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	<title>Z &#8211; Schädlingslexikon: Schädlinge von A bis Z</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Weißbacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 09:38:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Z]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Zwölfzähnige Kiefernborkenkäfer (Ips sexdentatus) ist ein großer Kiefernborkenkäfer mit hoher forstlicher Bedeutung. In warmen und trockenen Jahren kann die Art lokal massenhaft auftreten und erhebliche Schäden in Kiefernwäldern verursachen.Aus Managementsicht ist die Kombination aus schneller Populationszunahme und schwer früh erkennbaren Befallsherden entscheidend. Ohne enges Monitoring steigen Ausfall- und Folgekosten schnell an.Aussehen: Wie sieht Zwölfzähniger [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Zwölfzähnige Kiefernborkenkäfer (<em>Ips sexdentatus</em>) ist ein großer Kiefernborkenkäfer mit hoher forstlicher Bedeutung. In warmen und trockenen Jahren kann die Art lokal massenhaft auftreten und erhebliche Schäden in Kiefernwäldern verursachen.</p><p>Aus Managementsicht ist die Kombination aus schneller Populationszunahme und schwer früh erkennbaren Befallsherden entscheidend. Ohne enges Monitoring steigen Ausfall- und Folgekosten schnell an.</p><h2>Aussehen: Wie sieht Zwölfzähniger Kiefernborkenkäfer aus?</h2><h3>Erkennungsmerkmale</h3><p>Adulte Tiere sind im Vergleich zu vielen anderen Kiefernborkenkäfern relativ groß und dunkel gefärbt. In Fachquellen werden häufig Längen um etwa 5,5 bis 8 mm genannt.</p><p>Typisch ist der stark eingetiefte Flügeldeckenabsturz mit je sechs Zähnchen pro Seite, worauf der deutsche Name Bezug nimmt.</p><h3>Unterscheidung zu ähnlichen Arten</h3><p>Verwechslungen sind vor allem mit anderen <em>Ips</em>-Arten möglich. Die sichere Trennung erfolgt über Körpergröße, Zahl/Anordnung der Zähnchen am Absturz und das Gangbild unter der Rinde.</p><p>Für belastbare Diagnosen reicht ein einzelnes Merkmal nicht aus; Käfer- und Fraßbild sollten gemeinsam bewertet werden.</p><h2>Entwicklung und Lebenszyklus des Zwölfzähnigen Kiefernborkenkäfers</h2><h3>Entwicklungsstadien</h3><p>Die Entwicklung erfolgt über Ei, Larve, Puppe und Adulttier im Bast- und Kambialbereich der Wirtsbäume. Nach dem Schlupf fliegen Jungkäfer aus und können neue Brutbäume besiedeln.</p><p>Unter günstigen Bedingungen laufen Entwicklungsphasen schnell ab, wodurch sich Befallswellen in kurzer Zeit verstärken können.</p><h3>Entwicklungsdauer</h3><p>Die Entwicklungsdauer ist temperaturabhängig und regional unterschiedlich. In Mitteleuropa wird häufig ein bis zwei Generationen pro Jahr beschrieben, mit Variation durch Witterung und Standort.</p><table>
<thead>
<tr>
<th align="left">Parameter</th>
<th align="left">Belastbarer Bereich aus den Quellen</th>
</tr>
</thead>
<tbody><tr>
<td align="left">Körpergröße</td>
<td align="left">häufig ca. 5,5–8 mm</td>
</tr>
<tr>
<td align="left">Hauptwirt</td>
<td align="left">Kiefer (<em>Pinus</em> spp.)</td>
</tr>
<tr>
<td align="left">Generationen pro Jahr</td>
<td align="left">meist 1–2 (witterungsabhängig)</td>
</tr>
</tbody></table><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div class="callout"><div class="head">Benötigen Sie Hilfe bei der Schädlingsbekämpfung?</div><div class="body">Erhalten Sie Angebote von Fachbetrieben in Ihrer Nähe.</div><button type="button" class="get-the-angebote" data-et-type="CTA-Banner">Jetzt unverbindlich Anfrage stellen</button></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2>Lebensweise und Verhalten von Zwölfzähnigen Kiefernborkenkäfern</h2><h3>Aktivitätsmuster</h3><p>Die Art ist in warmen Monaten besonders aktiv. Ein erhöhter Befallsdruck entsteht vor allem nach Trockenstress, Sturmereignissen oder bei anhaltend hohem Brutmaterialangebot.</p><p>Befall kann sowohl an geschwächten stehenden Bäumen als auch an liegendem Material auftreten.</p><h3>Nahrung und Ernährung</h3><p>Schadrelevant sind Larven im Bastbereich, die den Assimilattransport unterbrechen. Adulte Tiere sind für Einbohrung, Anlage neuer Brutplätze und Ausbreitung verantwortlich.</p><p>Die Art wirkt dadurch direkt auf Baumvitalität und Bestandsstabilität.</p><h2>Vermehrung und Fortpflanzung</h2><h3>Fortpflanzungsverhalten</h3><p>Nach dem Einbohren legen Weibchen Brutgänge an und platzieren Eier entlang der Gangstrukturen. Larven entwickeln sich in Seitengängen und verpuppen sich unter der Rinde.</p><p>Der Fortpflanzungserfolg steigt deutlich, wenn geeignetes Material über längere Zeit unentnommen bleibt.</p><h3>Vermehrungsrate</h3><p>Einheitliche Eizahlwerte pro Weibchen variieren zwischen Quellen und Standorten; für die Praxis zählt vor allem die nachweisbare Fähigkeit zu schneller Populationszunahme in günstigen Jahren. Deshalb ist die operative Befallsdynamik wichtiger als ein isolierter Literaturwert.</p><p>Entscheidend sind Flugverlauf, Brutmaterialangebot und Reaktionsgeschwindigkeit im Bestand.</p><h2>Vorkommen und Verbreitung</h2><h3>Natürliche Lebensräume</h3><p><em>Ips sexdentatus</em> ist in Europa und angrenzenden Regionen verbreitet und eng an Kiefernökosysteme gebunden. Die Art kann in trockenen, wärmeren Lagen besonders schadrelevant werden.</p><p>In Regionen mit wiederkehrendem Trockenstress wird eine erhöhte Aufmerksamkeit im Waldschutz empfohlen.</p><h3>Verbreitung in/an Gebäuden</h3><p>Eine dauerhafte Innenraumbesiedlung ist nicht typisch. Relevanz entsteht primär über Holzlager, Transport und befallsfähiges Nadelholzmaterial in Gebäudenähe.</p><p>Der Schwerpunkt liegt damit klar im Forst- und Holzlogistikbereich.</p><h2>Bedeutung des Schädlings Ips sexdentatus</h2><h3>Schadwirkung</h3><p>Die Art verursacht durch unterrindigen Fraß deutliche Leitgewebeschäden bis hin zum Absterben befallener Bäume. Bei Massenvermehrung kann die Schadwirkung großflächig werden.</p><p>Zusätzliche Folgeschäden durch sekundäre Organismen und Qualitätsverluste im Holz sind häufig.</p><h3>Befallene Holzarten</h3><p>Hauptwirte sind Kiefernarten, regional auch weitere Nadelhölzer in geringerem Umfang. Besonders befallsgefährdet sind vorgeschädigte Bäume, Sturmholz und nicht rechtzeitig aufgearbeitetes Material.</p><p>Das konkrete Wirtsbild variiert je nach Region und Bestandsstruktur.</p><h3>Fraßgänge und Bohrlöcher</h3><p>Typisch sind sternförmige bis fächerartige Gangsysteme unter der Rinde mit nachfolgendem Ausfluglochbild. Frisches Bohrmehl ist ein zentraler Frühindikator.</p><p>Bei fortgeschrittenem Befall zeigen sich Rindenablösung, Kronenverfärbung und Vitalitätsverlust.</p><h3>Wirtschaftliche Schäden</h3><p>Wirtschaftliche Schäden umfassen Zuwachs- und Mengenverluste, Qualitätsminderung, erhöhte Ernte- und Logistikkosten sowie Mehraufwand im Waldschutzmonitoring. In Befallsjahren können Schäden regional erhebliche Größenordnungen erreichen.</p><p>Schnelle Sanitation entscheidet wesentlich über die Schadenshöhe.</p><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><button class="get-the-angebote">Jetzt unverbindlich anfragen &amp; Schädlingsbekämpfer finden!</button><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><h2>Gesundheitliche Risiken bei einem Zwölfzähnigen Kiefernborkenkäfer Befall</h2><h3>Direkte Gefahren</h3><p>Der Zwölfzähnige Kiefernborkenkäfer ist kein Stech- oder Hygieneschädling des Menschen. Direkte gesundheitliche Risiken sind daher nicht zentral.</p><p>Eine relevante Krankheitsübertragung im üblichen Innenraumkontext ist nicht belegt.</p><h3>Indirekte Folgen</h3><p>Indirekte Risiken bestehen durch geschwächte oder abgestorbene Bäume mit erhöhter Verkehrssicherheitsrelevanz. Für Haushygiene ist die Art dagegen nachrangig.</p><p>Im Fokus stehen forstliche Material- und Sicherheitsfolgen.</p><h2>Zwölfzähniger Kiefernborkenkäfer Befall erkennen</h2><h3>Befallsanzeichen</h3><p>Frühe Zeichen sind Bohrmehl, Einbohrstellen und lokale Kronensymptome. Später folgen Rindenablösung, deutliche Verfärbung und reduzierte Vitalität.</p><p>Regelmäßige Kontrollen in Risikozeiten verbessern die Chance auf frühe Intervention.</p><figure class="wp-block-image size-large">
  <img decoding="async" src="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/schaedlingsvernichtung/2026/04/zwoelfzaehniger-kiefernborkenkaefer-intext.webp" alt="Zwölfzähniger Kiefernborkenkäfer (Ips sexdentatus) in typischer Umgebung – Befall erkennen und bekämpfen">
  <figcaption>© Schaedlingsvernichtung.de</figcaption>
</figure><h3>Schadensspuren</h3><p>Typische Spuren sind:</p><ul>
<li>frisches Bohrmehl an Stamm und Rindenritzen</li>
<li>charakteristische Gangsysteme unter der Rinde</li>
<li>Ausfluglöcher nach Entwicklungsabschluss</li>
<li>Kronenverfärbung und Ast-/Triebschwäche</li>
</ul><h2>Vorbeugende Maßnahmen</h2><p>Vorbeugung beruht auf Waldschutzmonitoring und konsequenter Holzlogistik.</p><ul>
<li>geschwächte Kiefern früh identifizieren und priorisieren</li>
<li>Sturm- und Bruchholz rasch aufarbeiten</li>
<li>befallsfähiges Material nicht unnötig lagern</li>
<li>Monitoring in Wärme- und Trockenphasen verdichten</li>
<li>Befallsschwerpunkte regional abgestimmt bearbeiten</li>
</ul><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead">WICHTIGER HINWEIS</div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Bei starkem oder wiederkehrendem Befall in Kiefernbeständen sollten Waldbesitzende umgehend das zuständige Forstamt, die Revierleitung oder den regionalen Waldschutzdienst einbeziehen. Für forstliche Borkenkäfer gelten andere Zuständigkeiten und Reaktionsfristen als im urbanen Schädlingsmanagement. Die Informationen in diesem Artikel dienen der Aufklärung und ersetzen keine forstfachliche Diagnose oder behördliche Anordnung.</div></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><button class="get-the-angebote">Jetzt unverbindlich anfragen &amp; Schädlingsbekämpfer finden!</button><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><h2>Bekämpfung: Was hilft bei einem Zwölfzähnigen Kiefernborkenkäfer Befall?</h2><h3>Professionelle Bekämpfung</h3><p>Professionelle Bekämpfung umfasst frühzeitige Befallsdiagnostik, rasche Sanitation und koordiniertes Bestandsmanagement durch Forstbetriebe bzw. Waldschutzstellen. Maßgeblich ist die Unterbrechung der Entwicklungszyklen durch zeitgerechte Entnahme bzw. Behandlung befallenen Materials.</p><p>In Befallsschwerpunkten sind flächenbezogene Priorisierung und kurze Reaktionszeiten entscheidend.</p><h3>Eigenmaßnahmen</h3><ol>
<li>Verdächtige Bäume und Bohrmehlsignale dokumentieren.</li>
<li>Frisch befallenes Material nicht unkontrolliert lagern.</li>
<li>Kleinere Bestände engmaschig auf neue Herde prüfen.</li>
<li>Fäll- und Abfuhrtermine an Flugphasen anpassen.</li>
<li>Bei wiederkehrendem Befall das zuständige Forstamt oder den regionalen Waldschutzdienst einbeziehen.</li>
</ol><h2>Zwölfzähniger Kiefernborkenkäfer: Häufig gestellte Fragen</h2><h3>Warum gilt die Art als besonders problematisch?</h3><p>Weil sie groß ist, viel Schaden unter der Rinde verursacht und in günstigen Jahren rasch hohe Dichten erreichen kann.</p><h3>Befällt sie nur kranke Bäume?</h3><p>Vor allem geschwächte Bäume sind gefährdet. Bei starkem Populationsdruck können jedoch auch weniger vorgeschädigte Bäume betroffen sein.</p><h3>Wie viele Generationen entstehen pro Jahr?</h3><p>In vielen Regionen eine bis zwei Generationen, abhängig von Witterung und Standort.</p><h3>Ist die Art ein Wohnraumschädling?</h3><p>Nein, der Schwerpunkt liegt im Wald- und Holzlagerkontext.</p><h3>Ist der Käfer gesundheitlich gefährlich?</h3><p>Direkte Gesundheitsgefahren sind nicht zentral; relevant sind Material- und Sicherheitsfolgen im Bestand.</p><h3>Was ist die wichtigste Sofortmaßnahme?</h3><p>Frisches Befallsmaterial schnell erfassen, priorisieren und fachgerecht aus dem Entwicklungszyklus nehmen.</p><h2>Quellen und weiterführende Informationen</h2><h3>Deutsche Fachquellen</h3><ul>
<li>Sachsenforst: Forstlich bedeutende Borkenkäferarten
<a href="https://www.wald.sachsen.de/forstlich-bedeutende-borkenkaferarten-6490.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.wald.sachsen.de/forstlich-bedeutende-borkenkaferarten-6490.html</a></li>
<li>Landkreis Bautzen, Allgemeinverfügung zu rindenbrütenden Käfern
<a href="https://www.landkreis-bautzen.de/download/landrat/122021_vom_24.03.2021.pdf" target="_blank" rel="noopener">https://www.landkreis-bautzen.de/download/landrat/122021_vom_24.03.2021.pdf</a></li>
</ul><h3>Internationale wissenschaftliche Quellen</h3><ul>
<li>EPPO Global Database, <em>Ips sexdentatus</em> (Overview)
<a href="https://gd.eppo.int/taxon/IPSXSE" target="_blank" rel="noopener">https://gd.eppo.int/taxon/IPSXSE</a></li>
<li>Alb-Donau-Kreis: Forstamt ruft zu Kontrollen auf
<a href="https://www.alb-donau-kreis.de/startseite/dienstleistungen%2Bservice/pr-141%2Bborkenkaefer%2Baufdemvormarsch_%2Bforstamt%2Bruft%2Bzu%2Bkontrollen%2Bauf.html" target="_blank" rel="noopener">https://www.alb-donau-kreis.de/startseite/dienstleistungen%2Bservice/pr-141%2Bborkenkaefer%2Baufdemvormarsch_%2Bforstamt%2Bruft%2Bzu%2Bkontrollen%2Bauf.html</a></li>
</ul>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<link>https://www.schaedlingsvernichtung.de/lexikon/zitruswickler</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Weißbacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 14:55:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Z]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Julius Kühn-Institut führt Thaumatotibia leucotreta deutsch als Zitruswickler; die belgische Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette verwendet für denselben Schädling die Bezeichnung Falscher Apfelwickler. Nach der JKI-Statusseite gilt die Art für Deutschland als getilgt und für die Europäische Union als nicht festgestellt, bleibt aber ein prioritäter Unionsquarantäneschädling. Praktisch relevant ist sie vor allem über [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Julius Kühn-Institut führt <em>Thaumatotibia leucotreta</em> deutsch als Zitruswickler; die belgische Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette verwendet für denselben Schädling die Bezeichnung Falscher Apfelwickler. Nach der JKI-Statusseite gilt die Art für Deutschland als getilgt und für die Europäische Union als nicht festgestellt, bleibt aber ein prioritäter Unionsquarantäneschädling. Praktisch relevant ist sie vor allem über importierte Früchte, fruchttragende Pflanzen und geschützte Kulturen. (<a href="https://kompendium.julius-kuehn.de/mediaPublic/Schaedlingsdatenblaetter/ARGPLE_3-2022.pdf" title="https://kompendium.julius-kuehn.de/mediaPublic/Schaedlingsdatenblaetter/ARGPLE_3-2022.pdf" target="_blank" rel="noopener">JKI Kompendium</a>)</p><h2>Aussehen: Wie sieht Zitruswickler aus?</h2><h3>Erkennungsmerkmale</h3><p>Der adulte Falter ist klein und unauffällig. Amtliche Quellen beschreiben eine Körperlänge von etwa 7–10 mm; die DEFRA-Factsheet nennt 7–8 mm Körperlänge und 15–20 mm Flügelspannweite. Die Grundfarbe ist grau- bis dunkelbraun, mit feinen dunklen Halbmondzeichnungen auf den Vorderflügeln und einem weißen Schuppenfleck; die Larven werden voll entwickelt 12–20 mm lang und variieren farblich von blass bis rosa oder orange-rot bei deutlich dunklerer Kopfkapsel. Eier sind kleiner als 1 mm, oval abgeflacht, zunächst blassgelb und kurz vor dem Schlupf durchscheinend. (<a href="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" title="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" target="_blank" rel="noopener">Plant Health Portal</a>)</p><h3>Unterscheidung zu ähnlichen Arten</h3><p>Larven und Schadbilder können mit anderen Wicklern verwechselt werden, insbesondere mit dem Apfelwickler (<em>Cydia pomonella</em>) und der Orientalischen Fruchtmotte (<em>Grapholita molesta</em>). Für die Bestimmung des adulten Männchens ist die helle, taschen- beziehungsweise schlüssellochförmige Schuppentasche am Hinterflügel besonders wichtig; das USDA-CAPS-Datenblatt hebt dieses Merkmal als brauchbares Unterscheidungszeichen hervor. Zusätzlich grenzt die Wirtspflanzenwahl ab: Nach dem CAPS-Datenblatt gehören Äpfel und Birnen nicht zu den Wirten von <em>T. leucotreta</em>, auch wenn Pheromonfallen in Kernobstanlagen Falter fangen können. </p><h2>Entwicklung und Lebenszyklus</h2><h3>Entwicklungsstadien</h3><p>Der Lebenszyklus verläuft vom Ei über fünf Larvenstadien zur Puppe und zum adulten Falter; eine Diapause wird in den amtlichen Quellen nicht beschrieben. Die Eiablage erfolgt direkt auf Früchten oder auf benachbartem Laub. Nach dem Schlupf bohren sich die Junglarven in die Frucht ein, fressen verborgen im Fruchtinneren und verlassen die Frucht erst als reife Larven, um sich im Boden, in Spalten oder in Fruchtabfällen zu verpuppen. Das eigentliche Schadstadium ist die Larve. (<a href="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" title="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" target="_blank" rel="noopener">Plant Health Portal</a>)</p><h3>Entwicklungsdauer</h3><p>Die Entwicklungsdauer ist stark temperaturabhängig. Die DEFRA-Factsheet nennt 30–174 Tage für den gesamten Zyklus bei einem Entwicklungsoptimum um 25°C; das USDA-CAPS-Datenblatt nennt für das Ei 6–22 Tage und für die Larvenentwicklung 12–33 Tage bei warmem Wetter beziehungsweise bis zu 70 Tage bei kühleren Bedingungen. Vor der eigentlichen Verpuppung kann eine 2–27 Tage dauernde Präpuppenphase liegen; die Emergenz der Falter nach der Verpuppung wird mit 11–47 Tagen angegeben. (<a href="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" title="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" target="_blank" rel="noopener">Plant Health Portal</a>)</p><p>Bei der Zahl der Generationen pro Jahr zeigen amtliche Quellen eine relevante Spannweite. DEFRA nennt 2–5 Generationen pro Jahr unter natürlichen Bedingungen und bis zu 10 in Kultur, während das USDA-CAPS-Datenblatt für Südafrika 4–10 nicht klar getrennte Generationen pro Jahr aufführt. Für die Praxis ist deshalb wichtiger als eine starre Jahreszahl, dass Temperatur, Photoperiode, Luftfeuchte und das kontinuierliche Angebot geeigneter Wirtspflanzen die Populationsentwicklung stark beeinflussen. (<a href="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" title="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" target="_blank" rel="noopener">Plant Health Portal</a>)</p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div class="callout"><div class="head">Benötigen Sie Hilfe bei der Schädlingsbekämpfung?</div><div class="body">Erhalten Sie Angebote von Fachbetrieben in Ihrer Nähe.</div><button type="button" class="get-the-angebote" data-et-type="CTA-Banner">Jetzt unverbindlich Anfrage stellen</button></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2>Lebensweise und Verhalten</h2><h3>Aktivitätsmuster</h3><p>Der Zitruswickler ist dämmerungs- bis nachtaktiv. Tagsüber halten sich die Falter verborgen an schattigen Pflanzenteilen auf; nachts werden Paarung und Eiablage relevant. Unter geeigneten warmen Bedingungen kann die Art ganzjährig aktiv bleiben, zugleich beschreiben die amtlichen Quellen die Falter als eher schwache Flieger mit meist lokaler Ausbreitung über einige hundert Meter. (<a href="https://www.pflanzenschutzdienst.at/geregelte-schaedlinge/prioritaere-uqs/thaumatotibia-leucotreta" title="https://www.pflanzenschutzdienst.at/geregelte-schaedlinge/prioritaere-uqs/thaumatotibia-leucotreta" target="_blank" rel="noopener">Pflanzenschutzdienst</a>)</p><h3>Nahrung und Ernährung</h3><p>Die Larven sind innere Fruchtfresser. Sie entwickeln sich im Fruchtfleisch, bei <em>Capsicum</em> auch an den Samen. Zur Zahl der Wirtspflanzen nennen amtliche Quellen unterschiedliche Größenordnungen von mehr als 50 beziehungsweise mehr als 70 Arten; als besonders wichtige Wirte werden unter anderem <em>Capsicum</em>, <em>Citrus</em>, <em>Prunus persica</em>, <em>Punica granatum</em>, Baumwolle, Avocado, Litschi, Macadamia und Mais genannt. (<a href="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" title="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" target="_blank" rel="noopener">Plant Health Portal</a>)</p><h2>Vermehrung und Fortpflanzung</h2><h3>Fortpflanzungsverhalten</h3><p>Die Anlockung der Männchen erfolgt über Sexualpheromone des Weibchens. Das USDA-CAPS-Datenblatt beschreibt, dass die Pheromonfreisetzung mehrere Stunden nach Einbruch der Dunkelheit beginnt und etwa fünf Stunden später ihren Höhepunkt erreicht. Nach der Paarung werden die Eier einzeln oder in kleinen Gruppen direkt auf Früchte oder auf benachbarte Blätter abgelegt; bevorzugt werden laut den zitierten Quellen auch reife oder vorgeschädigte Früchte. (<a href="https://caps.ceris.purdue.edu/wp-content/uploads/2025/07/Thaumatotibia_leucotreta_CAPS_Datasheet_12.30.2022.pdf" title="https://caps.ceris.purdue.edu/wp-content/uploads/2025/07/Thaumatotibia_leucotreta_CAPS_Datasheet_12.30.2022.pdf" target="_blank" rel="noopener">CAPS</a>)</p><h3>Vermehrungsrate</h3><p>Die Fekundität ist deutlich temperaturabhängig. Das USDA-CAPS-Datenblatt nennt im Mittel 456 Eier pro Weibchen bei 25°C und weniger als 90 Eier pro Weibchen bei 15°C, während die DEFRA-Factsheet als Obergrenze bis zu 800 Eier pro Weibchen angibt. Auch bei der adulten Lebensdauer gibt es Spannweiten: USDA-CAPS nennt 14–34 Tage für Männchen und 16–48 Tage für Weibchen, die DEFRA-Factsheet für Weibchen 16–70 Tage. (<a href="https://caps.ceris.purdue.edu/wp-content/uploads/2025/07/Thaumatotibia_leucotreta_CAPS_Datasheet_12.30.2022.pdf" title="https://caps.ceris.purdue.edu/wp-content/uploads/2025/07/Thaumatotibia_leucotreta_CAPS_Datasheet_12.30.2022.pdf" target="_blank" rel="noopener">CAPS</a>)</p><h2>Vorkommen und Verbreitung</h2><h3>Natürliche Lebensräume</h3><p>Der natürliche Verbreitungsschwerpunkt ist afro-tropisch beziehungsweise in Subsahara-Afrika; das JKI konkretisiert das Vorkommen mit mittlerem und südlichem Afrika sowie Israel. Für Deutschland weist das JKI die Art als getilgt aus, für die Europäische Union als nicht festgestellt. Die Art ist damit in Europa vor allem ein Einschleppungs- und Quarantänerisiko, nicht aber ein etablierter Freilandschädling. (<a href="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" title="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" target="_blank" rel="noopener">Plant Health Portal</a>)</p><h3>Verbreitung in/an Gebäuden</h3><p>In Mitteleuropa entsteht Relevanz vor allem durch den Import und das innerbetriebliche Verbringen von Früchten oder fruchttragenden Pflanzen. Das JKI verweist auf einen niederländischen Gewächshausausbruch, der wahrscheinlich auf importierte Paprika zurückging; AGES bewertet für Österreich insbesondere permanent beheizte Glashausanlagen mit fortlaufendem Wirtspflanzenangebot als gefährdet. Die DEFRA-Factsheet empfiehlt Pheromonfallen besonders an Standorten, die potenziell befallene Ware oder Pflanzen aus Afrika oder Israel packen oder gleichzeitig Wirtspflanzen kultivieren. (<a href="https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/dokumente/upload/Thaumatotibia-leucotreta_exprPRA.pdf" title="Thaumatotibia leucotreta - Express-PRA" target="_blank" rel="noopener">Pflanzengesundheit</a>)</p><h2>Bedeutung als Schädling</h2><h3>Schadwirkung</h3><p>Der Schaden entsteht vor allem durch verborgenen Innenfraß der Larven. Von außen sind häufig nur kleine oxidierte Einstiche oder eingesunkene braune Flecken sichtbar; im Inneren entstehen Fraßhöhlen und größere Mengen Kot. In Citrus und Chilis begünstigt der Fraß zusätzlich sekundäre Besiedlung durch Schimmel, Bakterien und Fäulnisorganismen, sodass die Ware schnell an Qualität verliert. (<a href="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" title="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" target="_blank" rel="noopener">Plant Health Portal</a>)</p><h3>Wirtschaftliche Schäden</h3><p>Die wirtschaftliche Relevanz ist hoch. In der JKI-Express-PRA werden für Südafrika häufig 10–20% Ernteverluste in Citrus-Kulturen genannt, 28% in Pfirsich-Kulturen und 42–90% in Baumwolle in Uganda. Hinzu kommen Kosten durch Sortierverluste, phytosanitäre Maßnahmen, Monitoring, Tilgung und Handelsbeschränkungen bei Import- und Exportware. (<a href="https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/dokumente/upload/Thaumatotibia-leucotreta_exprPRA.pdf" title="Thaumatotibia leucotreta - Express-PRA" target="_blank" rel="noopener">Pflanzengesundheit</a>)</p><h3>Befallene Lebensmittel</h3><p>Im Vorrats- und Warenkontext sind vor allem frische Früchte und Fruchtgemüse betroffen, nicht trockene Lagerprodukte. Amtliche Quellen nennen insbesondere Zitrusfrüchte, Chili/Paprika, Pfirsich beziehungsweise Nektarine und Granatapfel; weitere wichtige Wirte sind unter anderem Avocado, Litschi und Macadamia. Für die Kontrolle ist entscheidend, dass Larven in äußerlich zunächst wenig auffälligen Früchten mittransportiert werden können. (<a href="https://www.pflanzenschutzdienst.at/geregelte-schaedlinge/prioritaere-uqs/thaumatotibia-leucotreta" title="https://www.pflanzenschutzdienst.at/geregelte-schaedlinge/prioritaere-uqs/thaumatotibia-leucotreta" target="_blank" rel="noopener">Pflanzenschutzdienst</a>)</p><h3>Lagerschäden</h3><p>In Handels- und Lagerketten problematisch ist die verdeckte Entwicklung im Inneren der Ware. Die DEFRA-Factsheet betont, dass gerade Larven regelmäßig in gehandelten Commodities bewegt und deshalb oft erst bei Kontrollen oder nach dem Aufschneiden erkennbar werden. Sekundäre Fäulnis, bakterielle Zersetzung, Kot und innere Hohlräume machen befallene Chargen rasch unverkäuflich. (<a href="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" title="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" target="_blank" rel="noopener">Plant Health Portal</a>)</p><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><button class="get-the-angebote">Jetzt unverbindlich anfragen &amp; Schädlingsbekämpfer finden!</button><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><h2>Gesundheitliche Risiken</h2><h3>Direkte Gefahren</h3><p>Die konsultierten amtlichen und wissenschaftlichen Quellen beschreiben <em>T. leucotreta</em> als Pflanzenschädling an Früchten und Kulturpflanzen. Angaben zu Stich-, Biss- oder Giftwirkungen auf Menschen werden dort nicht beschrieben. Für Haushalte und Betriebe steht deshalb kein unmittelbarer Angriff auf den Menschen, sondern der Schaden an Ware und Kulturpflanzen im Vordergrund. (<a href="https://www.pflanzenschutzdienst.at/geregelte-schaedlinge/prioritaere-uqs/thaumatotibia-leucotreta" title="https://www.pflanzenschutzdienst.at/geregelte-schaedlinge/prioritaere-uqs/thaumatotibia-leucotreta" target="_blank" rel="noopener">Pflanzenschutzdienst</a>)</p><h3>Indirekte Folgen</h3><p>Indirekt relevant sind verdorbene Früchte mit Fraßhöhlen, Kot, Schimmel- und Bakterienbesiedlung. Die DEFRA-Factsheet dokumentiert nach Larvenfraß eine beschleunigte Verderbnis von Citrus- und Chili-Früchten. Eine artspezifische Krankheitsübertragung auf Menschen wird in den konsultierten amtlichen Quellen dagegen nicht belastbar belegt; beschrieben wird vielmehr Warenverderb und Qualitätsverlust. (<a href="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" title="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" target="_blank" rel="noopener">Plant Health Portal</a>)</p><h2>Befall erkennen</h2><h3>Befallsanzeichen</h3><p>Verdächtig sind kleine Einbohrstellen, eingesunkene braune Punkte, kreisrunde faulige Flecken und äußerlich nur schwach sichtbare Narben an der Fruchtschale. JKI und AGES empfehlen bei Verdacht das Aufschneiden der Früchte; Pheromon- und Schwarzlichtfallen können das Auftreten adulter Falter überwachen. Eier sind dagegen sehr schwer bis gar nicht erkennbar. (<a href="https://kompendium.julius-kuehn.de/mediaPublic/Schaedlingsdatenblaetter/ARGPLE_3-2022.pdf" title="https://kompendium.julius-kuehn.de/mediaPublic/Schaedlingsdatenblaetter/ARGPLE_3-2022.pdf" target="_blank" rel="noopener">JKI Kompendium</a>)</p><figure class="wp-block-image size-large">
  <img decoding="async" src="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/schaedlingsvernichtung/2026/04/zitruswickler-intext.webp" alt="Zitruswickler (Thaumatotibia leucotreta) in typischer Umgebung – Befall erkennen und bekämpfen">
  <figcaption>© Schaedlingsvernichtung.de</figcaption>
</figure><h3>Schadensspuren</h3><p>Im Inneren befallener Früchte finden sich Larven unter der Schale oder tiefer im Fruchtfleisch, Fraßhöhlen und Kotmassen. Versteckte Kokons können zwischen Blattresten, im Oberboden und sogar an Verpackungsmaterial vorkommen. Bei Chilis wurde außerdem beschrieben, dass zunächst häufig die Samen und anschließend das Fruchtfleisch befallen werden. (<a href="https://kompendium.julius-kuehn.de/mediaPublic/Schaedlingsdatenblaetter/ARGPLE_3-2022.pdf" title="https://kompendium.julius-kuehn.de/mediaPublic/Schaedlingsdatenblaetter/ARGPLE_3-2022.pdf" target="_blank" rel="noopener">JKI Kompendium</a>)</p><h2>Vorbeugende Maßnahmen</h2><p>Im Vordergrund stehen frühe Erkennung und saubere Warenführung. Amtliche Quellen empfehlen gründliche visuelle Prüfungen von Früchten und fruchttragenden Pflanzen, das Aufschneiden verdächtiger Ware und Monitoring mit Pheromonfallen; für Packstellen mit Ware aus Afrika oder Israel gilt das besonders. Zusätzlich sollten Fruchtabfälle, Blattreste und andere potenzielle Verpuppungsorte entfernt werden, weil die Larven die Frucht zur Verpuppung verlassen. In geschützten Kulturen erhöht eine durchgehende Verfügbarkeit von Wirtspflanzen das Etablierungsrisiko. (<a href="https://kompendium.julius-kuehn.de/mediaPublic/Schaedlingsdatenblaetter/ARGPLE_3-2022.pdf" title="https://kompendium.julius-kuehn.de/mediaPublic/Schaedlingsdatenblaetter/ARGPLE_3-2022.pdf" target="_blank" rel="noopener">JKI Kompendium</a>)</p><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><button class="get-the-angebote">Jetzt unverbindlich anfragen &amp; Schädlingsbekämpfer finden!</button><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><h2>Bekämpfung</h2><h3>Professionelle Bekämpfung</h3><p>Bei bestätigtem Befall ist eine professionelle beziehungsweise amtliche Reaktion angezeigt, weil <em>T. leucotreta</em> in der EU als Unionsquarantäneschädling geregelt ist. Das JKI nennt als mögliche Verfahren in Tilgungs- und Managementprogrammen Sterile-Insekten-Technik, pheromonbasierte Paarungsstörung, Attract-and-Kill-Produkte, virusbasierte Produkte und die Freilassung von Eiparasitoiden. Für Gewächshausfälle beschreibt die DEFRA-Factsheet zusätzlich Monitoring, Desinfektion und eine Kulturpause; die verdeckte Larvenentwicklung erschwert Standardbehandlungen erheblich. (<a href="https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/thaumatotibia-leucotreta.html" title="https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/thaumatotibia-leucotreta.html" target="_blank" rel="noopener">Pflanzengesundheit</a>)</p><h3>Eigenmaßnahmen</h3><p>Eigenmaßnahmen sind vor allem auf Verdachtsabklärung und Schadensbegrenzung beschränkt. Sinnvoll sind das Separieren und Aufschneiden verdächtiger Früchte, das Entfernen befallenen Pflanzen- und Fruchtmaterials sowie der Einsatz von Pheromonfallen zur Überwachung. Die DEFRA-Factsheet weist darauf hin, dass Larven im Fruchtinneren vor vielen nichtsystemischen Insektiziden geschützt sind; in Gewächshausbeständen sind Insektizide und Kulturmaßnahmen allein laut Quelle oft nicht ausreichend, um einen etablierten Ausbruch zu tilgen. (<a href="https://kompendium.julius-kuehn.de/mediaPublic/Schaedlingsdatenblaetter/ARGPLE_3-2022.pdf" title="https://kompendium.julius-kuehn.de/mediaPublic/Schaedlingsdatenblaetter/ARGPLE_3-2022.pdf" target="_blank" rel="noopener">JKI Kompendium</a>)</p><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead">WICHTIGER HINWEIS</div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Bei starkem oder wiederkehrendem Schädlingsbefall empfehlen wir dringend die Konsultation eines professionellen Schädlingsbekämpfers. Eigenständige Bekämpfungsmaßnahmen können bei unsachgemäßer Anwendung gesundheitliche Risiken bergen oder den Befall verschlimmern. Die Informationen in diesem Artikel dienen der Aufklärung und ersetzen keine professionelle Schädlingsbekämpfung.</div></div><h2>Häufig gestellte Fragen (FAQ)</h2><h3>Ist der Zitruswickler in Deutschland etabliert?</h3><p>Nach der JKI-Statusseite kommt der Schädling in Deutschland derzeit nicht vor; ein Befall aus dem Jahr 2018 in Sachsen wurde getilgt. Für die Europäische Union führt das JKI die Art ebenfalls als nicht festgestellt. Für Betriebe bedeutet das: Jeder Verdachtsfall ist pflanzengesundheitlich ernst zu nehmen. (<a href="https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/thaumatotibia-leucotreta.html" title="https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/thaumatotibia-leucotreta.html" target="_blank" rel="noopener">Pflanzengesundheit</a>)</p><h3>Welche Waren sollte man besonders genau prüfen?</h3><p>Besonders relevant sind frische Zitrusfrüchte, Chili und Paprika, Pfirsiche beziehungsweise Nektarinen und Granatäpfel. Weitere wichtige Wirte sind unter anderem Avocado, Litschi und Macadamia. Da die Larven im Inneren der Ware leben, sollten verdächtige Früchte nicht nur äußerlich betrachtet, sondern bei Verdacht aufgeschnitten werden. (<a href="https://www.pflanzenschutzdienst.at/geregelte-schaedlinge/prioritaere-uqs/thaumatotibia-leucotreta" title="https://www.pflanzenschutzdienst.at/geregelte-schaedlinge/prioritaere-uqs/thaumatotibia-leucotreta" target="_blank" rel="noopener">Pflanzenschutzdienst</a>)</p><h3>Kann der Zitruswickler in Innenräumen dauerhaft überleben?</h3><p>Die konsultierten amtlichen Quellen beschreiben für Mitteleuropa vor allem Risiken in geschützten Kulturen, Gewächshäusern und an Standorten mit importierter Ware. AGES hält eine Überwinterung nur in permanent beheizten Glashausanlagen mit durchgehendem Wirtspflanzenangebot für plausibel; das JKI verweist auf einen früheren Gewächshausfall in den Niederlanden. Für normale Wohnräume liefern die recherchierten amtlichen Quellen keine belastbare Etablierungsbeschreibung. (<a href="https://www.pflanzenschutzdienst.at/geregelte-schaedlinge/prioritaere-uqs/thaumatotibia-leucotreta" title="https://www.pflanzenschutzdienst.at/geregelte-schaedlinge/prioritaere-uqs/thaumatotibia-leucotreta" target="_blank" rel="noopener">Pflanzenschutzdienst</a>)</p><h3>Wie sehen befallene Orangen oder Chilis von außen aus?</h3><p>Von außen ist ein Befall oft überraschend unauffällig. Beschrieben werden kleine oxidierte Einstiche, eingesunkene braune Flecken oder kreisrunde faulige Stellen. Erst nach dem Aufschneiden werden Larven, Fraßhöhlen, Kot und beginnende Sekundärfäule meist eindeutig sichtbar. (<a href="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" title="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" target="_blank" rel="noopener">Plant Health Portal</a>)</p><h3>Warum ist die Art so schwer zu bekämpfen?</h3><p>Die Larven leben den größten Teil ihrer Entwicklung im Fruchtinneren und sind dadurch vor vielen Kontaktbehandlungen geschützt. Gleichzeitig sind Eier sehr klein, adulte Falter unauffällig und die sichere Larvenbestimmung im Feld laut DEFRA oft nur mit geeigneter Technik möglich. Hinzu kommt, dass in der Literatur auch Insektizidresistenzen erwähnt werden und bei Gewächshausausbrüchen meist ein ganzes Maßnahmenpaket erforderlich ist. (<a href="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" title="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" target="_blank" rel="noopener">Plant Health Portal</a>)</p><h3>Wie viele Eier legt ein Weibchen?</h3><p>Die Angaben hängen deutlich von Temperatur und Quelle ab. Das USDA-CAPS-Datenblatt nennt durchschnittlich 456 Eier pro Weibchen bei 25°C und weniger als 90 Eier bei 15°C; die DEFRA-Factsheet nennt als Obergrenze bis zu 800 Eier pro Weibchen. Für die Befallsdynamik ist deshalb entscheidend, unter welchen klimatischen Bedingungen sich die Population entwickelt. (<a href="https://caps.ceris.purdue.edu/wp-content/uploads/2025/07/Thaumatotibia_leucotreta_CAPS_Datasheet_12.30.2022.pdf" title="https://caps.ceris.purdue.edu/wp-content/uploads/2025/07/Thaumatotibia_leucotreta_CAPS_Datasheet_12.30.2022.pdf" target="_blank" rel="noopener">CAPS</a>)</p><h3>Sind Äpfel und Birnen ebenfalls Wirtspflanzen?</h3><p>Nach dem USDA-CAPS-Datenblatt nicht. Dort wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Äpfel und Birnen keine Wirte sind, auch wenn Pheromonfallen in Kernobstanlagen Falter erfassen können. Das ist für die Abgrenzung gegenüber dem eigentlichen Apfelwickler wichtig. </p><h2>Quellen</h2><ul>
<li>Julius Kühn-Institut: Pflanzengesundheitliches Datenblatt zu <em>Thaumatotibia leucotreta</em> (Kompendium). (<a href="https://kompendium.julius-kuehn.de/mediaPublic/Schaedlingsdatenblaetter/ARGPLE_3-2022.pdf" title="https://kompendium.julius-kuehn.de/mediaPublic/Schaedlingsdatenblaetter/ARGPLE_3-2022.pdf" target="_blank" rel="noopener">JKI Kompendium</a>)</li>
<li>Julius Kühn-Institut: Status- und Regelungsseite zu <em>Thaumatotibia leucotreta</em> (zuletzt geändert 04.08.2025). (<a href="https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/thaumatotibia-leucotreta.html" title="https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/thaumatotibia-leucotreta.html" target="_blank" rel="noopener">Pflanzengesundheit</a>)</li>
<li>Julius Kühn-Institut: Express-PRA zu <em>Thaumatotibia leucotreta</em>. (<a href="https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/dokumente/upload/Thaumatotibia-leucotreta_exprPRA.pdf" title="Thaumatotibia leucotreta - Express-PRA" target="_blank" rel="noopener">Pflanzengesundheit</a>)</li>
<li>Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit / Amtlicher Pflanzenschutzdienst: <em>Thaumatotibia leucotreta</em>. (<a href="https://www.pflanzenschutzdienst.at/geregelte-schaedlinge/prioritaere-uqs/thaumatotibia-leucotreta" title="https://www.pflanzenschutzdienst.at/geregelte-schaedlinge/prioritaere-uqs/thaumatotibia-leucotreta" target="_blank" rel="noopener">Pflanzenschutzdienst</a>)</li>
<li>DEFRA / Fera Science: Plant Pest Factsheet „False Codling Moth“. (<a href="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" title="https://planthealthportal.defra.gov.uk/assets/factsheets/PPN-FalseCodlingMoth-final.pdf" target="_blank" rel="noopener">Plant Health Portal</a>)</li>
<li>USDA APHIS PPQ / CAPS: Datasheet <em>Thaumatotibia leucotreta</em>. </li>
<li>Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (Belgien): Geregelte Pflanzenschädlinge. (<a href="https://favv-afsca.be/de/themen/pflanzen/pflanzengesundheit/geregelte-pflanzenschaedlinge" title="Geregelte Pflanzenschädlinge | Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette" target="_blank" rel="noopener">FAVV</a>)</li>
</ul>]]></content:encoded>
					
		
		
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