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Pelzmotte (Tinea pellionella)

Kirsten Weißbacher
Verfasst von Kirsten Weißbacher
Zuletzt aktualisiert: 09. Februar 2026
Lesedauer: 12 Minuten
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Die Pelzmotte (Tinea pellionella), im englischen Sprachraum als „Casemaking Clothes Moth" bekannt, gehört zur Familie der Echten Motten (Tineidae). Sie ist ein bedeutender Textilschädling, dessen Larven Pelze, Wolle, Federn und andere keratinhaltige Materialien befallen. Charakteristisch für diese Art ist die tragbare Gespinströhre, die von den Larven aus Seidenfäden und Fraßmaterialien gefertigt und ständig mitgeführt wird.

Ursprünglich stammt die Pelzmotte aus Europa, wo sie gemäßigte und relativ kühle mediterrane Gebiete besiedelte. Heute ist sie weltweit verbreitet und kommt unter anderem in Nordamerika, Australien und Neuseeland vor. In beheizten Gebäuden kann sie sich ganzjährig entwickeln und vermehren.

Aussehen: Wie sieht die Pelzmotte aus?

Erkennungsmerkmale

Die Pelzmotte zeigt einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus bei der Größe. Männliche Falter erreichen eine Flügelspannweite von 9 bis 13 mm, während Weibchen mit 11 bis 17 mm Spannweite größer werden. Die Vorderflügel sind lehmgelb gefärbt und tragen in der Regel drei dunkle Flecken, wobei gelegentlich nur ein Fleck sichtbar ist. Die kleineren Hinterflügel schimmern hellgrau bis gelblich. Beide Flügelpaare weisen am Hinterrand charakteristische Fransen auf.

Die Larven sind weiß bis gelblich gefärbt mit einer bräunlichen Kopfkapsel und erreichen eine Länge von 10 bis 11 mm. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal ist das einzelne Punktauge (Ocellus) auf jeder Kopfseite.

Typische Merkmale der Pelzmotte:

MerkmalAusprägung
Flügelspannweite (Männchen)9–13 mm
Flügelspannweite (Weibchen)11–17 mm
VorderflügelfarbeLehmgelb mit dunklen Flecken
HinterflügelfarbeHellgrau bis gelblich
Larvenlänge10–11 mm
LarvenfarbeWeiß bis gelblich

Unterscheidung zu ähnlichen Arten

Die Pelzmotte wird häufig mit der Kleidermotte (Tineola bisselliella) verwechselt. Wichtige Unterscheidungsmerkmale sind:

  • Färbung: Die Pelzmotte ist lehmgelb mit dunklen Flecken, während die Kleidermotte einheitlich strohgelb erscheint.
  • Larvenverhalten: Pelzmotten-Larven fertigen eine tragbare Gespinströhre an, die sie überallhin mitnehmen. Kleidermotten-Larven spinnen dagegen Gespinste direkt auf dem Substrat.
  • Kopfkapsel: Pelzmotten-Larven haben nur ein Ocellus pro Kopfseite, Kleidermotten-Larven besitzen mehrere.
  • Größe: Pelzmotten sind tendenziell etwas größer als Kleidermotten (Körperlänge 4–9 mm bei der Kleidermotte).

Entwicklung und Lebenszyklus der Pelzmotte

Entwicklungsstadien

Die Pelzmotte durchläuft eine vollständige Metamorphose mit vier Entwicklungsstadien: Ei, Larve, Puppe und Imago (adultes Tier).

Eistadium: Die Weibchen legen ihre Eier einzeln oder in kleinen Gruppen auf dem Nährsubstrat ab. Die Eier sind oval, elfenbeinfarben und etwa 1 mm groß.

Larvenstadium: Nach dem Schlupf beginnen die Larven sofort mit dem Bau ihrer charakteristischen Gespinströhre aus Seidendrüsensekret. Diese Röhre wird nicht am Substrat befestigt, sondern ständig mitgetragen – ein Verhalten, das der Art im Englischen den Namen „Casemaking Clothes Moth" eingebracht hat. Die Röhre wird mit zunehmendem Wachstum der Larve durch seitliche Schlitze und dreieckige Einsätze aus neuem Material erweitert.

Puppenstadium: Die Verpuppung erfolgt innerhalb der Gespinströhre, die die Larve bereits während der gesamten Larvalentwicklung mitgeführt hat.

Imago: Die adulten Falter sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie fliegen nur ungern und laufen bevorzugt, wenn sie gestört werden.

Entwicklungsdauer

Hinweis zu abweichenden Quellenangaben: Bei der Anzahl der Larvenhäutungen und der Eizahl unterscheiden sich deutsche und internationale Quellen erheblich. Das Institut für Schädlingskunde gibt 3 bis 4 Häutungen und etwa 100 Eier pro Weibchen an, während US-amerikanische Universitätsquellen (UC Davis, Penn State) 5 bis 45 Häutungen und 40 bis 50 Eier dokumentieren. Diese Unterschiede können auf verschiedene Untersuchungsbedingungen und Populationen zurückzuführen sein.

StadiumDauer (optimal)Dauer (ungünstig)
Ei4–10 Tagebis zu 3 Wochen
Larveca. 50 Tagebis zu 2,5 Jahre
Puppe8–10 Tage3–4 Wochen
Gesamtca. 2 Monatemehrere Jahre

Unter optimalen Laborbedingungen (26 °C ± 8 °C, 82 % ± 10 % Luftfeuchtigkeit) können 3 bis 4 Generationen pro Jahr entstehen. In Mitteleuropa entwickeln sich unter natürlichen Bedingungen typischerweise 2 Generationen jährlich.

Lebensweise und Verhalten von Pelzmotten

Aktivitätsmuster

Adulte Pelzmotten sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Sie meiden direktes Licht und ziehen sich bei Störung in dunkle Verstecke zurück. Anders als viele andere Mottenarten fliegen Pelzmotten nur selten und bevorzugen das Laufen als Fortbewegungsart.

Die Larven sind lichtscheu und halten sich bevorzugt in dunklen, ungestörten Bereichen auf – etwa in Schränken, unter Möbeln oder in Lagerräumen. Sie können sich sowohl vorwärts als auch rückwärts in ihrer Gespinströhre bewegen.

Nahrung und Ernährung

Die Larven der Pelzmotte können das Strukturprotein Keratin verdauen, das in Haaren, Federn und Wolle vorkommt. Dies macht sie zu spezialisierten Fressern an tierischen Materialien.

Bevorzugte Nahrungsquellen der Larven:

  • Pelze und Felle
  • Wolle und Wollprodukte
  • Federn und Daunen
  • Leder
  • Tierpräparate (Dermoplastiken)
  • Vogelbälge und Säugetiersammlungen

Die Larven wurden auch an pflanzlichen und tierischen Vorratsprodukten gefunden, darunter Fischmehl, Milchpulver, Tabak, Gewürze und Hanf.

Die adulten Falter nehmen keine Nahrung auf und leben von den während der Larvalentwicklung angelegten Reserven.

Vermehrung und Fortpflanzung

Fortpflanzungsverhalten

Die Paarung erfolgt kurz nach dem Schlupf der Imagines. Weibliche Pelzmotten beginnen innerhalb von 1 bis 2 Tagen nach dem Schlupf mit der Eiablage. Die Eier werden einzeln oder in kleinen Gruppen direkt auf dem Nährsubstrat abgelegt, bevorzugt an geschützten, dunklen Stellen.

Vermehrungsrate

ParameterDeutsche FachquellenInternationale Quellen
Eizahl pro Weibchenca. 10040–50
Eiablageperiodebis 30 Tage2–3 Wochen
Lebensdauer Weibchenca. 30 Tage15–30 Tage
Generationen/Jahr (Mitteleuropa)22

In beheizten Gebäuden ist eine ganzjährige Fortpflanzung möglich, da die Entwicklung auch in den Wintermonaten fortschreiten kann.

Vorkommen und Verbreitung

Natürliche Lebensräume

Die Pelzmotte stammt ursprünglich aus Europa und besiedelte dort gemäßigte sowie kühlere mediterrane Klimazonen. In der Natur findet man sie in Vogelnestern, Säugetierhorsten und anderen Ansammlungen keratinhaltiger Materialien.

Verbreitung in/an Gebäuden

Die Pelzmotte ist heute weltweit verbreitet und kommt synanthrop – also in enger Verbindung mit dem Menschen – vor. In Deutschland findet man sie hauptsächlich in:

  • Privathaushalten (Kleiderschränke, Lagerräume)
  • Museen und Sammlungen (Tierpräparate, Textilien)
  • Pelzlagern und Kürschnereien
  • Teppichlagern und Möbelhäusern
  • Lagerräumen mit tierischen Produkten

Der Befall erfolgt häufig durch bereits befallene Textilien, Pelze oder Gebrauchtwaren. Auch durch offene Fenster können Falter in Gebäude einfliegen.

Bedeutung des Schädlings Tinea pellionella

Schadwirkung

Die Pelzmotte wird als Material- und Textilschädling eingestuft. Der Schaden entsteht ausschließlich durch den Fraß der Larven – adulte Falter nehmen keine Nahrung auf und verursachen keinen direkten Schaden.

Die Fraßschäden äußern sich durch:

  • Unregelmäßige Löcher und kahle Stellen in Textilien
  • Beschädigte Pelzoberflächen mit ausgefressenen Haaren
  • Fraßspuren an Leder und Tierpräparaten
  • Zurückbleibende Gespinströhren und Kotkrümel

Wirtschaftliche Schäden

Die wirtschaftliche Bedeutung der Pelzmotte liegt vor allem in der Beschädigung wertvoller Textilien und Sammlungsobjekte. Besonders betroffen sind:

  • Hochwertige Pelzmäntel und Pelzprodukte
  • Museumssammlungen mit Tierpräparaten
  • Historische Textilien und Teppiche
  • Wollkleidung und Kaschmirprodukte

Im Vergleich zur Kleidermotte (Tineola bisselliella) ist die Pelzmotte allerdings wirtschaftlich weniger bedeutend.

Befallene Materialien

Die Larven befallen bevorzugt:

MaterialBefallsintensität
Pelze und FelleSehr hoch
Wolle und WollwarenHoch
Federn und DaunenHoch
LederMittel
TierpräparateHoch
Mit Wolle gemischte TextilienMittel

Rein pflanzliche oder synthetische Fasern werden in der Regel nicht befallen, können jedoch beschädigt werden, wenn sie mit tierischen Fasern vermischt oder mit ölhaltigen Substanzen verschmutzt sind.

Fraßschäden an Textilien

Typische Fraßschäden der Pelzmotte sind:

  • An Pelzen: Ausgefressene Haarwurzeln, kahle Stellen, die oft von Gespinstresten bedeckt sind
  • An Wolle: Unregelmäßige Löcher, bevorzugt an versteckten Stellen wie Kragen, Manschetten oder Falten
  • An Federn: Zerfressene Federfahnen und -kiele
  • An Leder: Oberflächliche Fraßspuren, insbesondere an Nähten und Rändern

Die Schäden entstehen meist an dunklen, ungestörten Stellen und werden oft erst bei der saisonalen Nutzung der Kleidung bemerkt.



Gesundheitliche Risiken bei einem Pelzmotten Befall

Direkte Gefahren

Die Pelzmotte stellt keine direkte Gesundheitsgefahr für den Menschen dar. Sie stechen, beißen oder übertragen keine Krankheiten.

Indirekte Folgen

Bei sensiblen Personen können folgende Reaktionen auftreten:

  • Allergische Reaktionen: Kot, Häutungsreste und Gespinstmaterialien können bei empfindlichen Personen allergische Symptome der Atemwege auslösen.
  • Staub und Partikel: Durch befallene Materialien können feine Partikel in die Raumluft gelangen.

Diese Reaktionen sind jedoch vergleichsweise selten und treten vorwiegend bei starkem Befall in geschlossenen Räumen auf.

Pelzmotten Befall erkennen

Befallsanzeichen

Einen Pelzmottenbefall erkennt man an folgenden Anzeichen:

  • Sichtbare Falter: Kleine, lehmgelbe Motten mit dunklen Flecken auf den Flügeln, die bei Störung davonlaufen statt zu fliegen
  • Gespinströhren: Charakteristische, zigarrenförmige Röhren von etwa 10 mm Länge auf oder in der Nähe befallener Materialien
  • Fraßschäden: Löcher und kahle Stellen an Wolle, Pelz oder Federn
  • Kotkrümel: Kleine, sandkornartige Ausscheidungen in der Nähe der Fraßstellen
  • Leere Puppenhüllen: Nach dem Schlupf der Falter zurückbleibende Hüllen
Pelzmotte (Tinea pellionella) in typischer Umgebung – Befall erkennen und bekämpfen
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Schadensspuren

Die Schadensspuren unterscheiden sich je nach befallenem Material:

  • Pelze: Kreisrunde oder unregelmäßige kahle Stellen, oft mit Gespinstresten
  • Wolltextilien: Unregelmäßige Löcher, bevorzugt an versteckten Stellen
  • Polstermöbel: Fraßspuren unter Sitzkissen oder an der Unterseite
  • Teppiche: Kahle Stellen, besonders unter Möbeln und in Ecken

Vorbeugende Maßnahmen

Folgende Maßnahmen helfen, einen Pelzmottenbefall zu verhindern:

Lagerung:

  • Saisonkleidung vor dem Einlagern gründlich reinigen (Waschen oder chemische Reinigung)
  • Textilien in luftdicht verschließbaren Behältern oder Kleidersäcken aufbewahren
  • Pelze kühl lagern (idealerweise in professionellen Pelzkühlhäusern)

Regelmäßige Kontrolle:

  • Kleiderschränke und Lagerräume regelmäßig kontrollieren
  • Textilien gelegentlich bewegen und lüften
  • Dunkle Ecken und versteckte Bereiche im Blick behalten

Reinigung:

  • Regelmäßiges Staubsaugen, besonders unter Möbeln und in Ecken
  • Flusen und Haare entfernen, die als Nahrungsquelle dienen können
  • Kleiderschränke regelmäßig auswischen

Abschreckende Maßnahmen:

  • Lavendelsäckchen oder Zedernholz können einen gewissen abschreckenden Effekt haben
  • Pheromonfallen zur Befallsüberwachung einsetzen
WICHTIGER HINWEIS
Bei starkem oder wiederkehrendem Schädlingsbefall empfehlen wir dringend die Konsultation eines professionellen Schädlingsbekämpfers. Eigenständige Bekämpfungsmaßnahmen können bei unsachgemäßer Anwendung gesundheitliche Risiken bergen oder den Befall verschlimmern. Die Informationen in diesem Artikel dienen der Aufklärung und ersetzen keine professionelle Schädlingsbekämpfung.


Bekämpfung: Was hilft bei einem Pelzmotten Befall?

Professionelle Bekämpfung

Bei starkem oder großflächigem Befall sollte ein professioneller Schädlingsbekämpfer hinzugezogen werden. Professionelle Methoden umfassen:

  • Wärmebehandlung: Erhitzen der befallenen Räume oder Materialien auf über 50 °C für mehrere Stunden
  • Begasung: Einsatz von zugelassenen Begasungsmitteln in geschlossenen Räumen (nur durch zertifizierte Fachleute)
  • Kältebehandlung: Tiefgefrieren befallener Objekte bei -18 °C oder kälter für mehrere Tage
  • Kontaktinsektizide: Einsatz von Pyrethroiden oder anderen zugelassenen Wirkstoffen

Hinweis: Die Zulassung von Biozidprodukten unterliegt der EU-Biozidverordnung und kann sich ändern. Aktuelle Informationen finden Sie bei der BAuA.

Eigenmaßnahmen

Bei geringem Befall können folgende Maßnahmen helfen:

Thermische Behandlung:

  • Waschbare Textilien bei mindestens 50 °C (besser 60 °C) waschen
  • Nicht waschbare Textilien mindestens 30 Minuten bei über 50 °C erhitzen
  • Befallene Gegenstände für mehrere Tage bei -18 °C einfrieren

Mechanische Bekämpfung:

  • Gründliches Staubsaugen aller betroffenen Bereiche
  • Ausklopfen und Ausbürsten von Textilien im Freien
  • Entfernen stark befallener Materialien

Monitoring:

  • Pheromonfallen aufstellen, um männliche Falter zu fangen und den Befallsverlauf zu überwachen
  • Regelmäßige Kontrolle auch nach Bekämpfungsmaßnahmen

Pelzmotte: Häufig gestellte Fragen

Wie unterscheide ich die Pelzmotte von der Kleidermotte?

Die Pelzmotte (Tinea pellionella) ist lehmgelb mit meist drei dunklen Flecken auf den Vorderflügeln, während die Kleidermotte (Tineola bisselliella) einheitlich strohgelb gefärbt ist. Der wichtigste Unterschied liegt jedoch bei den Larven: Pelzmotten-Larven fertigen eine tragbare Gespinströhre, die sie überallhin mitnehmen, während Kleidermotten-Larven Gespinste direkt auf dem Substrat spinnen.

Können Pelzmotten synthetische Stoffe befallen?

Pelzmotten-Larven ernähren sich von Keratin, einem Protein, das nur in tierischen Materialien wie Wolle, Pelz und Federn vorkommt. Rein synthetische Stoffe werden daher nicht befallen. Allerdings können Mischgewebe aus synthetischen und tierischen Fasern sowie verschmutzte Synthetikkleidung beschädigt werden.

Wie lange dauert die Entwicklung einer Pelzmotte?

Unter optimalen Bedingungen kann der gesamte Entwicklungszyklus von der Eiablage bis zum adulten Falter in etwa 2 Monaten abgeschlossen sein. Bei niedrigen Temperaturen oder mangelhafter Nahrung kann die Entwicklung jedoch mehrere Jahre dauern, da die Larven sehr widerstandsfähig sind.

Fliegen Pelzmotten zum Licht?

Nein, im Gegensatz zu vielen anderen Mottenarten meiden Pelzmotten direktes Licht. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv und laufen bei Störung lieber davon, als zu fliegen. Wenn Sie eine Motte am Licht sehen, handelt es sich wahrscheinlich nicht um eine Pelzmotte.

Kann ich Pelzmotten mit Lavendel vertreiben?

Lavendel, Zedernholz und andere natürliche Duftstoffe können einen gewissen abschreckenden Effekt auf adulte Pelzmotten haben. Gegen einen bereits vorhandenen Larvenbefall sind sie jedoch wirkungslos. Sie eignen sich daher eher zur Vorbeugung als zur Bekämpfung.

Wie schütze ich wertvolle Pelze vor Mottenbefall?

Wertvolle Pelze sollten vor der Einlagerung professionell gereinigt werden. Die beste Lagerung erfolgt in professionellen Pelzkühlhäusern bei niedrigen Temperaturen und kontrollierter Luftfeuchtigkeit. Alternativ können Pelze in luftdicht verschließbaren Behältern mit Mottenstreifen gelagert werden. Regelmäßige Kontrollen sind unerlässlich.

Sind Pelzmotten gesundheitsschädlich?

Pelzmotten stellen keine direkte Gesundheitsgefahr dar. Sie stechen und beißen nicht und übertragen keine Krankheiten. Bei empfindlichen Personen können jedoch Kot, Häutungsreste und Gespinstmaterialien allergische Reaktionen der Atemwege auslösen. Dies ist jedoch selten und tritt vorwiegend bei starkem Befall auf.

Quellen und weiterführende Informationen

Deutsche Fachquellen

Internationale wissenschaftliche Quellen


Über unsere*n Autor*in
Kirsten Weißbacher
Kirsten hat Germanistik in Hamburg studiert und im Anschluss ein Volontariat gemacht. Nach ihrem Start in der Unternehmenskommunikation eines lokalen Herstellers wechselte sie in die freiberufliche Tätigkeit. Seit Februar 2024 ist Kirsten bei Digitale Seiten und schreibt dort Ratgeber zu Handwerksthemen aller Art.