Die Pharaoameise (Monomorium pharaonis) gehört zu den bedeutendsten Hygieneschädlingen weltweit. Diese winzige, ursprünglich aus tropischen und subtropischen Regionen stammende Ameisenart hat sich durch den internationalen Warenverkehr weltweit verbreitet und ist heute in beheizten Gebäuden aller Kontinente anzutreffen. Aufgrund ihrer Fähigkeit, zahlreiche Krankheitserreger zu übertragen, stellt sie insbesondere in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und lebensmittelverarbeitenden Betrieben ein ernstes hygienisches Problem dar.
- Aussehen: Wie sieht die Pharaoameise aus?
- Entwicklung und Lebenszyklus der Pharaoameise
- Lebensweise und Verhalten von Pharaoameisen
- Vermehrung und Fortpflanzung
- Vorkommen und Verbreitung
- Bedeutung des Schädlings Monomorium pharaonis
- Gesundheitliche Risiken bei einem Pharaoameisen Befall
- Pharaoameisen Befall erkennen
- Vorbeugende Maßnahmen
- Bekämpfung: Was hilft bei einem Pharaoameisen Befall?
- Pharaoameise: Häufig gestellte Fragen
- Quellen und weiterführende Informationen
Die Bekämpfung der Pharaoameise gilt als besonders anspruchsvoll, da die Kolonien durch sogenanntes "Budding" (Kolonieteilung) auf Störungen reagieren und sich so über größere Gebäudebereiche ausbreiten können. Dies macht sie zu einem der am schwierigsten zu bekämpfenden Haushaltsschädlinge überhaupt.
Aussehen: Wie sieht die Pharaoameise aus?
Erkennungsmerkmale
Die Pharaoameise ist eine der kleinsten Ameisenarten. Die Arbeiterinnen erreichen eine Körperlänge von nur etwa 1,5 bis 2 mm und sind damit kaum mit bloßem Auge zu erkennen. Die Körperfärbung variiert von hellbraun über gelblich bis rötlich-braun, wobei der Hinterleib (Gaster) häufig dunkler gefärbt ist.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Körperlänge Arbeiterin | 1,5-2 mm |
| Körperlänge Königin | ca. 4 mm |
| Körperlänge Männchen | ca. 2 mm |
| Färbung | Hellbraun bis gelblich-rötlich |
| Augen | Klein, etwa 6-8 Ommatidien |
Als Knotenameise (Myrmicinae) besitzt die Pharaoameise zwischen dem mittleren Körperabschnitt (Mesosoma) und dem Hinterleib zwei charakteristische Stielchenglieder (Petiolus und Postpetiolus). Die Antennen sind zwölfgliedrig und enden in einer deutlich abgesetzten dreigliedrigen Fühlerkeule. Epinotaldornen (Dornen am hinteren Teil des Mesosomas) fehlen bei dieser Art.
Unterscheidung zu ähnlichen Arten
Die Pharaoameise kann mit anderen kleinen, gelblich-braunen Ameisenarten verwechselt werden:
- Schwarzkopfameise (Tapinoma melanocephalum): Besitzt einen charakteristisch dunklen Kopf, der bei der gleichmäßig gefärbten Pharaoameise fehlt.
- Rasenameise (Tetramorium caespitum): Deutlich größer (3-4 mm), dunkler gefärbt und im Freien nistend.
- Plagiolepis-Arten: Ähnliche Größe, jedoch nur ein Stielchenglied statt zwei.
Die Kombination aus gleichmäßig hellbrauner Färbung, winziger Größe, zwei Stielchengliedern und dreigliedriger Fühlerkeule ermöglicht eine sichere Bestimmung.
Entwicklung und Lebenszyklus der Pharaoameise
Entwicklungsstadien
Die Pharaoameise durchläuft eine vollständige Verwandlung (Holometabolie) mit vier Entwicklungsstadien:
| Stadium | Beschreibung | Dauer |
|---|---|---|
| Ei | Winzig, weißlich, oval | 5-7 Tage |
| Larve | Weißlich, mehrere Häutungen | 19-24 Tage |
| Puppe | Weißlich, unbeweglich | 9-12 Tage |
| Imago | Ausgewachsene Ameise | – |
Die Larven durchlaufen mehrere Entwicklungsstadien (Instars) und werden von den Arbeiterinnen gefüttert und gepflegt. Bereits ab dem zweiten Larvenstadium lassen sich zukünftige Arbeiterinnen von Geschlechtstieren unterscheiden: Arbeiterinnenlarven besitzen zahlreiche gegabelte Haare, während Larven der Geschlechtstiere fast kahl und etwa doppelt so groß sind.
Entwicklungsdauer
Die Gesamtentwicklung vom Ei zur adulten Arbeiterin dauert unter optimalen Bedingungen etwa 36 bis 45 Tage.
| Kastentyp | Entwicklungsdauer (Ei bis Adult) |
|---|---|
| Arbeiterin | 36-45 Tage |
| Königin | 42-44 Tage |
| Männchen | 42-44 Tage |
Hinweis zu abweichenden Quellenangaben: Verschiedene wissenschaftliche Quellen geben leicht unterschiedliche Entwicklungszeiten an. Das Institut für Schädlingskunde und US-amerikanische Universitäten (University of Florida, Texas A&M) dokumentieren Werte zwischen 36 und 45 Tagen für Arbeiterinnen, wobei Temperatur und Nahrungsangebot die Entwicklungsdauer beeinflussen.
Lebensweise und Verhalten von Pharaoameisen
Aktivitätsmuster
Die Pharaoameise ist ganzjährig aktiv, da sie in unseren Breiten ausschließlich in beheizten Gebäuden überleben kann. Sie zeigt keine ausgeprägte Tag-Nacht-Rhythmik und kann zu jeder Tageszeit beobachtet werden. Die Arbeiterinnen bilden Ameisenstraßen zu Nahrungsquellen und können dabei erhebliche Entfernungen zurücklegen.
Temperatur- und Feuchtigkeitsansprüche
Die Pharaoameise hat spezifische Umweltanforderungen:
| Parameter | Optimum |
|---|---|
| Vorzugstemperatur | über 26-27 °C |
| Luftfeuchtigkeit | ca. 80 % |
| Minimaltemperatur | ca. 18 °C |
Sie bevorzugt warme, feuchte Standorte in der Nähe von Wasser- und Nahrungsquellen. In Wohngebäuden werden daher Küchen und Badezimmer besonders häufig besiedelt.
Nahrung und Ernährung
Die Ernährung der Pharaoameise ist vielseitig. Es wird sowohl eiweißhaltige als auch kohlenhydratreiche Nahrung aufgenommen:
- Süße Substanzen (Zucker, Honig, Sirup)
- Proteinquellen (Fleisch, Käse, tote Insekten)
- Fette und Öle
- Diverse Lebensmittelreste
In Krankenhäusern wurden Pharaoameisen nachweislich in Wundverbänden, an Infusionsschläuchen und sogar in sterilen Verpackungen gefunden, da sie auf der Suche nach Flüssigkeit und Proteinen auch ungewöhnliche Orte aufsuchen.
Vermehrung und Fortpflanzung
Fortpflanzungsverhalten
Anders als bei vielen anderen Ameisenarten findet die Paarung der Pharaoameise direkt im Nest statt. Es gibt keine Schwarmflüge. Die Kopulation erfolgt etwa drei bis vier Tage nach dem Schlüpfen der Geschlechtstiere. Die begatteten Jungköniginnen beginnen sechs bis neun Tage nach dem Schlupf mit der Eiablage.
Koloniestruktur und Vermehrungsrate
Pharaoameisenkolonien sind polygyn, das heißt, sie enthalten mehrere bis zahlreiche Königinnen:
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Königinnen pro Kolonie | bis zu 2.000 |
| Eiablage pro Königin | ca. 10-35 pro Tag / 350-400 gesamt |
| Lebensdauer Königin | 4-12 Monate |
| Lebensdauer Arbeiterin | ca. 9-10 Wochen (63-70 Tage) |
| Lebensdauer Männchen | 3-5 Wochen |
Die Koloniegründung erfolgt vorwiegend durch sogenanntes "Budding": Eine Gruppe von Arbeiterinnen wandert zusammen mit einer oder mehreren Königinnen und Brut aus und gründet ein Zweignest. Diese Ausbreitungsstrategie macht die Bekämpfung besonders schwierig.
Vorkommen und Verbreitung
Ursprüngliche Verbreitung
Die genaue Herkunft der Pharaoameise ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt. Während einige Quellen Afrika als Ursprungsregion vermuten, deuten andere auf Südasien oder Indien hin. Ursprünglich war sie in tropischen und subtropischen Regionen beheimatet. Durch den weltweiten Handel wurde sie auf alle Kontinente verschleppt und gilt heute als invasive Art.
Verbreitung in Gebäuden
In Mitteleuropa kann die Pharaoameise den Winter nur in beheizten Gebäuden überleben. Typische Befallsorte sind:
- Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen: Warmräume, Intensivstationen, Neugeboreneneinheiten
- Lebensmittelbetriebe: Bäckereien, Großküchen, Gaststätten
- Wohngebäude: Küchen, Badezimmer, Heizungskeller
- Gewerbebetriebe: Bürogebäude, Hotels, Wäschereien
Die Nester werden in schwer zugänglichen Hohlräumen angelegt: in Wandritzen, unter Fliesen, hinter Fußleisten, in Elektroinstallationen oder sogar in medizinischen Geräten.
Einschleppungswege
Die Verschleppung erfolgt häufig durch:
- Befallene Lebensmittel und Verpackungen
- Tierfutter
- Wäsche aus befallenen Wäschereien
- Gebrauchte Möbel und Elektrogeräte
- Pflanzen und Blumenerde
Bedeutung des Schädlings Monomorium pharaonis
Schadwirkung
Die Pharaoameise verursacht sowohl hygienische als auch materielle Schäden:
Hygienische Bedeutung:
- Übertragung pathogener Mikroorganismen
- Kontamination von Lebensmitteln und Oberflächen
- Verschleppung von Krankheitskeimen in sterile Bereiche
Materielle Schäden:
- Beschädigung von Elektroinstallationen (Kurzschlüsse, Kabelbrände)
- Eindringen in empfindliche elektronische Geräte
- Kontamination und Vernichtung von Lebensmittelvorräten
Wirtschaftliche Schäden
In gewerblichen Betrieben kann ein Pharaoameisenbefall erhebliche Kosten verursachen:
- Aufwendige, langwierige Bekämpfungsmaßnahmen (bis zu einem Jahr)
- Vernichtung kontaminierter Waren
- Imageschäden und Kundenverlust
- In Krankenhäusern: verlängerte Patientenaufenthalte durch Infektionen
- Mögliche Verstöße gegen Hygienevorschriften gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG)
Gesundheitliche Risiken bei einem Pharaoameisen Befall
Krankheitsübertragung
Die Pharaoameise kann eine Vielzahl humanpathogener Mikroorganismen übertragen. Wissenschaftliche Studien haben den Transport folgender Erreger nachgewiesen:
| Erregergruppe | Nachgewiesene Gattungen/Arten |
|---|---|
| Salmonellen | Salmonella spp. |
| Staphylokokken | Staphylococcus spp., S. epidermidis |
| Streptokokken | Streptococcus spp., S. pyogenes |
| Pseudomonaden | Pseudomonas aeruginosa |
| Clostridien | Clostridium spp. |
| Weitere | Klebsiella, Enterobacter, Serratia, Enterococcus |
Besonders kritisch ist die dokumentierte Übertragung multiresistenter Keime (MRSA) in Krankenhäusern.
Kontamination
Die gesundheitlichen Risiken entstehen durch:
- Mechanische Verschleppung von Keimen auf Körper und Beinen der Ameisen
- Kontamination von Wunden und Verbandsmaterial
- Verunreinigung von Lebensmitteln und Oberflächen
- Eindringen in Infusionssysteme und sterile Verpackungen
Studien zeigten eine Kontaminationsrate von bis zu 38,3 % bei Pharaoameisen in Krankenhausumgebungen.
Allergien
Zusätzlich kann die Pharaoameise bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen. Die Ameisen besitzen zwar einen Stachel, stechen Menschen jedoch in der Regel nicht.
Pharaoameisen Befall erkennen
Befallsanzeichen
Typische Anzeichen für einen Pharaoameisenbefall:
- Lebende Ameisen: Winzige (1,5-2 mm), hellbraune Ameisen, oft in Ameisenstraßen
- Bevorzugte Orte: In der Nähe von Wasserquellen, Lebensmitteln, Wärmequellen
- Aktivität: Ganzjährig, bei jeder Tageszeit
Da die Arbeiterinnen extrem klein sind, wird ein Befall häufig erst bemerkt, wenn die Population bereits groß ist und die Tiere in größerer Zahl auftreten.
Nistplätze
Pharaoameisennester befinden sich typischerweise an:
- Hohlräumen in Wänden und Decken
- Hinter Fliesen und Fußleisten
- In Elektroinstallationen und Schaltkästen
- Unter Bodenbelägen
- In Heizungs- und Lüftungsschächten
- In Falzen von Verpackungen
Vorbeugende Maßnahmen
Eine vollständige Vorbeugung gegen Pharaoameisen ist schwierig, da sie passiv eingeschleppt werden können. Risikominimierung ist jedoch möglich:
- Wareneingangskontrolle: Lieferungen auf Ameisenbefall prüfen
- Hygiene: Lebensmittelreste sofort beseitigen, Oberflächen sauber halten
- Abdichtung: Ritzen und Fugen verschließen
- Temperaturmanagement: Unnötig warme Bereiche vermeiden
- Monitoring: Regelmäßige Kontrollen in gefährdeten Bereichen
- Müllentsorgung: Abfälle in geschlossenen Behältern, regelmäßige Entsorgung
- Pflanzen: Neue Pflanzen und Blumenerde auf Befall kontrollieren
In Krankenhäusern und Lebensmittelbetrieben sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich:
- Regelmäßiges professionelles Monitoring mit Köderfallen
- Schulung des Personals zur Erkennung von Befallsanzeichen
- Dokumentation und sofortige Meldung bei Verdacht
Bekämpfung: Was hilft bei einem Pharaoameisen Befall?
Professionelle Bekämpfung
Die Bekämpfung der Pharaoameise erfordert in nahezu allen Fällen professionelle Schädlingsbekämpfung. Wichtige Aspekte:
Bekämpfungsstrategie:
- Flächendeckende Behandlung des gesamten Befallsbereichs
- Langfristige Bekämpfung über mehrere Monate
- Einsatz von Fraßködern als Methode der Wahl
- Vermeidung von Kontaktinsektiziden (führen zu Kolonieteilung)
Eingesetzte Wirkstoffe:
| Wirkstoff | Wirkungsweise |
|---|---|
| Imidacloprid | Nervengift, verzögerte Wirkung |
| S-Methopren | Insektenwachstumsregler (IGR) |
| Indoxacarb | Nervengift mit Zeitverzögerung |
| Borsäure | Fraßgift mit langsamer Wirkung |
Hinweis: Die Zulassung von Biozidprodukten unterliegt der EU-Biozidverordnung und kann sich ändern. Aktuelle Informationen finden Sie bei der BAuA.
Bekämpfungsdauer:
- Erste Erfolge nach etwa sechs Wochen möglich
- Vollständige Tilgung oft erst nach 6-12 Monaten sicher
- Anschließendes Monitoring erforderlich
Warum Sprühinsektizide kontraproduktiv sind
Der Einsatz von Kontaktinsektiziden und Sprühmitteln ist bei Pharaoameisen kontraproduktiv:
- Nur Arbeiterinnen außerhalb des Nests werden getötet
- Königinnen und Brut bleiben geschützt im Nest
- Stress führt zu verstärktem Budding (Kolonieteilung)
- Der Befall wird verschlimmert und weiter verbreitet
Eigenmaßnahmen
Eigenständige Bekämpfungsversuche sind bei Pharaoameisen wenig erfolgversprechend und können den Befall verschlimmern. Dennoch können folgende Maßnahmen unterstützend wirken:
- Alle alternativen Nahrungsquellen beseitigen
- Lebensmittel in dicht schließenden Behältern aufbewahren
- Oberflächen gründlich reinigen
- Wasserlecks beheben
- Professionelle Hilfe hinzuziehen
Wichtig: Verwenden Sie keine handelsüblichen Ameisensprays oder -pulver, da diese die Situation verschlimmern können.
Pharaoameise: Häufig gestellte Fragen
Wie gefährlich sind Pharaoameisen für die Gesundheit?
Pharaoameisen sind ernst zu nehmende Hygieneschädlinge, da sie nachweislich zahlreiche Krankheitserreger übertragen können. Besonders in Krankenhäusern stellen sie eine Gefahr dar, wo sie Erreger wie Salmonellen, Staphylokokken, Streptokokken und sogar multiresistente Keime verschleppen können. Für gesunde Menschen im Privathaushalt ist das Risiko geringer, aber befallene Lebensmittel sollten grundsätzlich entsorgt werden.
Warum sind Pharaoameisen so schwer zu bekämpfen?
Die Schwierigkeit der Bekämpfung ergibt sich aus mehreren Faktoren: Die Kolonien enthalten bis zu 2.000 Königinnen, die ständig Nachwuchs produzieren. Bei Störung teilen sich die Kolonien durch "Budding" und bilden neue Nester an anderen Stellen. Die winzige Größe ermöglicht das Nisten in schwer zugänglichen Hohlräumen. Herkömmliche Insektizide töten nur die sichtbaren Arbeiterinnen und lösen weitere Kolonieteilung aus.
Wie erkenne ich einen Pharaoameisenbefall frühzeitig?
Achten Sie auf sehr kleine (ca. 2 mm), gleichmäßig hellbraune Ameisen, besonders in Küche und Bad, in der Nähe von Wasserquellen und warmen Stellen. Da die Tiere so klein sind, wird ein Befall oft erst bei größerer Population bemerkt. Regelmäßige Kontrollen in gefährdeten Bereichen und der Einsatz von Köderstationen können eine Früherkennung ermöglichen.
Können Pharaoameisen im Winter überleben?
In Mitteleuropa können Pharaoameisen nur in beheizten Gebäuden überwintern. Sie benötigen Temperaturen von mindestens 18 °C und bevorzugen Bereiche über 26 °C. Im Freien oder in unbeheizten Räumen sterben sie bei winterlichen Temperaturen ab. Genau deshalb konzentriert sich der Befall auf warme Innenräume.
Wie lange dauert eine professionelle Bekämpfung?
Die vollständige Beseitigung eines Pharaoameisenbefalls dauert typischerweise sechs Monate bis zu einem Jahr. In günstigen Fällen können erste Erfolge nach etwa sechs Wochen sichtbar werden. Eine sichere Tilgung erfordert jedoch eine längerfristige Behandlung mit regelmäßigem Monitoring, um alle Nester und Nebennester zu erreichen.
Übertragen Pharaoameisen Krankheiten auch im Privathaushalt?
Ja, Pharaoameisen können auch im Privathaushalt Krankheitserreger übertragen, wenn sie über kontaminierte Oberflächen (Müll, Abflüsse) laufen und dann Lebensmittel oder Küchenoberflächen besuchen. Das Risiko ist jedoch geringer als in Krankenhäusern, wo sie mit besonders gefährlichen Keimen in Kontakt kommen können. Dennoch sollte ein Befall ernst genommen und professionell bekämpft werden.
Kann ich Pharaoameisen mit Hausmitteln bekämpfen?
Hausmittel wie Backpulver, Essig oder Zimt sind bei Pharaoameisen wirkungslos oder sogar kontraproduktiv. Sie töten bestenfalls einzelne Arbeiterinnen und können durch Stress eine Kolonieteilung auslösen, wodurch sich der Befall ausbreitet. Für eine erfolgreiche Bekämpfung sind spezielle Fraßköder mit verzögert wirkenden Wirkstoffen erforderlich, die nur über Schädlingsbekämpfer erhältlich sind.
Quellen und weiterführende Informationen
Deutsche Fachquellen
- Institut für Schädlingskunde: https://schaedlingskunde.de/schaedlinge/steckbriefe/ameisen/pharaoameise-monomorium-pharaonis/pharaoameise-monomorium-pharaonis/
- Deutscher Schädlingsbekämpfer-Verband e.V.: https://www.dsvonline.de/dsv/fuer-verbraucher/schaedlingsverzeichnis/pharaoameise.php
Internationale wissenschaftliche Quellen
- University of Florida, IFAS Extension: https://edis.ifas.ufl.edu/publication/IN533
- Texas A&M University, Urban Entomology: https://urbanentomology.tamu.edu/urban-pests/ants/pharoah/
- Animal Diversity Web: https://animaldiversity.org/accounts/Monomorium_pharaonis/