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Parkettkäfer (Lyctus linearis)

Kirsten Weißbacher
Verfasst von Kirsten Weißbacher
Zuletzt aktualisiert: 11. Februar 2026
Lesedauer: 12 Minuten
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Der Parkettkäfer (Lyctus linearis), auch als Gestreifter Splintholzkäfer bekannt, gehört zur Familie der Splintholzkäfer (Lyctidae, heute meist als Unterfamilie Lyctinae der Bohrkäfer/Bostrichidae geführt) innerhalb der Ordnung der Käfer (Coleoptera). Als Holzschädling befällt er vorwiegend trockenes Splintholz stärkereicher Laubhölzer und richtet dabei besonders an Parkett, Möbeln und anderen Holzprodukten erhebliche Schäden an. Die Larven ernähren sich vom Stärkegehalt des Holzes und durchziehen das befallene Material mit einem Netzwerk feiner Fraßgänge.

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von Lyctus linearis war auf Mitteleuropa beschränkt, von wo aus die Art auch nach Nordamerika verschleppt wurde. Bemerkenswert ist, dass der heimische Parkettkäfer in Deutschland inzwischen kaum mehr gefunden wird und weitgehend durch andere Splintholzkäferarten wie Lyctus cavicollis verdrängt wurde. Dennoch bleibt er als potenzieller Holzschädling relevant, da er mit importiertem Holz jederzeit eingeschleppt werden kann.

Aussehen: Wie sieht der Parkettkäfer aus?

Erkennungsmerkmale

Der Parkettkäfer ist ein langgestreckter, schmal gebauter Käfer mit einer Körperlänge von 2,5 bis 5 mm. Die Grundfärbung ist gleichmäßig rotbraun bis schwarzbraun.

MerkmalBeschreibung
Körperlänge2,5–5 mm
FärbungGleichmäßig rotbraun bis schwarzbraun
KörperformLanggestreckt, stabförmig
KopfDeutlich sichtbar, nicht unter dem Halsschild verborgen
Halsschild (Pronotum)Mit deutlicher, längsovaler Furche in der Mitte
FühlerLetzten zwei Glieder vergrößert, deutliche Fühlerkeule bildend
FlügeldeckenFeine, längslaufende Punktierung

Die Larven sind engerlingartig (C-förmig), weißlich gefärbt und erreichen eine Länge von bis zu 4 mm. Sie leben im Inneren des Holzes und sind von außen nicht sichtbar.

Die Eier sind zylindrisch, durchscheinend weiß und knapp 1 mm lang.

Unterscheidung zu ähnlichen Arten

Der Parkettkäfer kann mit anderen Splintholzkäferarten verwechselt werden, insbesondere mit dem Braunen Splintholzkäfer (Lyctus brunneus), der eine ähnliche Größe und Färbung aufweist. Lyctus linearis ist anhand der einzelnen Reihe deutlich runder Punktierung auf den Flügeldecken von verwandten Arten unterscheidbar. Im Vergleich zum Gemeinen Nagekäfer (Holzwurm, Anobium punctatum) ist der Parkettkäfer schmaler und langgestreckter, und sein Kopf ist von oben deutlich sichtbar, während er beim Nagekäfer unter dem kapuzenförmigen Halsschild verborgen ist.

Hinweis zur Artverteilung: In Deutschland wird der heimische Lyctus linearis inzwischen kaum mehr gefunden. Die derzeit häufigste Splintholzkäferart in Deutschland ist Lyctus cavicollis, eine ursprünglich nordamerikanische Art.

Entwicklung und Lebenszyklus des Parkettkäfers

Entwicklungsstadien

Der Parkettkäfer durchläuft eine vollständige Metamorphose (Holometabolie) mit vier Stadien: Ei, Larve, Puppe und adulter Käfer.

StadiumDauerBedingungen
Ei1–3 WochenIn Rissen und Holzporen abgelegt
Larve8–24 MonateAbhängig von Holzfeuchte und Stärkegehalt
Puppeca. 2–4 WochenIm Holzinneren
Adulter Käfer3–6 WochenFlugzeit April–August

Entwicklungsdauer

Der gesamte Entwicklungszyklus des Parkettkäfers beträgt unter typischen Bedingungen rund ein Jahr. Unter ungünstigen Bedingungen kann sich die Entwicklung auf bis zu zwei Jahre oder länger ausdehnen. Die Entwicklungsdauer hängt maßgeblich von folgenden Faktoren ab:

  • Holzfeuchte: Mindestens 7–8 % erforderlich, optimal bei 16 %
  • Stärkegehalt: Mindestens 3 % im Splintholz notwendig
  • Temperatur: Höhere Temperaturen beschleunigen die Entwicklung

Frisches, zu feuchtes Holz wird nicht befallen. Ebenso klingt ein Befall in der Regel nach etwa zehn oder mehr Jahren von selbst ab, da der Stärkegehalt des Holzes mit der Zeit unter den für die Larven notwendigen Schwellenwert sinkt.

Lebensweise und Verhalten von Parkettkäfern

Aktivitätsmuster

Die adulten Parkettkäfer sind während der Flugzeit von April bis August aktiv. Die Käfer sind dämmerungsaktiv und werden von Lichtquellen angezogen, was den Einsatz von Lichtfallen zum Monitoring ermöglicht. Die Lebensdauer der erwachsenen Käfer beträgt drei bis sechs Wochen; in dieser Zeit widmen sie sich vorwiegend der Fortpflanzung.

Nahrung und Ernährung

Die Larven des Parkettkäfers ernähren sich vom Stärkeanteil des Splintholzes. Cellulose und Lignin können sie nicht verwerten, da sie nicht in der Lage sind, die dafür notwendigen Enzyme (Cellulasen) zu produzieren. Befallen wird daher nur stärkereiches Splintholz von Laubhölzern mit einem Stärkegehalt von mindestens 3 %.

Die adulten Käfer nehmen während ihrer kurzen Lebensspanne kaum noch Nahrung auf. Ihre gesamte Energie wird für die Fortpflanzung verwendet.

Die Larven meiden die oberflächennahen Holzschichten und bohren sich in tiefere, dunklere Bereiche des Holzes vor.

Vermehrung und Fortpflanzung

Fortpflanzungsverhalten

Die Paarung und Eiablage finden während der Flugzeit zwischen April und August statt. Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt in kleinen Rissen, Spalten und offenen Holzporen von unbehandeltem Laubholz ab. Pro Holzpore werden 1 bis 3 Eier platziert. Insgesamt legt ein Weibchen 15 bis 20 Eier.

Vermehrungsrate

ParameterWert
Eizahl pro Weibchen15–20
Eier pro Holzpore1–3
EiablageortRisse, Spalten und Holzporen in unbehandeltem Laubholz
Schlupfzeit der Larven1–3 Wochen
Generationsdauerca. 1 Jahr (bis zu 2 Jahre)

Direkt nach dem Schlupf beginnen die Larven zu fressen und bohren sich gleichzeitig tiefer in das Holz ein. Auf diese Weise wird befallenes Holz mit der Zeit von immer mehr Fraßgängen durchzogen.

Vorkommen und Verbreitung

Natürliche Lebensräume

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von Lyctus linearis war auf Mitteleuropa beschränkt. In der Natur besiedelt der Parkettkäfer das Splintholz von Laubhölzern, insbesondere von Eichen. Von Mitteleuropa aus wurde die Art auch nach Nordamerika verschleppt.

Verbreitung in/an Gebäuden

In Gebäuden tritt der Parkettkäfer vorwiegend an folgenden Stellen auf:

  • Parkettböden (besonders aus Eichenholz)
  • Möbel aus unbehandeltem Laubholz
  • Bilderrahmen und Leisten aus stärkereichen Hölzern
  • Holzlager und Sägewerke

Die Einschleppung erfolgt häufig über befallenes Holz aus dem Handel, beispielsweise durch importiertes Tropenholz oder unbehandelte Eichenholzprodukte.

Bedeutung des Schädlings Lyctus linearis

Schadwirkung

Der Parkettkäfer ist ein bedeutender Materialschädling, der das Splintholz von Laubhölzern systematisch von innen zerstört. Durch die Fraßtätigkeit der Larven wird das Holz mit einem dichten Netzwerk von Gängen durchzogen und dadurch in seiner Substanz geschwächt. Bei fortgeschrittenem Befall kann das Holz seine Tragfähigkeit verlieren und zerfällt regelrecht zu Pulver.

Wirtschaftliche Schäden

Die wirtschaftlichen Schäden durch Parkettkäferbefall können erheblich sein:

  • Parkettschäden: Vollständiger Austausch befallener Parkettflächen erforderlich
  • Möbelschäden: Zerstörung wertvoller Möbel aus Eichenholz
  • Lagerschäden: Entwertung von gelagertem Schnittholz in Holzhandlungen und Sägewerken
  • Sanierungskosten: Professionelle Bekämpfung und Materialersatz

Befallene Holzarten

Der Parkettkäfer befällt vorwiegend das stärkereiche Splintholz weitporiger Laubhölzer. Nadelhölzer und Buche werden nicht befallen.

HolzartAnfälligkeit
EicheSehr hoch (bevorzugt)
EscheHoch
UlmeHoch
NussbaumHoch
LimbaHoch
AbachiHoch
BambusHoch
MerantiMittel
PappelMittel
RobinieMittel
BucheNicht anfällig
NadelhölzerNicht anfällig

Voraussetzungen für einen Befall:

  • Stärkegehalt im Splintholz von mindestens 3 %
  • Holzfeuchte zwischen 7 und 30 % (optimal: 16 %)
  • Unbehandeltes Holz (oberflächenbehandelte Hölzer werden in der Regel verschont)

Fraßgänge und Bohrlöcher

Die Fraßgänge der Parkettkäferlarven verlaufen im Inneren des Splintholzes und sind dicht mit feinem, hellem Bohrmehl gefüllt. Das Bohrmehl hat eine talkähnliche Konsistenz und ist sehr fein.

MerkmalBeschreibung
AusfluglöcherRund, 0,8–2 mm Durchmesser
FraßgängeIm Splintholz, dicht mit Bohrmehl gefüllt
BohrmehlSehr fein, hell, talkähnliche Konsistenz
BefallsmusterZunehmende Durchlöcherung über mehrere Generationen

Wenn die Käfer nach vollzogener Metamorphose aus dem Holz ausschlüpfen, hinterlassen sie kleine, runde Fluglöcher mit einem Durchmesser von 0,8 bis 2 mm. Bei fortgeschrittenem Befall über mehrere Generationen wird das Holz zunehmend durchlöchert und kann schließlich zu feinem Pulver zerfallen.



Gesundheitliche Risiken bei einem Parkettkäfer Befall

Direkte Gefahren

Der Parkettkäfer stellt keine direkten gesundheitlichen Gefahren für Menschen dar. Er beißt und sticht nicht, und allergische Reaktionen auf den Käfer oder seine Larven sind bislang nicht bekannt, können jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Indirekte Folgen

Die Hauptgefahr durch einen Parkettkäferbefall liegt in den materiellen Schäden:

  • Geschwächte Holzstrukturen (bei tragenden Bauteilen aus Laubholz)
  • Feines Bohrmehl kann in Wohnräumen als Staub auftreten

Die Kontamination durch den Parkettkäfer beschränkt sich auf Kot, Häutungsreste, Bohrmehl und Kadaver.

Parkettkäfer Befall erkennen

Befallsanzeichen

Ein Parkettkäferbefall ist im Frühstadium schwer zu erkennen, da sich die Larven im Inneren des Holzes entwickeln. Folgende Anzeichen können auf einen Befall hindeuten:

  1. Kleine runde Ausfluglöcher (1–2 mm Durchmesser) in der Holzoberfläche
  2. Feines, helles Bohrmehl (sogenanntes „Rieselmehl"), das aus den Löchern rieselt oder sich darunter sammelt
  3. Adulte Käfer auf Fensterbänken oder an Lichtquellen (April–August)
  4. Hohlklingendes Holz bei Klopfproben auf befallene Stellen
Parkettkäfer (Lyctus linearis) in typischer Umgebung – Befall erkennen und bekämpfen
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Schadensspuren

AnzeichenBeschreibung
AusfluglöcherRund, 1–2 mm, gleichmäßig verteilt
BohrmehlSehr fein, hell, talkähnlich, rieselt bei Erschütterung
HolzsubstanzBei starkem Befall pulverartig zerfallen
KäferfundeLanggestreckte, 2,5–5 mm große, rotbraune Käfer

Wichtig: Das Vorhandensein von Ausfluglöchern zeigt an, dass bereits mindestens eine Generation den Entwicklungszyklus abgeschlossen hat. Frisches Bohrmehl weist auf einen aktiven Befall hin, während leere Löcher ohne Bohrmehl auf einen bereits abgeklungenen Befall hindeuten können.

Vorbeugende Maßnahmen

Zur Vorbeugung gegen Parkettkäferbefall empfehlen sich folgende Maßnahmen:

Holzauswahl und -behandlung

  • Verwendung von oberflächenbehandeltem oder versiegeltem Holz (lackiert, geölt, gewachst)
  • Bevorzugung von Kernholz gegenüber Splintholz, da Kernholz stärkearm ist
  • Einsatz von technisch getrocknetem Holz mit reduziertem Stärkegehalt
  • Kontrolle von importiertem Laubholz auf Befallsanzeichen vor der Verarbeitung

Lagerung und Verarbeitung

  • Holzlager trocken und gut belüftet halten
  • Unbehandeltes Eichenholz nicht über längere Zeit ungeschützt lagern
  • Regelmäßige Sichtkontrolle auf Ausfluglöcher und Bohrmehl

In Wohnräumen

  • Parkettböden regelmäßig auf kleine Löcher und Bohrmehlreste kontrollieren
  • Verdächtige Stellen zeitnah von einem Fachmann untersuchen lassen
WICHTIGER HINWEIS
Bei starkem oder wiederkehrendem Schädlingsbefall empfehlen wir dringend die Konsultation eines professionellen Schädlingsbekämpfers. Eigenständige Bekämpfungsmaßnahmen können bei unsachgemäßer Anwendung gesundheitliche Risiken bergen oder den Befall verschlimmern. Die Informationen in diesem Artikel dienen der Aufklärung und ersetzen keine professionelle Schädlingsbekämpfung.


Bekämpfung: Was hilft bei einem Parkettkäfer Befall?

Professionelle Bekämpfung

Die Bekämpfung des Parkettkäfers sollte von einem Fachbetrieb für Holz- und Bautenschutz durchgeführt werden. Folgende Methoden stehen zur Verfügung:

Heißluftverfahren (thermische Bekämpfung)

Das Heißluftverfahren ist eine effektive und umweltschonende Methode zur Bekämpfung aller Entwicklungsstadien:

  • Lufttemperatur: 105–120 °C
  • Abtötungstemperatur: 55 °C im Holzkern für mindestens 60 Minuten
  • Abtötung aller Stadien (Eier, Larven, Puppen, Käfer)
  • Vorteil: Keine chemischen Rückstände
  • Nachteil: Kein vorbeugender Langzeitschutz

Kältebehandlung

  • Temperatur: mindestens -20 °C
  • Dauer: mindestens eine Woche
  • Geeignet für kleinere befallene Gegenstände (Möbel, Bilderrahmen)

Begasung mit Sulfurylfluorid

  • Abtötung aller Entwicklungsstadien
  • Geeignet bei großflächigem Befall
  • Wichtig: Nur von zugelassenen Fachbetrieben durchzuführen

Mikrowellenverfahren

  • Kann bei eingebautem Parkett angewendet werden
  • Lokale Erwärmung des befallenen Holzes
  • Nur von Fachbetrieben durchzuführen

Hinweis: Die Zulassung von Biozidprodukten unterliegt der EU-Biozidverordnung 528/2012 und kann sich ändern. Aktuelle Informationen finden Sie bei der BAuA.

Eigenmaßnahmen

Bei geringem Befall einzelner Gegenstände können folgende Maßnahmen versucht werden:

  • Befallenes Holz austauschen: Bei Parkettbefall ist der Austausch der betroffenen Dielen häufig die einfachste Lösung
  • Kältebehandlung: Kleine befallene Gegenstände für mindestens eine Woche bei -20 °C in den Tiefkühler legen
  • Monitoring: Ausfluglöcher mit Papier oder Klebeband abdecken und auf frische Löcher kontrollieren, um die Aktivität des Befalls einzuschätzen

Bei ausgedehntem Befall oder bei Unsicherheit über den Umfang sollte grundsätzlich ein Fachbetrieb hinzugezogen werden.

Parkettkäfer: Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich einen Parkettkäferbefall?

Typische Anzeichen sind kleine, runde Ausfluglöcher mit einem Durchmesser von 1 bis 2 mm in der Holzoberfläche sowie sehr feines, helles Bohrmehl, das sich unter den Löchern sammelt oder bei Erschütterung herausrieselt. Während der Flugzeit von April bis August können auch die erwachsenen Käfer (2,5–5 mm, rotbraun) an Fensterbänken oder Lichtquellen gefunden werden.

Welches Holz befällt der Parkettkäfer?

Der Parkettkäfer befällt vorwiegend das stärkereiche Splintholz weitporiger Laubhölzer, insbesondere Eiche, Esche, Ulme und tropische Hölzer wie Limba und Abachi. Nadelhölzer und Buche werden nicht befallen. Voraussetzung für einen Befall ist ein Stärkegehalt von mindestens 3 % im Splintholz.

Ist der Parkettkäfer gefährlich für Menschen?

Der Parkettkäfer stellt keine direkte Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Er beißt und sticht nicht. Die Gefahr liegt in den materiellen Schäden an Holzprodukten wie Parkett, Möbeln und Holzkonstruktionen.

Wie lange dauert die Entwicklung des Parkettkäfers?

Der gesamte Entwicklungszyklus beträgt unter typischen Bedingungen rund ein Jahr, kann sich bei ungünstigen Verhältnissen (niedrige Holzfeuchte, geringer Stärkegehalt) jedoch auf bis zu zwei Jahre oder länger ausdehnen. Die Larvalentwicklung ist ab einer Holzfeuchte von 7 bis 8 % möglich, optimal bei 16 %.

Kann ich Parkettkäfer selbst bekämpfen?

Bei geringem Befall einzelner Gegenstände ist eine Kältebehandlung bei -20 °C für mindestens eine Woche möglich. Bei Parkettbefall ist der Austausch der betroffenen Dielen häufig die einfachste Lösung. Bei ausgedehntem oder wiederkehrendem Befall sollte ein Fachbetrieb für Holz- und Bautenschutz hinzugezogen werden.

Wie unterscheidet sich der Parkettkäfer vom Holzwurm?

Der Parkettkäfer (2,5–5 mm) ist schmaler und langgestreckter als der Gemeine Nagekäfer bzw. Holzwurm (Anobium punctatum, 3–5 mm). Während der Parkettkäfer vorwiegend stärkereiches Laubholz-Splintholz befällt, greift der Holzwurm auch Nadelholz und Kernholz an. Die Ausfluglöcher beider Arten sind rund und 1–2 mm groß, das Bohrmehl des Parkettkäfers ist jedoch deutlich feiner und talkähnlich.

Klingt ein Parkettkäferbefall von selbst ab?

Ja, ein Befall kann nach etwa 10 bis 15 Jahren von selbst abklingen, da der Stärkegehalt im Holz durch bakteriellen Abbau unter den für die Larven notwendigen Schwellenwert von 3 % sinkt. Allerdings kann in diesem Zeitraum bereits erheblicher Schaden entstanden sein, weshalb eine frühzeitige Bekämpfung empfohlen wird.

Quellen und weiterführende Informationen

Deutsche Fachquellen

Internationale wissenschaftliche Quellen


Über unsere*n Autor*in
Kirsten Weißbacher
Kirsten hat Germanistik in Hamburg studiert und im Anschluss ein Volontariat gemacht. Nach ihrem Start in der Unternehmenskommunikation eines lokalen Herstellers wechselte sie in die freiberufliche Tätigkeit. Seit Februar 2024 ist Kirsten bei Digitale Seiten und schreibt dort Ratgeber zu Handwerksthemen aller Art.