker BefallBis zu 75% Lagerverlust möglich

Charakteristisch ist die Erwärmung des Getreides an der Oberfläche durch die Stoffwechselaktivität der Schädlinge. In extremen Fällen kann das Getreide so feucht werden, dass es zu keimen beginnt.

Wirtschaftliche Schäden

Der Kornkäfer verursacht weltweit bedeutende wirtschaftliche Schäden im Getreidesektor. Durch seine versteckte Lebensweise im Korn wird ein Befall oft erst spät erkannt, wenn bereits erhebliche Schäden entstanden sind. Die Bekämpfung ist aufwendig, da die Larven im Korninneren geschützt sind.



Gesundheitliche Risiken bei einem Kornkäfer Befall

Direkte Gefahren

Der Kornkäfer stellt keine direkte Gesundheitsgefahr für den Menschen dar. Er beißt oder sticht nicht und überträgt keine Krankheiten. Allergische Reaktionen auf Käfer, Larven oder deren Ausscheidungen sind möglich, aber vergleichsweise selten.

Indirekte Folgen

Die gesundheitlichen Risiken ergeben sich hauptsächlich aus der Kontamination von Lebensmitteln:

  • Verunreinigung: Kot, Häutungsreste und Kadaver im Getreide
  • Schimmelbildung: Durch erhöhte Feuchtigkeit in befallenen Bereichen begünstigt
  • Hygienemängel: Befallenes Getreide ist für den Verzehr ungeeignet

Befallene Lebensmittel sollten nicht mehr verzehrt und vollständig entsorgt werden.

Kornkäfer Befall erkennen

Befallsanzeichen

Ein Kornkäferbefall lässt sich an folgenden Anzeichen erkennen:

  • Lebende Käfer: Adulte Käfer auf oder in der Nähe von Getreideprodukten
  • Austrittslöcher: Kleine, eher längliche Löcher in Getreidekörnern
  • Hohlkörner: Ausgehöhlte, leichte Körner, die an der Oberfläche schwimmen
  • Erwärmung: Lokale Wärmeentwicklung im Lagergut
  • Mehlstaub: Feiner Staub (Fraßmehl) im Bereich des Befalls
Kornkäfer (Sitophilus granarius) in typischer Umgebung – Befall erkennen und bekämpfen
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Schadensspuren

AnzeichenBeschreibung
AustrittslöcherLänglich, größer als bei Reiskäfer, entsprechen dem Körperdurchmesser des Käfers
Hohle KörnerFast vollständig ausgefressen, nur Schale übrig
FraßmehlFeiner, mehlartiger Staub
KlumpenbildungVerklumptes Getreide durch Feuchtigkeitsanstieg
WärmenesterDeutlich wärmere Bereiche im Lagergut

Tipp zur Erkennung: Verdächtige Getreidekörner in Wasser geben – befallene, ausgehöhlte Körner schwimmen an der Oberfläche.

Vorbeugende Maßnahmen

Eine effektive Prävention ist der beste Schutz gegen Kornkäferbefall:

Lagerhaltung

  • Kühle Lagerung: Temperaturen unter 10°C hemmen die Entwicklung erheblich
  • Trockene Lagerung: Kornfeuchte unter 9% verhindert die Vermehrung
  • Sauberkeit: Regelmäßige Reinigung von Lagerbehältern und -räumen
  • Kontrolle: Regelmäßige Inspektion der Vorräte auf Befallsanzeichen

Im Privathaushalt

  • Getreideprodukte in dicht schließenden Behältern aufbewahren
  • Vorräte regelmäßig kontrollieren und rotieren (First-in-First-out)
  • Nur benötigte Mengen einkaufen
  • Bei Verdacht auf Befall: Produkte im Gefrierschrank (-18°C für mindestens 48 Stunden) behandeln

Im gewerblichen Bereich

  • Gründliche Reinigung der Lagereinrichtungen vor Neubefüllung
  • Entfernung von Altgetreide und Staubresten
  • Temperatur- und Feuchtigkeitsmonitoring
  • Einsatz von Fallen und Pheromonfallen zur Frühwarnung
  • Behandlung leerer Lager mit Kieselgur (Diatomeenerde)
WICHTIGER HINWEIS
Bei starkem oder wiederkehrendem Schädlingsbefall empfehlen wir dringend die Konsultation eines professionellen Schädlingsbekämpfers. Eigenständige Bekämpfungsmaßnahmen können bei unsachgemäßer Anwendung gesundheitliche Risiken bergen oder den Befall verschlimmern. Die Informationen in diesem Artikel dienen der Aufklärung und ersetzen keine professionelle Schädlingsbekämpfung.


Bekämpfung: Was hilft bei einem Kornkäfer Befall?

Professionelle Bekämpfung

Im gewerblichen Bereich stehen verschiedene professionelle Bekämpfungsmethoden zur Verfügung:

Physikalische Verfahren:

  • Thermische Behandlung: Erhitzung auf 45-60°C über mehrere Stunden
  • Kältebehandlung: Abkühlung auf unter 0°C (besser unter -10°C)
  • Kieselgur (Diatomeenerde): Mechanische Schädigung der Wachsschicht der Käfer

Begasung:

  • Phosphorwasserstoff (Phosphin)
  • Kohlendioxid (CO₂)
  • Stickstoff (N₂)

Hinweis: Begasungen dürfen nur von zugelassenen Fachbetrieben durchgeführt werden und erfordern spezielle Schutzmaßnahmen.

Biologische Bekämpfung:Zur biologischen Bekämpfung können parasitische Schlupfwespen eingesetzt werden:

  • Lariophagus distinguendus
  • Anisopteromalus calandrae
  • Theocolax elegans

Diese Nützlinge parasitieren die Larven und Puppen der Kornkäfer im Getreidekorn und können besonders im ökologischen Landbau eine effektive Bekämpfungsmethode darstellen.

Eigenmaßnahmen

Im Privathaushalt können folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  1. Befallene Produkte entsorgen: Vollständige Entsorgung aller befallenen Lebensmittel in verschlossenen Beuteln
  2. Gründliche Reinigung: Schränke und Regale aussaugen und feucht auswischen
  3. Kontaktprodukte prüfen: Alle benachbarten Produkte auf Befall kontrollieren
  4. Tiefkühlung: Verdächtige, noch nicht befallene Produkte für mindestens 48 Stunden bei -18°C einfrieren
  5. Monitoring: Pheromonfallen zur Befallskontrolle aufstellen

Wichtig: Da sich die Larven geschützt im Inneren der Getreidekörner aufhalten, sind Kontaktinsektizide gegen die Larvenstadien wirkungslos.

Kornkäfer: Häufig gestellte Fragen

Sind Kornkäfer gesundheitsschädlich?

Kornkäfer stellen keine direkte Gesundheitsgefahr dar – sie beißen oder stechen nicht und übertragen keine Krankheiten. Allerdings sollten befallene Lebensmittel aufgrund der Verunreinigung durch Kot, Häutungsreste und Kadaver nicht mehr verzehrt werden. In Ausnahmefällen können allergische Reaktionen auftreten.

Wie unterscheide ich Kornkäfer von Reiskäfern?

Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale sind: Der Kornkäfer (3-5 mm) ist größer und matt schwarzbraun gefärbt, während der Reiskäfer (2,3-3,5 mm) vier undeutliche rötliche Flecken auf den Flügeldecken aufweist. Zudem ist der Kornkäfer nicht flugfähig, der Reiskäfer hingegen besitzt funktionsfähige Flügel.

Können Kornkäfer fliegen?

Nein, Kornkäfer können nicht fliegen. Ihre Flügeldecken sind miteinander verwachsen, sodass die darunter liegenden Hinterflügel nicht genutzt werden können. Die Ausbreitung erfolgt ausschließlich durch Kriechen oder passiven Transport mit befallenem Getreide.

Wie lange leben Kornkäfer?

Die Lebensdauer erwachsener Kornkäfer ist stark temperaturabhängig. Bei warmen Bedingungen (27-29°C) leben sie etwa 6 Monate. Bei kühleren Temperaturen (ca. 10°C) kann die Lebensdauer auf bis zu 2,5 Jahre ansteigen.

Wie kann ich einen Befall im Haushalt verhindern?

Lagern Sie Getreideprodukte in dicht schließenden Behältern, kontrollieren Sie Vorräte regelmäßig und kaufen Sie nur benötigte Mengen. Bei Verdacht auf Befall können Produkte für 48 Stunden bei -18°C eingefroren werden, um eventuell vorhandene Eier und Larven abzutöten.

Bei welcher Temperatur sterben Kornkäfer?

Kornkäfer und ihre Entwicklungsstadien sterben bei Temperaturen unter -10°C oder über 40°C ab. Eine Tiefkühlung bei -18°C für mindestens 48 Stunden tötet alle Stadien zuverlässig ab. Bei Temperaturen unter 10°C stellen die Käfer ihre Entwicklung ein, überleben aber längere Zeit.

Warum ist die Bekämpfung von Kornkäfern so schwierig?

Die versteckte Lebensweise macht die Bekämpfung besonders anspruchsvoll: Die gesamte Entwicklung vom Ei bis zum Jungkäfer findet geschützt im Inneren des Getreidekorns statt. Dadurch sind die Larvenstadien für Kontaktinsektizide nicht erreichbar. Eine effektive Bekämpfung erfordert daher Begasungsverfahren oder physikalische Methoden.

Quellen und weiterführende Informationen

Deutsche Fachquellen

Internationale wissenschaftliche Quellen


Über unsere*n Autor*in
Kirsten Weißbacher
Kirsten hat Germanistik in Hamburg studiert und im Anschluss ein Volontariat gemacht. Nach ihrem Start in der Unternehmenskommunikation eines lokalen Herstellers wechselte sie in die freiberufliche Tätigkeit. Seit Februar 2024 ist Kirsten bei Digitale Seiten und schreibt dort Ratgeber zu Handwerksthemen aller Art.