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	<title>N &#8211; Schädlingslexikon: Schädlinge von A bis Z</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Weißbacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 09:36:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Nussgallmilbe wird in älterer Literatur häufig als Eriophyes avellanae geführt; EPPO führt den bevorzugten Namen Phytoptus avellanae und listet Eriophyes avellanae als Synonym. Im Haselnussanbau ist sie Teil des Komplexes der Filbert Bud Mites.Universitäre Leitfäden beschreiben deutlich, dass befallene Knospen anschwellen, nicht normal austreiben und dadurch Blüten- sowie Fruchtansatz vermindert werden können.Aussehen: Wie sieht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nussgallmilbe wird in älterer Literatur häufig als <em>Eriophyes avellanae</em> geführt; EPPO führt den bevorzugten Namen <em>Phytoptus avellanae</em> und listet <em>Eriophyes avellanae</em> als Synonym. Im Haselnussanbau ist sie Teil des Komplexes der Filbert Bud Mites.</p><p>Universitäre Leitfäden beschreiben deutlich, dass befallene Knospen anschwellen, nicht normal austreiben und dadurch Blüten- sowie Fruchtansatz vermindert werden können.</p><h2>Aussehen: Wie sieht Nussgallmilbe aus?</h2><h3>Erkennungsmerkmale</h3><p>Nussgallmilben sind mikroskopisch klein und mit bloßem Auge meist nicht direkt erkennbar. Praktisch diagnostisch sind daher die stark vergrößerten, rundlichen „Big Buds“ an Haselsträuchern.</p><p>Bei stärkerem Befall bleiben solche Knospen geschlossen oder treiben nur deformiert aus.</p><h3>Unterscheidung zu ähnlichen Arten</h3><p>Im Haselnussbereich werden in Fachquellen zwei sehr nahe Filbert-Bud-Mite-Arten beschrieben, die ohne Mikroskopie nicht sicher zu trennen sind. Für die Betriebsentscheidung ist deshalb meist das Schadbild und die saisonale Migration wichtiger als die exakte Arttrennung im Feld.</p><h2>Entwicklung und Lebenszyklus des Nussgallmilbe</h2><h3>Entwicklungsstadien</h3><p>Wie andere Eriophyiden durchläuft die Nussgallmilbe Ei-, Nymphen- und Adultstadien. Relevante Anbauquellen beschreiben, dass große Teile der Population in befallenen Knospen überdauern und im Frühjahr auf neue Knospen wandern.</p><h3>Entwicklungsdauer</h3><p>Die Entwicklung ist temperatur- und phänologieabhängig. In der Praxis wird die Bekämpfung daher an Migrationsfenstern der Milben ausgerichtet und nicht an fixen Kalendertagen.</p><p>Mehrere Teilgenerationen innerhalb der Vegetationsperiode sind möglich.</p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div class="callout"><div class="head">Benötigen Sie Hilfe bei der Schädlingsbekämpfung?</div><div class="body">Erhalten Sie Angebote von Fachbetrieben in Ihrer Nähe.</div><button type="button" class="get-the-angebote" data-et-type="CTA-Banner">Jetzt unverbindlich Anfrage stellen</button></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2>Lebensweise und Verhalten von Nussgallmilben</h2><h3>Aktivitätsmuster</h3><p>Die stärkste Wanderaktivität beginnt mit dem Knospenaustrieb und kann bis in den Frühsommer reichen. Genau diese Phase gilt als zentrales Zeitfenster für wirksame Eingriffe.</p><h3>Nahrung und Ernährung</h3><p>Nussgallmilben saugen an Knospen- und jungen Geweben von Hasel (<em>Corylus</em> spp.). Dadurch kommt es zu Gewebeveränderungen, die als geschwollene „Gallenknospen“ sichtbar werden.</p><h2>Vermehrung und Fortpflanzung</h2><h3>Fortpflanzungsverhalten</h3><p>Die Vermehrung erfolgt in und an den Knospen, die als geschützter Entwicklungsraum dienen. Von dort wandern Milben auf frisches Gewebe weiter und kolonisieren neue Knospen.</p><h3>Vermehrungsrate</h3><p>Anbauliteratur beschreibt bei günstigen Bedingungen schnelle Populationszunahmen. Die Stärke eines Ausbruchs hängt stark davon ab, wie früh Migration erkannt und unterbrochen wird.</p><h2>Vorkommen und Verbreitung</h2><h3>Natürliche Lebensräume</h3><p>EPPO führt den Erreger im Zusammenhang mit Hasel als etabliertes Taxon; in europäischen Haselregionen ist der Schädling seit langem bekannt.</p><h3>Verbreitung in/an Gebäuden</h3><p>Die Nussgallmilbe ist kein typischer Gebäudeschädling. Relevanz entsteht im Außenbereich an Haselnussgehölzen, von denen aus sich Befall in der Anlage ausbreitet.</p><h2>Bedeutung des Schädlings Eriophyes avellanae</h2><h3>Schadwirkung</h3><p>Hauptschaden ist das „Blasting“ von Knospen: befallene Knospen öffnen schlecht, treiben deformiert aus oder bleiben funktionslos. Dadurch sinken Blütenansatz und später der Fruchtansatz.</p><h3>Wirtschaftliche Schäden</h3><p>In Erwerbsanlagen führen wiederkehrende starke Befälle zu Ertragsverlusten und erhöhtem Kontrollaufwand.</p><p>Zusätzlich entstehen Kosten für wiederholtes Monitoring und zeitkritische Behandlungen.</p><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><button class="get-the-angebote">Jetzt unverbindlich anfragen &amp; Schädlingsbekämpfer finden!</button><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><h2>Gesundheitliche Risiken bei einem Nussgallmilbe Befall</h2><h3>Direkte Gefahren</h3><p>Nussgallmilben gelten im Anbaukontext als Pflanzenschädlinge, nicht als stechende oder beißende Gesundheitsschädlinge für Menschen.</p><h3>Indirekte Folgen</h3><p>Indirekte Folgen betreffen vor allem Ertrags- und Qualitätsrisiken in der Nussproduktion, nicht primär medizinische Risiken im Innenraum.</p><h2>Nussgallmilbe Befall erkennen</h2><h3>Befallsanzeichen</h3><ul>
<li>auffällig vergrößerte, rundliche Knospen („Big Buds“)</li>
<li>ungleichmäßiger Austrieb in der Anlage</li>
<li>reduzierte Blüten- bzw. Fruchtansätze an betroffenen Trieben</li>
</ul><figure class="wp-block-image size-large">
  <img decoding="async" src="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/schaedlingsvernichtung/2026/04/nussgallmilbe-intext.webp" alt="Nussgallmilbe (Eriophyes avellanae) in typischer Umgebung – Befall erkennen und bekämpfen">
  <figcaption>© Schaedlingsvernichtung.de</figcaption>
</figure><h3>Schadensspuren</h3><ul>
<li>geschädigte Knospen bleiben länger geschlossen</li>
<li>abgestufte Trieb- und Blühschwäche in Hotspots</li>
<li>wiederkehrende Befallsnester über mehrere Jahre</li>
</ul><h2>Vorbeugende Maßnahmen</h2><p>Frühe, wiederholte Feldkontrollen auf Gallenknospen sind zentral. Universitäre Leitfäden empfehlen, Migrationsphasen konsequent zu überwachen und Maßnahmen exakt auf den Austrieb abzustimmen.</p><p>Stark befallene Triebbereiche sollten im Rahmen des Anlagenmanagements entfernt werden.</p><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead">WICHTIGER HINWEIS</div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Bei starkem oder wiederkehrendem Schädlingsbefall empfehlen wir dringend die Konsultation eines professionellen Schädlingsbekämpfers. Eigenständige Bekämpfungsmaßnahmen können bei unsachgemäßer Anwendung gesundheitliche Risiken bergen oder den Befall verschlimmern. Die Informationen in diesem Artikel dienen der Aufklärung und ersetzen keine professionelle Schädlingsbekämpfung.</div></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><button class="get-the-angebote">Jetzt unverbindlich anfragen &amp; Schädlingsbekämpfer finden!</button><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><h2>Bekämpfung: Was hilft bei einem Nussgallmilbe Befall?</h2><h3>Professionelle Bekämpfung</h3><p>Im Erwerbsanbau erfolgt die Regulierung über ein integriertes Vorgehen aus Monitoring, termingenauer Behandlung in der Migrationsphase und Anlagenhygiene. Zeitpunkte orientieren sich an Knospenentwicklung und lokalem Befallsdruck.</p><h3>Eigenmaßnahmen</h3><ol>
<li>Befallene Knospen früh identifizieren und markierte Triebe entfernen.</li>
<li>Bestände vom Austrieb bis Frühsommer engmaschig kontrollieren.</li>
<li>Maßnahmen nur phänologisch passend durchführen.</li>
<li>Bei wiederkehrend starkem Befall fachliche Obstbauberatung einbinden.</li>
</ol><h2>Nussgallmilbe: Häufig gestellte Fragen</h2><h3>Ist Eriophyes avellanae noch die gültige Bezeichnung?</h3><p>EPPO führt <em>Phytoptus avellanae</em> als bevorzugten Namen und listet <em>Eriophyes avellanae</em> als Synonym. Beide Bezeichnungen begegnen in der Praxis.</p><h3>Warum sehe ich die Milbe nicht direkt?</h3><p>Weil sie mikroskopisch klein ist. Sichtbar sind vor allem die typischen geschwollenen Knospen als indirektes Befallszeichen.</p><h3>Wann ist das wichtigste Kontrollfenster?</h3><p>Im Frühjahr bis Frühsommer, wenn Milben aus alten Gallenknospen auf neue Knospen wandern.</p><h3>Sind immer nur eine Milbenart beteiligt?</h3><p>Nicht zwingend. Leitfäden zum Haselnussanbau beschreiben einen Bud-Mite-Komplex mit eng verwandten Arten.</p><h3>Was ist wirtschaftlich am kritischsten?</h3><p>Wiederkehrender Knospenverlust über mehrere Jahre, weil dadurch Blüte und Ertrag schrittweise sinken.</p><h2>Quellen und weiterführende Informationen</h2><h3>Deutsche Fachquellen</h3><ul>
<li>Keine belastbare deutschsprachige Behördenquelle mit gleicher Detailtiefe im verwendeten Quellenset; daher internationale Hochschul- und EPPO-Quellen genutzt.</li>
</ul><h3>Internationale wissenschaftliche Quellen</h3><ul>
<li>EPPO Global Database: <em>Phytoptus avellanae (ERPHAV) – Overview</em><br><a href="https://gd.eppo.int/taxon/ERPHAV" target="_blank" rel="noopener">https://gd.eppo.int/taxon/ERPHAV</a></li>
<li>EPPO Global Database: <em>Phytoptus avellanae – Categorization</em><br><a href="https://gd.eppo.int/taxon/ERPHAV/categorization" target="_blank" rel="noopener">https://gd.eppo.int/taxon/ERPHAV/categorization</a></li>
<li>Washington State University Extension: <em>Hazelnut integrated pest management</em> (Filbert bud mite section)<br><a href="https://treefruit.wsu.edu/crop-protection/opm/hazelnut/" target="_blank" rel="noopener">https://treefruit.wsu.edu/crop-protection/opm/hazelnut/</a></li>
</ul>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Weißbacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 09:36:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[N]]></category>
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					<description><![CDATA[Aussehen: Wie sieht Nordischer Fichtenborkenkäfer aus?ErkennungsmerkmaleDer Nordische Fichtenborkenkäfer ist ein kleiner, dunkelbrauner, zylindrischer Borkenkäfer mit einer Körperlänge von etwa 2,8 bis 4,5 mm. Auf jeder Seite des Flügeldeckenabsturzes sitzen vier Zähne; genau diese Ähnlichkeit zum Buchdrucker erschwert die Feldbestimmung erheblich. Die Larven sind beinlos und hell, mit deutlich dunklerer, bernsteinfarbener Kopfkapsel. (Bayern Forestry Institute)Unterscheidung zu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Aussehen: Wie sieht Nordischer Fichtenborkenkäfer aus?</h2><h3>Erkennungsmerkmale</h3><p>Der Nordische Fichtenborkenkäfer ist ein kleiner, dunkelbrauner, zylindrischer Borkenkäfer mit einer Körperlänge von etwa 2,8 bis 4,5 mm. Auf jeder Seite des Flügeldeckenabsturzes sitzen vier Zähne; genau diese Ähnlichkeit zum Buchdrucker erschwert die Feldbestimmung erheblich. Die Larven sind beinlos und hell, mit deutlich dunklerer, bernsteinfarbener Kopfkapsel. (<a href="https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/monitoring/211872/index.php" title="https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/monitoring/211872/index.php" target="_blank" rel="noopener">Bayern Forestry Institute</a>)</p><h3>Unterscheidung zu ähnlichen Arten</h3><p>Am häufigsten wird <em>Ips duplicatus</em> mit dem Buchdrucker (<em>Ips typographus</em>) verwechselt. Amtliche und wissenschaftliche Quellen betonen, dass eine makroskopische Unterscheidung im Gelände meist nicht sicher möglich ist; als wichtigstes mikroskopisches Merkmal gilt die an der Basis verschmolzene Ausbildung des zweiten und dritten Absturzzahns. Als praktische Feldhinweise werden ein eher kleineres Ausflugloch von etwa 1,0 bis 1,2 mm sowie ein Befallsschwerpunkt im oberen Stamm- und Kronenbereich genannt. (<a href="https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/monitoring/211872/index.php" title="https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/monitoring/211872/index.php" target="_blank" rel="noopener">Bayern Forestry Institute</a>)</p><h2>Entwicklung und Lebenszyklus</h2><h3>Entwicklungsstadien</h3><p>Die Entwicklung verläuft über Ei, Larve, Puppe und Käfer. Die Eier werden einzeln in Nischen entlang der Muttergänge abgelegt; die Larven fressen anschließend eigene, quer zu den Muttergängen verlaufende Larvengänge. Die Verpuppung erfolgt in einer kleinen Nische im Phloem am Ende des Larvengangs, und die Jungkäfer bleiben danach noch einige Tage bis Wochen unter der Rinde, bevor sie zum Reifungsfraß ausfliegen. (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7009941/" title="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7009941/" target="_blank" rel="noopener">PMC</a>)</p><h3>Entwicklungsdauer</h3><p>Unter konstanten Laborbedingungen verkürzt sich die Entwicklung stark mit steigender Temperatur: Von Ei bis zum Schlupf der Jungkäfer wurden im Versuch im Mittel 39,0 Tage bei 15 °C, 24,2 Tage bei 20 °C, 17,6 Tage bei 25 °C und 10,3 Tage bei 30 °C gemessen. Für die einzelnen Stadien nennt dieselbe Arbeit im Bereich von 15 bis 30 °C etwa 2,0 bis 8,5 Tage für das Ei, 6,0 bis 19,7 Tage für die Larve und 2,0 bis 12,1 Tage für die Puppe. (<a href="https://theses.cz/id/b4upuf/phd_thesis_davidkova.pdf" title="https://theses.cz/id/b4upuf/phd_thesis_davidkova.pdf" target="_blank" rel="noopener">Theses.cz</a>)</p><p>Für Mitteleuropa werden unter Freilandbedingungen meist etwa sechs bis acht Wochen pro Generation angegeben. Bei der Zahl der Generationen pro Jahr sind die Quellen jedoch nicht völlig deckungsgleich: WSL-Fachinformationen nennen in Mitteleuropa typischerweise zwei Generationen, EPPO nennt in den nördlichen Herkunftsgebieten meist eine und in südlicheren Ausbreitungsgebieten zwei bis drei, während eine neuere Studie aus Mähren regional sogar vier Generationen in einer Vegetationsperiode berichtet. Ein einheitlicher artspezifischer Lebensdauerwert der Adulttiere in Tagen oder Monaten ist in den ausgewerteten Primärquellen dagegen nicht belastbar belegt; gut belegt sind vielmehr Adultüberwinterung und ein Verbleib der Jungkäfer für einige Tage bis Wochen unter der Rinde. (<a href="https://gd.eppo.int/taxon/IPSXDU/download/datasheet_pdf" title="https://gd.eppo.int/taxon/IPSXDU/download/datasheet_pdf" target="_blank" rel="noopener">EPPO Global Database</a>)</p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div class="callout"><div class="head">Benötigen Sie Hilfe bei der Schädlingsbekämpfung?</div><div class="body">Erhalten Sie Angebote von Fachbetrieben in Ihrer Nähe.</div><button type="button" class="get-the-angebote" data-et-type="CTA-Banner">Jetzt unverbindlich Anfrage stellen</button></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2>Lebensweise und Verhalten</h2><h3>Aktivitätsmuster</h3><p>Die überwinterten Käfer verlassen an warmen Frühlingstagen die Bodenstreu oder die Rinde und fliegen zu geeigneten Wirtsbäumen. Für Mitteleuropa werden Hauptflug- beziehungsweise Emergenzspitzen im April/Mai, im Juli sowie im August/September beschrieben; außerdem beginnt der Frühjahrsflug oft einige Tage früher als beim Buchdrucker. (<a href="https://www.mdpi.com/1999-4907/12/7/941" title="https://www.mdpi.com/1999-4907/12/7/941" target="_blank" rel="noopener">MDPI</a>)</p><p>Für die Herbstphase ist gut belegt, dass der Großteil der Käfer in die Bodenstreu abwandert. In einer aktuellen Feldstudie begannen diese Wanderungen Ende August, erreichten Mitte September ihr Maximum und dauerten bis Mitte Oktober; besonders häufig liefen die Käfer am Stamm abwärts, wenn die mittlere Tagestemperatur etwa 10 bis 15 °C erreichte. (<a href="https://www.mdpi.com/1999-4907/14/1/131" title="https://www.mdpi.com/1999-4907/14/1/131" target="_blank" rel="noopener">MDPI</a>)</p><h3>Nahrung und Ernährung</h3><p>Die Art lebt als Rinden- und Bastbrüter an Nadelbäumen. Als Hauptwirte nennen die amtlichen und wissenschaftlichen Quellen vor allem Fichte, insbesondere Gemeine Fichte (<em>Picea abies</em>) und Sibirische Fichte (<em>Picea obovata</em>); daneben werden weitere Fichtenarten sowie gelegentlich Kiefer und Lärche genannt. Befallen werden überwiegend stehende, geschwächte Wirtsbäume, seltener auch frisch eingeschlagene Stämme oder geworfenes Holz. (<a href="https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/monitoring/211872/index.php" title="https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/monitoring/211872/index.php" target="_blank" rel="noopener">Bayern Forestry Institute</a>)</p><h2>Vermehrung und Fortpflanzung</h2><h3>Fortpflanzungsverhalten</h3><p><em>Ips duplicatus</em> lebt polygam. Das Männchen legt zunächst die Rammelkammer an und produziert Aggregationspheromone; anschließend schließen sich ihm typischerweise ein bis fünf Weibchen an, die jeweils eigene Muttergänge im Phloem anlegen. Die Eier werden einzeln in regelmäßigen Abständen entlang dieser Gänge abgelegt; nach der Eiablage können die Elterntiere erneut ausfliegen und Geschwisterbruten anlegen. (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7009941/" title="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7009941/" target="_blank" rel="noopener">PMC</a>)</p><h3>Vermehrungsrate</h3><p>Bei der Eizahl je Weibchen zeigen die ausgewerteten Quellen eine relevante Abweichung: Eine ältere Fachquelle nennt durchschnittlich 46 Eier je Weibchen, eine neuere Studie etwa 60 Eier je Weibchen. Amtliche Synthesen formulieren vorsichtiger und nennen bis zu 60 Nachkommen je Weibchen. Für die Praxis ist deshalb eine vorsichtige Spannweite von etwa 46 bis 60 Eiern beziehungsweise Nachkommen je Weibchen sachgerechter als ein einzelner, scheinbar exakter Wert. (<a href="https://www.ibles.pl/wp-content/uploads/2023/03/holusa-13-1-1.pdf" title="https://www.ibles.pl/wp-content/uploads/2023/03/holusa-13-1-1.pdf" target="_blank" rel="noopener">Ibles</a>)</p><p>Die Vermehrungsdynamik kann hoch sein, weil die Entwicklung im Sommer schnell abläuft und in warmen Regionen mehrere Generationen pro Jahr möglich sind. Genau deshalb ist die Art in Jahren mit Trockenstress und hohen Temperaturen waldschutzfachlich besonders relevant. (<a href="https://gd.eppo.int/taxon/IPSXDU/download/datasheet_pdf" title="https://gd.eppo.int/taxon/IPSXDU/download/datasheet_pdf" target="_blank" rel="noopener">EPPO Global Database</a>)</p><h2>Vorkommen und Verbreitung</h2><h3>Natürliche Lebensräume</h3><p>Der Nordische Fichtenborkenkäfer ist eine eurasische Art. EPPO beschreibt ihn als ursprünglich in Nordeuropa, Sibirien und Ostasien heimisch; bayerische und schweizerische Fachquellen ordnen ihn ebenfalls den borealen Fichtenwäldern zu und beschreiben eine Ausbreitung nach Süden und Westen in Mitteleuropa. An sein Ursprungsareal ist er durch Anpassung an niedrige Temperaturen und kurze Vegetationszeiten gebunden, zeigt in wärmeren Regionen aber ein höheres Vermehrungspotenzial. (<a href="https://gd.eppo.int/taxon/IPSXDU/download/datasheet_pdf" title="https://gd.eppo.int/taxon/IPSXDU/download/datasheet_pdf" target="_blank" rel="noopener">EPPO Global Database</a>)</p><p>Als typische Befallsorte werden ältere, vorgeschwächte Fichtenbestände genannt, besonders nach Dürrestress oder im Zusammenspiel mit anderen Schadfaktoren. Häufig konzentriert sich der Erstbefall auf den oberen Stammbereich und auf stärkere Äste, also dort, wo die Rinde dünner ist als am Stammfuß. (<a href="https://gd.eppo.int/taxon/IPSXDU/download/datasheet_pdf" title="https://gd.eppo.int/taxon/IPSXDU/download/datasheet_pdf" target="_blank" rel="noopener">EPPO Global Database</a>)</p><h3>Verbreitung in/an Gebäuden</h3><p>Die ausgewerteten Quellen beschreiben <em>Ips duplicatus</em> vor allem als Wald-, Rundholz- und Holzlagerplatzschädling, nicht als typischen Innenraumschädling an trocken verbautem Holz. Gebäudenahe Relevanz ergibt sich daher eher an Sägewerken, Holzlagerplätzen und bei länger gelagertem, berindetem Nadelrundholz als in Wohnräumen. Diese Einschätzung lässt sich aus amtlichen Funden an Sägewerken, den beschriebenen Einschleppungswegen mit berindetem Fichtenholz und den EPPO-Pfaden über Nadelholz ableiten. (<a href="https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/dokumente/upload/Ips-duplicatus_pr2019th.pdf" title="https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/dokumente/upload/Ips-duplicatus_pr2019th.pdf" target="_blank" rel="noopener">Pflanzengesundheit</a>)</p><p>Für Deutschland dokumentierte das Julius Kühn-Institut einen Fund in Thüringen in Fallen an einem Sägewerk-Holzlagerplatz. Auch schweizerische Fachinformationen verweisen auf Funde in unmittelbarer Nähe von Sägewerken und auf die Rolle von Transporten mit Fichte in Rinde aus Befallsgebieten. (<a href="https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/dokumente/upload/Ips-duplicatus_pr2019th.pdf" title="https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/dokumente/upload/Ips-duplicatus_pr2019th.pdf" target="_blank" rel="noopener">Pflanzengesundheit</a>)</p><h2>Bedeutung als Schädling</h2><h3>Schadwirkung</h3><p>Die Art ist vor allem als Holz- und Forstschädling bedeutsam. EFSA und EPPO beschreiben, dass befallene stehende Bäume während der Besiedlung absterben können; sichtbar wird das typischerweise an einer Verfärbung der Krone von braun zu später grau nach dem Nadelfall. Zusätzlich führen die vom Käfer eingebrachten Pilze zu Bläue im Splintholz, was die Holzqualität mindern kann. (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7009941/" title="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7009941/" target="_blank" rel="noopener">PMC</a>)</p><h3>Befallene Holzarten</h3><p>Im Mittelpunkt stehen Fichtenhölzer, vor allem <em>Picea abies</em> und <em>Picea obovata</em>. Daneben werden weitere Fichten sowie gelegentlich Kiefer und Lärche als Wirte genannt; EPPO führt entsprechende Holzpfade für <em>Picea</em>, <em>Pinus</em> und <em>Larix</em>. Für trockenes, entrindetes und bereits lange verbautes Innenholz fanden sich in den ausgewerteten amtlichen und wissenschaftlichen Quellen dagegen keine Hinweise als typisches Befallssubstrat. (<a href="https://gd.eppo.int/taxon/IPSXDU/download/datasheet_pdf" title="https://gd.eppo.int/taxon/IPSXDU/download/datasheet_pdf" target="_blank" rel="noopener">EPPO Global Database</a>)</p><h3>Fraßgänge und Bohrlöcher</h3><p>Das Brutbild ähnelt dem des Buchdruckers, ist aber meist kleiner. EPPO beschreibt ein Galeriensystem von etwa 7 bis 10 cm Länge; die Muttergänge verlaufen längs zur Faser, die Larvengänge quer dazu. Typische Feldmerkmale sind kleine runde Ausfluglöcher, häufig mit etwa 1,0 bis 1,2 mm Durchmesser, sowie braunes Bohrmehl an der Borke und am Stammfuß. (<a href="https://gd.eppo.int/taxon/IPSXDU/download/datasheet_pdf" title="https://gd.eppo.int/taxon/IPSXDU/download/datasheet_pdf" target="_blank" rel="noopener">EPPO Global Database</a>)</p><h3>Wirtschaftliche Schäden</h3><p>Wirtschaftlich relevant wird die Art vor allem in Ausbruchsregionen und dort, wo sie zusammen mit anderen Fichtenborkenkäfern auftritt. Für Tschechien wurde der gesamte Schadholzanfall durch die Borkenkäferkalamität für 2018 auf rund 15 Millionen Kubikmeter geschätzt; die Quelle betont zwar die dominante Rolle des Buchdruckers, nennt <em>Ips duplicatus</em> aber ausdrücklich als mitbeteiligt und wegen seiner Lebensweise schwieriger zu bekämpfen. (<a href="https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/waldschutz/dateien/a120_borkenkaefer_tschechien.pdf" title="https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/waldschutz/dateien/a120_borkenkaefer_tschechien.pdf" target="_blank" rel="noopener">Bayern Forestry Institute</a>)</p><p>Neben der Baumsterblichkeit entstehen Kosten durch Befallssuche, Zwangsnutzungen, schnellen Abtransport, Entrindung und Qualitätsverluste des Holzes. Gerade weil der Befall häufig im Kronenbereich beginnt, wird er oft erst spät erkannt, was das Management verteuert. (<a href="https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/schadensmanagement/neue-arten/ips-duplicatus" title="https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/schadensmanagement/neue-arten/ips-duplicatus" target="_blank" rel="noopener">Waldwissen</a>)</p><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><button class="get-the-angebote">Jetzt unverbindlich anfragen &amp; Schädlingsbekämpfer finden!</button><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><h2>Gesundheitliche Risiken</h2><h3>Direkte Gefahren</h3><p>Die ausgewerteten amtlichen und wissenschaftlichen Quellen behandeln <em>Ips duplicatus</em> als Pflanzen- und Holzschädling. Direkte Gefahren für Menschen wie Stiche, Bisse oder eine toxikologische Relevanz werden darin nicht beschrieben. (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7009941/" title="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7009941/" target="_blank" rel="noopener">PMC</a>)</p><h3>Indirekte Folgen</h3><p>Belastbare Belege für eine direkte Krankheitsübertragung auf Menschen oder eine hygienische Relevanz im Sinn eines klassischen Hygieneschädlings ergaben die herangezogenen Quellen nicht. Indirekt relevant sind vielmehr Bohrmehl, Rindenablösungen und vor allem Holzwertverluste durch den Befall und durch die mit den Käfern assoziierten Pilze. (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7009941/" title="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7009941/" target="_blank" rel="noopener">PMC</a>)</p><h2>Befall erkennen</h2><h3>Befallsanzeichen</h3><p>Ein besonders wichtiges Frühzeichen ist braunes Bohrmehl an Rindenschuppen und am Stammfuß. Weil <em>Ips duplicatus</em> häufig höher am Stamm oder in der Krone beginnt und sich schneller entwickeln kann, wird die typische Kronenverfärbung oft erst sichtbar, wenn die neue Käfergeneration den Baum bereits verlassen hat. Für die Überwachung werden deshalb Sichtkontrollen und Pheromonfallen eingesetzt. (<a href="https://www.mdpi.com/1999-4907/14/1/131" title="https://www.mdpi.com/1999-4907/14/1/131" target="_blank" rel="noopener">MDPI</a>)</p><figure class="wp-block-image size-large">
  <img decoding="async" src="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/schaedlingsvernichtung/2026/04/nordischer-fichtenborkenkaefer-intext.webp" alt="Nordischer Fichtenborkenkäfer (Ips duplicatus) in typischer Umgebung – Befall erkennen und bekämpfen">
  <figcaption>© Schaedlingsvernichtung.de</figcaption>
</figure><h3>Schadensspuren</h3><p>Unter der Rinde finden sich Rammelkammer, zwei bis fünf Muttergänge und rechtwinklig davon abgehende Larvengänge. Nach dem Ausflug bleiben kleine runde Löcher zurück; außerdem kann sich die Rinde lösen oder von Spechten abgeschlagen werden, und im Splintholz ist mitunter eine Bläue sichtbar. (<a href="https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/monitoring/211872/index.php" title="https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/monitoring/211872/index.php" target="_blank" rel="noopener">Bayern Forestry Institute</a>)</p><h2>Vorbeugende Maßnahmen</h2><p>Vorbeugung bedeutet bei dieser Art vor allem, bruttaugliches Material schnell unattraktiv zu machen oder aus dem Gefahrenbereich zu entfernen. Fachquellen empfehlen das konsequente Entfernen geeigneten Brutmaterials, den schnellen Abtransport befallener Stämme, die Entrindung sowie die Vermeidung von Einschleppungen mit berindetem Fichtenholz aus bekannten Befallsgebieten. (<a href="https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/schadensmanagement/neue-arten/ips-duplicatus" title="https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/schadensmanagement/neue-arten/ips-duplicatus" target="_blank" rel="noopener">Waldwissen</a>)</p><p>Zur Überwachung sind Pheromonfallen sinnvoll, aber nicht als alleinige Hauptmaßnahme gegen Massenvermehrungen. Die LWF weist ausdrücklich darauf hin, dass pheromonbeköderte Schlitzfallen in erster Linie dem Monitoring dienen; in kleinerem Maßstab können Lockstoff-Fangsysteme nur eingebettet in eine integrierte Strategie lokal unterstützen. (<a href="https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/monitoring/215692/index.php" title="Start des Borkenkäfermonitorings, Aufarbeitung von Sturm- und Schneebruchschäden - Blickpunkt Waldschutz 02/2019" target="_blank" rel="noopener">Bayern Forestry Institute</a>)</p><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><button class="get-the-angebote">Jetzt unverbindlich anfragen &amp; Schädlingsbekämpfer finden!</button><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><h2>Bekämpfung</h2><h3>Professionelle Bekämpfung</h3><p>Die professionell empfohlene Bekämpfung stützt sich auf forstschutzfachliche Maßnahmen: frischen Befall früh erkennen, befallene Bäume oder Stämme vor dem Ausflug der neuen Generation entfernen, schnell abtransportieren oder entrinden. Wenn <em>Ips duplicatus</em> gemeinsam mit anderen Fichtenborkenkäfern auftritt, gilt die rechtzeitige Entfernung attraktivem Brutmaterials und frisch befallener Bäume als wirksam, solange dies vor dem Schlupf der Folgegeneration erfolgt; eine aktuelle Studie nennt dafür typischerweise ein Zeitfenster von etwa vier bis sechs Wochen nach dem Befall. (<a href="https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/schadensmanagement/neue-arten/ips-duplicatus" title="https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/schadensmanagement/neue-arten/ips-duplicatus" target="_blank" rel="noopener">Waldwissen</a>)</p><p>Wichtig ist die jahreszeitliche Besonderheit: Weil die Käfer ihre Brutbäume häufig schon im Herbst verlassen und überwiegend in der Bodenstreu überwintern, ist eine reine Wintersanierung oft zu spät. Eine Feldstudie fand nur 2,2 % der überwinternden Käfer noch in den Stämmen, aber 94,4 % in der Bodenstreu; daraus wurde abgeleitet, dass fertig entwickelte Befallsbäume möglichst spätestens bis September entfernt werden sollten. Pheromonfallen und Fangsysteme sind für Monitoring und örtlich begrenzten Objektschutz nützlich, ersetzen aber keine Befallssuche und keine Sanierung des Brutmaterials. (<a href="https://www.mdpi.com/1999-4907/14/1/131" title="https://www.mdpi.com/1999-4907/14/1/131" target="_blank" rel="noopener">MDPI</a>)</p><h3>Eigenmaßnahmen</h3><p>Für Waldbesitzende, Holzlager und Privatgrundstücke sind die wichtigsten Eigenmaßnahmen organisatorisch, nicht chemisch: verdächtiges berindetes Nadelholz nicht lange lagern, nicht unnötig verlagern und rasch fachlich prüfen lassen. Bei stehenden Fichten, Kronenbefall oder wiederholten Funden an Holzlagerplätzen ist eine Einbindung von Forstbehörde, Waldschutzdienst oder professioneller Schädlingsbekämpfung sinnvoll, weil der Befall hoch im Bestand beginnt und ohne Fachkontrolle leicht übersehen wird. (<a href="https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/dokumente/upload/Ips_duplicatus_pr_2021-07-30_TH.pdf" title="https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/dokumente/upload/Ips_duplicatus_pr_2021-07-30_TH.pdf" target="_blank" rel="noopener">Pflanzengesundheit</a>)</p><p>Für verlässliche Wirksamkeit fanden sich in den ausgewerteten Quellen keine belastbaren Belege für einfache Innenraum- oder Haushaltssprays. Die fachlich abgesicherten Maßnahmen zielen stattdessen auf Befallserkennung, Holzlogistik, Entrindung und den rechtzeitigen Entzug des Brutmaterials. (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7009941/" title="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7009941/" target="_blank" rel="noopener">PMC</a>)</p><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead">WICHTIGER HINWEIS</div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Bei starkem oder wiederkehrendem Schädlingsbefall empfehlen wir dringend die Konsultation eines professionellen Schädlingsbekämpfers. Eigenständige Bekämpfungsmaßnahmen können bei unsachgemäßer Anwendung gesundheitliche Risiken bergen oder den Befall verschlimmern. Die Informationen in diesem Artikel dienen der Aufklärung und ersetzen keine professionelle Schädlingsbekämpfung.</div></div><h2>Häufig gestellte Fragen (FAQ)</h2><h3>Ist der Nordische Fichtenborkenkäfer dasselbe wie der Buchdrucker?</h3><p>Nein. Es handelt sich um eine eigene Art, die dem Buchdrucker äußerlich stark ähnelt. Gerade diese Ähnlichkeit macht die Feldbestimmung schwierig; eine sichere Trennung gelingt oft erst mikroskopisch über die Form der Absturzzähne. (<a href="https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/monitoring/211872/index.php" title="https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/monitoring/211872/index.php" target="_blank" rel="noopener">Bayern Forestry Institute</a>)</p><h3>Wie viele Generationen pro Jahr sind möglich?</h3><p>Das hängt stark vom Klima ab. WSL nennt für Mitteleuropa meist zwei Generationen, EPPO für die nördlichen Herkunftsgebiete meist eine und für südlichere Ausbreitungsgebiete zwei bis drei; eine neuere Feldstudie berichtet regional sogar vier Generationen in einer Vegetationsperiode. (<a href="https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/schadensmanagement/neue-arten/ips-duplicatus" title="https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/schadensmanagement/neue-arten/ips-duplicatus" target="_blank" rel="noopener">Waldwissen</a>)</p><h3>Wie viele Eier legt ein Weibchen?</h3><p>Die Literatur ist hier nicht ganz einheitlich. Eine ältere Fachquelle nennt durchschnittlich 46 Eier je Weibchen, eine neuere Studie etwa 60 Eier, während amtliche Überblicksquellen vorsichtiger von bis zu 60 Nachkommen je Weibchen sprechen. (<a href="https://www.ibles.pl/wp-content/uploads/2023/03/holusa-13-1-1.pdf" title="https://www.ibles.pl/wp-content/uploads/2023/03/holusa-13-1-1.pdf" target="_blank" rel="noopener">Ibles</a>)</p><h3>Befällt die Art trockenes Bauholz im Haus?</h3><p>Die ausgewerteten Quellen beschreiben <em>Ips duplicatus</em> nicht als typischen Trockenholzschädling im Innenraum. Relevant ist er vor allem an stehenden Fichten, an frisch befallenem Rundholz, an Holzlagerplätzen und im Umfeld von Sägewerken, besonders bei berindetem Nadelholz. (<a href="https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/dokumente/upload/Ips_duplicatus_pr_2021-07-30_TH.pdf" title="https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/dokumente/upload/Ips_duplicatus_pr_2021-07-30_TH.pdf" target="_blank" rel="noopener">Pflanzengesundheit</a>)</p><h3>Woran lässt sich ein früher Befall am ehesten erkennen?</h3><p>Das wichtigste Frühzeichen ist Bohrmehl am Stammfuß und in Rindenritzen. Auf eine Verfärbung der Krone allein sollte man sich nicht verlassen, weil diese oft erst nach dem Ausflug der neuen Käfergeneration deutlich wird. (<a href="https://www.mdpi.com/1999-4907/14/1/131" title="https://www.mdpi.com/1999-4907/14/1/131" target="_blank" rel="noopener">MDPI</a>)</p><h3>Reicht es, befallenes Holz erst im Winter zu entfernen?</h3><p>Häufig nicht. Mehrere Fachquellen betonen, dass die zweite Generation ihre Brutbäume oft schon im Herbst verlässt und in der Bodenstreu überwintert; eine aktuelle Feldstudie fand den überwiegenden Teil der Überwinterer in der Streu und empfiehlt die Entfernung fertig entwickelter Befallsbäume spätestens bis September. (<a href="https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/schadensmanagement/neue-arten/ips-duplicatus" title="https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/schadensmanagement/neue-arten/ips-duplicatus" target="_blank" rel="noopener">Waldwissen</a>)</p><h3>Ist der Nordische Fichtenborkenkäfer für Menschen gefährlich?</h3><p>Für direkte Gesundheitsgefahren fanden sich in den ausgewerteten amtlichen und wissenschaftlichen Quellen keine belastbaren Hinweise. Die praktische Relevanz liegt in Baumsterben, Holzschäden, Bohrmehl und Qualitätsverlusten des Holzes, nicht in Stichen, Bissen oder belegter Krankheitsübertragung auf Menschen. (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7009941/" title="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7009941/" target="_blank" rel="noopener">PMC</a>)</p><h2>Quellen</h2><ul>
<li>Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF): „Der Nordische Fichtenborkenkäfer“. (<a href="https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/monitoring/211872/index.php" title="https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/monitoring/211872/index.php" target="_blank" rel="noopener">Bayern Forestry Institute</a>)</li>
<li>Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF): „Nordischer Fichtenborkenkäfer auch in Bayern weitverbreitet“. (<a href="https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/monitoring/240150/index.php" title="https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/monitoring/240150/index.php" target="_blank" rel="noopener">Bayern Forestry Institute</a>)</li>
<li>EPPO Global Database: Datasheet zu <em>Ips duplicatus</em>. (<a href="https://gd.eppo.int/taxon/IPSXDU/download/datasheet_pdf" title="https://gd.eppo.int/taxon/IPSXDU/download/datasheet_pdf" target="_blank" rel="noopener">EPPO Global Database</a>)</li>
<li>EFSA Journal / PMC: „Pest categorisation of <em>Ips duplicatus</em>“. (<a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7009941/" title="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7009941/" target="_blank" rel="noopener">PMC</a>)</li>
<li>Waldwissen / WSL: „<em>Ips duplicatus</em> – eine neue Borkenkäferart für die Schweiz breitet sich weiter aus“. (<a href="https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/schadensmanagement/neue-arten/ips-duplicatus" title="https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/schadensmanagement/neue-arten/ips-duplicatus" target="_blank" rel="noopener">Waldwissen</a>)</li>
<li>Davídková, M. (2019): Ph.D.-Arbeit zur temperaturabhängigen Entwicklung von <em>Ips duplicatus</em>. </li>
<li>MDPI Forests (2021): „Felled and Lure Trap Trees with Uncut Branches Are Only Weakly Attractive to the Double-Spined Bark Beetle, <em>Ips duplicatus</em>“. (<a href="https://www.mdpi.com/1999-4907/12/7/941" title="https://www.mdpi.com/1999-4907/12/7/941" target="_blank" rel="noopener">MDPI</a>)</li>
<li>MDPI Forests (2023): „Overwintering Migration of the Double-Spined Spruce Bark Beetle <em>Ips duplicatus</em>“. (<a href="https://www.mdpi.com/1999-4907/14/1/131" title="https://www.mdpi.com/1999-4907/14/1/131" target="_blank" rel="noopener">MDPI</a>)</li>
<li>Julius Kühn-Institut (JKI): Pest Reports zu Funden von <em>Ips duplicatus</em> in Thüringen. (<a href="https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/dokumente/upload/Ips-duplicatus_pr2019th.pdf" title="https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/dokumente/upload/Ips-duplicatus_pr2019th.pdf" target="_blank" rel="noopener">Pflanzengesundheit</a>)</li>
<li>LWF aktuell 1/2019: Bericht zur Borkenkäferkalamität in Tschechien mit Einordnung von <em>Ips duplicatus</em>. (<a href="https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/waldschutz/dateien/a120_borkenkaefer_tschechien.pdf" title="https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/waldschutz/dateien/a120_borkenkaefer_tschechien.pdf" target="_blank" rel="noopener">Bayern Forestry Institute</a>)</li>
</ul>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		
		<link>https://www.schaedlingsvernichtung.de/lexikon/nordamerikanischer-splintholzkaefer</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Weißbacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 09:36:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[N]]></category>
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					<description><![CDATA[Aussehen: Wie sieht Nordamerikanischer Splintholzkäfer aus?ErkennungsmerkmaleDie erwachsenen Käfer sind schlank, leicht abgeflacht und meist braun bis rotbraun, teils fast schwarz. Für Lyctus planicollis nennen UF/IFAS und LSU meist eine Körperlänge von etwa 4 bis 6 mm; charakteristisch sind der von oben sichtbare Kopf, 11-gliedrige Fühler mit deutlich zweigliedriger Keule sowie längs verlaufende Punktreihen auf den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Aussehen: Wie sieht Nordamerikanischer Splintholzkäfer aus?</h2><h3>Erkennungsmerkmale</h3><p>Die erwachsenen Käfer sind schlank, leicht abgeflacht und meist braun bis rotbraun, teils fast schwarz. Für <em>Lyctus planicollis</em> nennen UF/IFAS und LSU meist eine Körperlänge von etwa 4 bis 6 mm; charakteristisch sind der von oben sichtbare Kopf, 11-gliedrige Fühler mit deutlich zweigliedriger Keule sowie längs verlaufende Punktreihen auf den Flügeldecken. Der Körper wirkt insgesamt schmal und parallelseitig, was gut zu anderen echten Splintholzkäfern der Lyctinae passt. (<a href="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" title="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" target="_blank" rel="noopener">Ask IFAS – Powered by EDIS</a>)</p><h3>Unterscheidung zu ähnlichen Arten</h3><p>Im Gebäude wird <em>L. planicollis</em> leicht mit anderen kleinen braunen Käfern verwechselt, besonders mit Mehlkäfern. Laut UF/IFAS hilft vor allem die Fühlerkeule bei der Abgrenzung: Splintholzkäfer haben zwei deutlich verbreiterte Endglieder, <a href="https://www.schaedlingsvernichtung.de/lexikon/mehlkaefer">Mehlkäfer</a> drei. Innerhalb der Gattung <em>Lyctus</em> ist die Artbestimmung nach Fachquellen dagegen deutlich anspruchsvoller; Museumsfachinformationen und LSU weisen darauf hin, dass dafür oft eine mikroskopische Untersuchung beziehungsweise eine Expertenbestimmung nötig ist. (<a href="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" title="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" target="_blank" rel="noopener">Ask IFAS – Powered by EDIS</a>)</p><h2>Entwicklung und Lebenszyklus</h2><h3>Entwicklungsstadien</h3><p>Wie andere Käfer durchläuft <em>Lyctus planicollis</em> eine vollständige Metamorphose mit Ei, Larve, Puppe und adultem Käfer. Die Eier sind durchscheinend, etwa 1 mm lang und werden tief in Holzporen, kleine Risse oder andere geeignete Ablagestellen von unbehandeltem Holz eingebracht. Die Larven leben verborgen im Splintholz, füllen ihre Gänge mit feinem Fraßmehl und legen vor der Verpuppung dicht unter der Holzoberfläche eine Puppenwiege an; der fertige Käfer verlässt das Holz anschließend durch ein rundes Ausflugloch. (<a href="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" title="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" target="_blank" rel="noopener">Ask IFAS – Powered by EDIS</a>)</p><h3>Entwicklungsdauer</h3><p>Die Entwicklungsdauer ist stark von Temperatur, Holzfeuchte und Nährstoffgehalt des Holzes abhängig. UF/IFAS beschreibt den Lebenszyklus typischerweise mit etwa einem Jahr, nennt aber eine Spannweite von sechs Monaten bis zu vier Jahren; UCR nennt gewöhnlich neun bis zwölf Monate, unter sehr günstigen Bedingungen sechs bis sieben Monate und unter ungünstigen Bedingungen 2,5 bis 4 Jahre oder länger. Für Laborbedingungen von 31 ± 3 °C und 85 ± 5 % relativer Luftfeuchte zitiert UCR für Eier im Mittel 8,2 Tage und für die Puppe im Mittel 8,1 Tage; die Larvenphase bleibt dabei der längste und variabelste Abschnitt. (<a href="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" title="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" target="_blank" rel="noopener">Ask IFAS – Powered by EDIS</a>)</p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div class="callout"><div class="head">Benötigen Sie Hilfe bei der Schädlingsbekämpfung?</div><div class="body">Erhalten Sie Angebote von Fachbetrieben in Ihrer Nähe.</div><button type="button" class="get-the-angebote" data-et-type="CTA-Banner">Jetzt unverbindlich Anfrage stellen</button></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2>Lebensweise und Verhalten</h2><h3>Aktivitätsmuster</h3><p>Die adulten Käfer sind überwiegend nachtaktiv, verbergen sich tagsüber in Spalten und fliegen nachts zum Licht. In Gebäuden können sie das ganze Jahr über auftreten, werden aber in warmen Monaten häufiger bemerkt; der Schlupf liegt oft zwischen April und Juli. Zur Lebensdauer adulter Tiere weichen die Quellen etwas ab: Das Umweltbundesamt spricht allgemein von wenigen Wochen, während UF/IFAS und LSU für erwachsene Käfer meist ein bis drei Monate nennen. (<a href="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" title="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" target="_blank" rel="noopener">Ask IFAS – Powered by EDIS</a>)</p><h3>Nahrung und Ernährung</h3><p>Schädlich ist vor allem die Larve, nicht der erwachsene Käfer. Sie entwickelt sich im stärkereichen Splintholz trockener Laubhölzer und nutzt dort vor allem Stärke sowie vorhandene Zucker- und Eiweißanteile; UCR betont ausdrücklich, dass Lyctiden die eigentlichen Zellwände des Holzes nicht verdauen. Das UBA nennt für Splintholzkäfer typischerweise Eiche, Ahorn, Ulme, Esche, Nussbaum und Edelkastanie sowie einige importierte großporige Hölzer und Bambus; Nadelhölzer werden in den amtlichen Informationen grundsätzlich nicht als Befallsmaterial genannt. (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" title="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" target="_blank" rel="noopener">Umweltbundesamt</a>)</p><h2>Vermehrung und Fortpflanzung</h2><h3>Fortpflanzungsverhalten</h3><p>Nach dem Schlupf paaren sich die Käfer rasch, und die Weibchen beginnen kurz darauf mit der Eiablage. UF/IFAS beschreibt eine Eiablagephase von ungefähr einer Woche; abgelegt wird in Poren, feinen Rissen, Spalten und auch in frisch entstandenen Ausfluglöchern. Entscheidend ist dabei, dass die Holzoberfläche unbeschichtet beziehungsweise als Ablageort zugänglich ist. (<a href="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" title="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" target="_blank" rel="noopener">Ask IFAS – Powered by EDIS</a>)</p><h3>Vermehrungsrate</h3><p>Zur Eizahl gibt es belastbare, aber nicht deckungsgleiche Angaben. UF/IFAS nennt durchschnittlich etwa 15 bis 50 Eier je Weibchen, während UCR für Laborzuchten 18 bis 122 Eier mit einem Mittelwert von 51,4 Eiern angibt; die Legeleistung ist also deutlich umweltabhängig. Auch die Generationszahl ist nicht pauschal festzulegen: UCR berichtet, dass unter sehr günstigen Bedingungen im Süden der USA zwei Generationen pro Jahr nicht ungewöhnlich sind, während die übrigen Fachquellen vor allem die stark variable Entwicklungszeit betonen. (<a href="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" title="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" target="_blank" rel="noopener">Ask IFAS – Powered by EDIS</a>)</p><h2>Vorkommen und Verbreitung</h2><h3>Natürliche Lebensräume</h3><p><em>Lyctus planicollis</em> ist nach UCR eine überwiegend nearktische Art und kommt in Nordamerika weit verbreitet vor; LSU beschreibt das Areal als Kanada bis Mexiko. Gleichzeitig weisen UF/IFAS und LSU darauf hin, dass die Art eng mit vom Menschen genutzten Holzprodukten verknüpft ist und dadurch weit verschleppt werden kann. Für Europa wird sie als eingeschleppt beschrieben. (<a href="https://entomology.ucr.edu/ebeling_ch5_2" title="https://entomology.ucr.edu/ebeling_ch5_2" target="_blank" rel="noopener">Department of Entomology</a>)</p><h3>Verbreitung in/an Gebäuden</h3><p>In Gebäuden taucht die Art vor allem über bereits befallene Holzprodukte auf, etwa Parkett, Möbel, Rahmen, Paneele, Sperrholz oder andere verarbeitete Laubhölzer. Das UBA betont, dass oft schon befallenes Holz verbaut wird und der Schaden deshalb erst spät auffällt; betroffen sind unter anderem Möbel, Tür- und Fensterrahmen, Bilderrahmen, Leisten, Parkett und Vertäfelungen. Weil die Käfer zum Licht fliegen, werden adulte Tiere zudem häufig auf Fensterbänken oder in Lampennähe gefunden. (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" title="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" target="_blank" rel="noopener">Umweltbundesamt</a>)</p><h2>Bedeutung als Schädling</h2><h3>Schadwirkung</h3><p>Die eigentliche Schadwirkung geht von den Larven aus, die das Splintholz durch Fraßgänge zunehmend entwerten. Nach UBA können sich mehrere Generationen im selben Holz entwickeln; dadurch kommt es zu einer fortschreitenden Strukturauflösung bis hin zur Pulverisierung des Holzes. Problematisch ist vor allem, dass der Befall von außen oft lange unauffällig bleibt und erst mit dem Ausflug der Käfer sichtbar wird. (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" title="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" target="_blank" rel="noopener">Umweltbundesamt</a>)</p><h3>Wirtschaftliche Schäden</h3><p>Wirtschaftlich relevant ist <em>L. planicollis</em> vor allem dort, wo trockene Laubhölzer verarbeitet, gelagert oder verbaut werden. UF/IFAS beschreibt erhebliche Probleme für Hersteller von Hartholzprodukten, LSU verweist auf beträchtliche Verluste an Schnittholz und neu hergestellten Waren, und das UBA nennt zusätzlich Schäden an Parkett, Innenausbau und Museumsgut. Damit ist die Art weniger ein Hygienethema als ein klassischer Material- und Nutzungsschädling. (<a href="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" title="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" target="_blank" rel="noopener">Ask IFAS – Powered by EDIS</a>)</p><h3>Befallene Holzarten</h3><p>Im Schwerpunkt werden stärkereiche Laubhölzer befallen, insbesondere deren Splintholz. Die herangezogenen Quellen nennen unter anderem Eiche, Esche, Ahorn, Hickory, Mahagoni, Ulme, Nussbaum und Edelkastanie; außerdem kann Bambus befallen werden. Frischere oder jüngere Hölzer gelten als stärker gefährdet, doch das UBA weist darauf hin, dass unter geeigneten Innenraumbedingungen auch deutlich älteres Holz noch befallen werden kann; für <em>L. planicollis</em> wird dort zudem ein erweitertes Wirtsspektrum bis Rotbuche erwähnt. (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" title="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" target="_blank" rel="noopener">Umweltbundesamt</a>)</p><h3>Fraßgänge und Bohrlöcher</h3><p>Typisch sind mit feinem Bohr- beziehungsweise Fraßmehl gefüllte Larvengänge im Holz. Die Larven fressen zunächst bevorzugt entlang der Faserrichtung, später auch quer dazu; kurz vor dem Schlupf wird dicht unter der Oberfläche eine Puppenwiege angelegt. Die Ausfluglöcher der fertigen Käfer sind rund und nach UF/IFAS und LSU meist etwa 0,8 bis 1,5 mm weit. Wichtig für die Praxis: Nach LSU beweisen alte Löcher allein noch keinen aktiven Befall. (<a href="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" title="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" target="_blank" rel="noopener">Ask IFAS – Powered by EDIS</a>)</p><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><button class="get-the-angebote">Jetzt unverbindlich anfragen &amp; Schädlingsbekämpfer finden!</button><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><h2>Gesundheitliche Risiken</h2><h3>Direkte Gefahren</h3><p>Das Umweltbundesamt ordnet Splintholzkäfer als Materialschädlinge ein und verneint Gesundheitsrisiken für Menschen. Im Vordergrund stehen also Holzschäden und deren Folgen, nicht eine direkte medizinische Gefährdung. (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" title="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" target="_blank" rel="noopener">Umweltbundesamt</a>)</p><h3>Indirekte Folgen</h3><p>Indirekte Folgen ergeben sich vor allem aus spätem Erkennen, Sanierungsaufwand und dem möglichen Austausch geschädigter Holzbauteile oder Einrichtungsgegenstände. Die hier ausgewerteten amtlichen und wissenschaftlichen Quellen behandeln Splintholzkäfer nicht als Hygieneschädlinge; belastbare Hinweise auf Krankheitsübertragung oder eine typische Lebensmittelkontamination ergeben sich daraus nicht. (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" title="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" target="_blank" rel="noopener">Umweltbundesamt</a>)</p><h2>Befall erkennen</h2><h3>Befallsanzeichen</h3><p>Zu den wichtigsten Befallsanzeichen zählen kleine runde Ausfluglöcher, feines helles Bohrmehl sowie umherlaufende oder fliegende Käfer in Innenräumen. Das UBA nennt zusätzlich Bohrmehl an der Holzoberfläche als Leitsymptom, und LSU betont, dass pulveriges Fraßmehl ein wichtiger Befund für Pulverkäfer ist, auch wenn es nicht bis zur Art bestimmt. Wegen der Lichtanziehung werden adulte Tiere häufig an Fenstern oder Leuchten gefunden. (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" title="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" target="_blank" rel="noopener">Umweltbundesamt</a>)</p><figure class="wp-block-image size-large">
  <img decoding="async" src="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/schaedlingsvernichtung/2026/04/nordamerikanischer-splintholzkaefer-intext.webp" alt="Nordamerikanischer Splintholzkäfer (Lyctus planicollis) in typischer Umgebung – Befall erkennen und bekämpfen">
  <figcaption>© Schaedlingsvernichtung.de</figcaption>
</figure><h3>Schadensspuren</h3><p>Stärker befallenes Holz kann innen weitgehend ausgehöhlt sein, obwohl die Oberfläche zunächst noch relativ intakt wirkt. UF/IFAS beschreibt bei starkem Befall eine papierdünne Außenhaut, die leicht einbricht; UBA spricht von Strukturauflösung bis zur Pulverisierung. Für die Aktivitätsbeurteilung sind frisches beziehungsweise sich neu ansammelndes Fraßmehl und neue Schlupflöcher deutlich aussagekräftiger als alte, längst verlassene Ausfluglöcher. (<a href="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" title="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" target="_blank" rel="noopener">Ask IFAS – Powered by EDIS</a>)</p><h2>Vorbeugende Maßnahmen</h2><p>Vorbeugung beginnt bei der Materialauswahl und Lagerung. Das UBA empfiehlt Hölzer mit geringem Stärkegehalt beziehungsweise lange gelagerte Hölzer; LSU ergänzt, dass technisch getrocknetes Holz vorhandene Käfer zwar abtötet, die anschließende Lagerkontrolle aber wichtig bleibt, um Reinfestationen zu verhindern. Zusätzlich verhindern Lacke, Lasuren, Wachse oder andere geschlossene Oberflächenbehandlungen nach IFAS und LSU die Eiablage auf geeigneten Holzoberflächen, solange keine ungeschützten Risse, Poren oder verdeckten Rohholzflächen zugänglich bleiben. (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" title="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" target="_blank" rel="noopener">Umweltbundesamt</a>)</p><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><button class="get-the-angebote">Jetzt unverbindlich anfragen &amp; Schädlingsbekämpfer finden!</button><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><h2>Bekämpfung</h2><h3>Professionelle Bekämpfung</h3><p>Sobald verbautes Holz betroffen ist oder der Schaden über einzelne kleine Gegenstände hinausgeht, sollte die Bekämpfung fachlich geplant werden. Das UBA nennt als biozidfreie Verfahren insbesondere Heißluft sowie elektrophysikalische Verfahren wie Mikrowellen- und Hochfrequenztechnik; in seinem Bericht zu Alternativen zum Biozid-Einsatz wird für die Mikrowellentechnik eine bauteilbezogene Erwärmung auf 55 °C für mindestens 60 Minuten beschrieben und ausdrücklich dem beruflichen Anwendungsbereich zugeordnet. LSU ergänzt, dass je nach Objekt auch Begasung oder zugelassene chemische Verfahren eingesetzt werden können, dies aber in die Hand lizenzierter Fachbetriebe gehört. (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" title="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" target="_blank" rel="noopener">Umweltbundesamt</a>)</p><h3>Eigenmaßnahmen</h3><p>Eigenmaßnahmen haben enge Grenzen. Sinnvoll sind vor allem Beobachtung, Dokumentation von frischem Bohrmehl, das Separieren oder gegebenenfalls Entsorgen kleiner befallener Einzelstücke sowie das Verhindern erneuter Eiablage durch geeignete Oberflächenbehandlung, wenn das Objekt dafür geeignet ist. Das UBA rät bei sichtbaren Schäden an eingebautem Holz ausdrücklich zum Fachbetrieb und warnt zudem vor dem Einsatz von Holzschutzmitteln in Wohn- und Aufenthaltsräumen. (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3521/dokumente/pa8_verbraucherleitfadenholzschutzmittel_2008.pdf" title="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3521/dokumente/pa8_verbraucherleitfadenholzschutzmittel_2008.pdf" target="_blank" rel="noopener">Umweltbundesamt</a>)</p><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead">WICHTIGER HINWEIS</div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Bei starkem oder wiederkehrendem Schädlingsbefall empfehlen wir dringend die Konsultation eines professionellen Schädlingsbekämpfers. Eigenständige Bekämpfungsmaßnahmen können bei unsachgemäßer Anwendung gesundheitliche Risiken bergen oder den Befall verschlimmern. Die Informationen in diesem Artikel dienen der Aufklärung und ersetzen keine professionelle Schädlingsbekämpfung.</div></div><h2>Häufig gestellte Fragen (FAQ)</h2><h3>Sind "Nordamerikanischer", "Amerikanischer" und "Südlicher Splintholzkäfer" dasselbe?</h3><p>Für dieselbe Art <em>Lyctus planicollis</em> sind mehrere deutsche Bezeichnungen im Umlauf. Der DSV verwendet „Nordamerikanischer Splintholzkäfer“, die EPPO-Datenbank führt für <em>L. planicollis</em> die deutschen Namen „amerikanischer Splintholzkäfer“ und „südlicher Splintholzkäfer“. Zusätzlich weist das LSU AgCenter darauf hin, dass in nordamerikanischer Literatur auch das Synonym <em>Lyctus carbonarius</em> vorkommt; für mitteleuropäische Fachtexte ist <em>Lyctus planicollis</em> als wissenschaftlicher Name die eindeutigste Bezeichnung. (<a href="https://www.dsvonline.de/dsv/fuer-verbraucher/schaedlingsverzeichnis/nordamerikanischer-splintholzkaefer.php" title="https://www.dsvonline.de/dsv/fuer-verbraucher/schaedlingsverzeichnis/nordamerikanischer-splintholzkaefer.php" target="_blank" rel="noopener">DSV Online</a>)</p><h3>Befällt die Art Nadelholz?</h3><p>Nach den herangezogenen amtlichen und wissenschaftlichen Quellen nein beziehungsweise nur nicht belastbar belegt. Der Schwerpunkt liegt klar auf stärkereichem Splintholz von Laubhölzern und auf Bambus; das UBA nennt Nadelhölzer ausdrücklich nicht als geeignetes Befallsmaterial für Splintholzkäfer. (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" title="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" target="_blank" rel="noopener">Umweltbundesamt</a>)</p><h3>Ist jedes Bohrloch ein Zeichen für aktiven Befall?</h3><p>Nein. LSU betont ausdrücklich, dass vorhandene Ausfluglöcher allein keinen aktiven Befall beweisen. Deutlich aussagekräftiger sind frisches, sich neu ansammelndes Bohrmehl, wiederholter Käferschlupf und neue Löcher in derselben Saison. (<a href="https://www.lsuagcenter.com/~/media/system/2/1/2/6/21267255808947e53a96f7e4be9968bb/p3847_bugbizsouthernlyctusbeetle_1022pdf.pdf" title="https://www.lsuagcenter.com/~/media/system/2/1/2/6/21267255808947e53a96f7e4be9968bb/p3847_bugbizsouthernlyctusbeetle_1022pdf.pdf" target="_blank" rel="noopener">LSU AgCenter</a>)</p><h3>Kann lackiertes oder versiegeltes Holz neu befallen werden?</h3><p>Eine neue Eiablage erfolgt nach UF/IFAS und LSU grundsätzlich nur auf unbeschichteten, zugänglichen Holzoberflächen, in Poren, Rissen oder ähnlichen Ablagestellen. Werden an fertig beschichteten Möbeln oder Parkettelementen Ausfluglöcher sichtbar, spricht das deshalb häufig dafür, dass der Befall schon vor dem Lackieren oder Versiegeln im Holz vorhanden war. Beschichtungen verhindern Reinfestation, beseitigen aber keine bereits im Inneren lebenden Larven. (<a href="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" title="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" target="_blank" rel="noopener">Ask IFAS – Powered by EDIS</a>)</p><h3>Wie schnell entwickelt sich der Käfer?</h3><p>Eine pauschale Ein-Jahres-Zahl wäre zu grob. UF/IFAS nennt typischerweise etwa ein Jahr, aber je nach Bedingungen sechs Monate bis vier Jahre; UCR nennt gewöhnlich neun bis zwölf Monate, unter sehr günstigen Bedingungen sechs bis sieben Monate. Für sehr günstige Bedingungen berichtet UCR außerdem von zwei Generationen pro Jahr im Süden der USA, was zeigt, wie stark Temperatur und Holzqualität die Entwicklung beeinflussen. (<a href="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" title="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" target="_blank" rel="noopener">Ask IFAS – Powered by EDIS</a>)</p><h3>Wann sollte ein Fachbetrieb hinzugezogen werden?</h3><p>Spätestens dann, wenn verbautes Holz, Parkett, Tür- oder Fensterrahmen, Vertäfelungen oder andere wertige Holzbauteile betroffen sind. Das UBA empfiehlt bei sichtbaren Schäden an eingebautem Holz ausdrücklich den Fachbetrieb, weil erst dort sicher beurteilt werden kann, welcher Schädling vorliegt, wie weit sich der Befall ausgebreitet hat und welches Verfahren fachgerecht eingesetzt werden sollte. Das gilt umso mehr bei wiederkehrendem Käferschlupf oder wenn die Artbestimmung im Bereich <em>Lyctus</em> unsicher ist. (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3521/dokumente/pa8_verbraucherleitfadenholzschutzmittel_2008.pdf" title="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3521/dokumente/pa8_verbraucherleitfadenholzschutzmittel_2008.pdf" target="_blank" rel="noopener">Umweltbundesamt</a>)</p><h2>Quellen</h2><ol>
<li>Deutscher Schädlingsbekämpfer-Verband e. V. (DSV): „Nordamerikanischer Splintholzkäfer“. (<a href="https://www.dsvonline.de/dsv/fuer-verbraucher/schaedlingsverzeichnis/nordamerikanischer-splintholzkaefer.php?utm_source=chatgpt.com" title="Nordamerikanischer Splintholzkäfer - Deutscher Schädlingsbekämpfer-Verband e.V. (DSV)" target="_blank" rel="noopener">DSV Online</a>)</li>
<li>EPPO Global Database: <em>Lyctus planicollis</em> overview. (<a href="https://gd.eppo.int/taxon/LYCTPL?utm_source=chatgpt.com" title="Lyctus planicollis (LYCTPL)[Overview]| EPPO Global Database" target="_blank" rel="noopener">EPPO Global Database</a>)</li>
<li>University of Florida IFAS Extension: „Southern Lyctus Beetle, <em>Lyctus planicollis</em> LeConte“. (<a href="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" title="https://ask.ifas.ufl.edu/publication/IN559" target="_blank" rel="noopener">Ask IFAS – Powered by EDIS</a>)</li>
<li>University of California, Riverside: „Urban Entomology – Southern Lyctus Beetle, <em>Lyctus planicollis</em>“. (<a href="https://entomology.ucr.edu/ebeling_ch5_2" title="https://entomology.ucr.edu/ebeling_ch5_2" target="_blank" rel="noopener">Department of Entomology</a>)</li>
<li>Umweltbundesamt: „Splintholzkäfer“. (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" title="https://www.umweltbundesamt.de/splintholzkaefer" target="_blank" rel="noopener">Umweltbundesamt</a>)</li>
<li>LSU AgCenter: „Southern Lyctus Beetle (<em>Lyctus carbonarius</em> / <em>Lyctus planicollis</em>)“. (<a href="https://www.lsuagcenter.com/~/media/system/2/1/2/6/21267255808947e53a96f7e4be9968bb/p3847_bugbizsouthernlyctusbeetle_1022pdf.pdf" title="https://www.lsuagcenter.com/~/media/system/2/1/2/6/21267255808947e53a96f7e4be9968bb/p3847_bugbizsouthernlyctusbeetle_1022pdf.pdf" target="_blank" rel="noopener">LSU AgCenter</a>)</li>
<li>Umweltbundesamt: „Verbraucherleitfaden Holzschutzmittel“. (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3521/dokumente/pa8_verbraucherleitfadenholzschutzmittel_2008.pdf" title="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3521/dokumente/pa8_verbraucherleitfadenholzschutzmittel_2008.pdf" target="_blank" rel="noopener">Umweltbundesamt</a>)</li>
<li>Umweltbundesamt: „Alternativen zum Biozid-Einsatz – Mikrowelle im bekämpfenden Holzschutz“. (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/1410/publikationen/2020-07-22_texte_142-2020_biozide_alternativen_0.pdf" title="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/1410/publikationen/2020-07-22_texte_142-2020_biozide_alternativen_0.pdf" target="_blank" rel="noopener">Umweltbundesamt</a>)</li>
</ol>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		
		<link>https://www.schaedlingsvernichtung.de/lexikon/nonne</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Weißbacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2026 13:29:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[N]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Nonne (Lymantria monacha) ist ein Schmetterling aus der Unterfamilie Lymantriinae und wird in offiziellen Forstquellen als bedeutender Nadelwaldschädling beschrieben. In Mitteleuropa stehen vor allem Kiefer und Fichte im Fokus, wobei Massenvermehrungen zu starkem Nadelverlust führen können.EPPO führt die Art als in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet; in mehreren außereuropäischen Ländern ist sie regulaert [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nonne (<em>Lymantria monacha</em>) ist ein Schmetterling aus der Unterfamilie Lymantriinae und wird in offiziellen Forstquellen als bedeutender Nadelwaldschädling beschrieben. In Mitteleuropa stehen vor allem Kiefer und Fichte im Fokus, wobei Massenvermehrungen zu starkem Nadelverlust führen können.</p><p>EPPO führt die Art als in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet; in mehreren außereuropäischen Ländern ist sie regulaert oder als Quarantäneschaderreger gelistet. Für den Innenraumkontext ist wichtig: Es handelt sich primär um einen Waldschädling mit Entwicklung an Bäumen, nicht um einen typischen Hygieneschädling in Wohnungen.</p><h2>Aussehen: Wie sieht die Nonne aus?</h2><h3>Erkennungsmerkmale</h3><p>Nach Natural Resources Canada sind weibliche Falter größer (Flügelspannweite meist über 53 mm) als männliche Tiere (meist über 41 mm). Die Vorderflügel sind hell mit dunkler Zickzackzeichnung; dieses schwarz-weiße Muster begründet den deutschen Namen.</p><p>Die Raupen erreichen etwa 30 bis 35 mm Länge und variieren farblich von hellbraun bis grauschwarz. Eigelege liegen häufig in Rindenritzen; die Eier werden dort in Gruppen abgelegt und überdauern den Winter.</p><h3>Unterscheidung zu ähnlichen Arten</h3><p>Verwechslungen sind vor allem mit dem Schwammspinner möglich, weil beide Arten nachtaktive Forstschmetterlinge sind. NRCan beschreibt für die Nonne jedoch charakteristische Unterschiede: Eigelege sind eher zylindrisch und ohne die für Schwammspinner typischen Haarauflagen.</p><p>Auch die Flügelzeichnung unterscheidet sich: Bei der Nonne dominiert das kontrastreiche, netzartige Muster. Für belastbare Feldbestimmungen werden in der Praxis Merkmalskombinationen aus Falterbild, Eiform und Befallsbild genutzt.</p><h2>Entwicklung und Lebenszyklus der Nonne</h2><h3>Entwicklungsstadien</h3><p>Die Nonne durchläuft Ei, Raupe, Puppe und Falter. LWF und NRCan beschreiben, dass die Art als Ei überwintert und die Raupen je nach Witterung meist Ende April bis Mai schlüpfen.</p><p>Die Raupen fressen zunächst an älteren Nadeln und wechseln später auch auf junge Nadeln; die Verpuppung erfolgt anschliessend an Stamm oder in Rindennischen. Der Falterflug liegt in Mitteleuropa typischerweise zwischen Juli und September.</p><h3>Entwicklungsdauer</h3><p>Die Entwicklungsangaben sind temperaturabhängig und variieren zwischen Quellen, bleiben aber in einem gut begrenzten Rahmen.</p><table>
<thead>
<tr>
<th align="left">Quelle</th>
<th align="left">Angabe zur Entwicklungsdauer</th>
</tr>
</thead>
<tbody><tr>
<td align="left">LWF Bayern</td>
<td align="left">Raupenentwicklung bis zum Falterflug etwa 9 bis 10 Wochen</td>
</tr>
<tr>
<td align="left">NRCan</td>
<td align="left">Lebenszyklus in Nordamerika-Bewertungen typischerweise ca. 90 Tage</td>
</tr>
<tr>
<td align="left">Keena et al. (peer-reviewed)</td>
<td align="left">Larvenstadien im Feld meist 5 bis 7 (häufig 5 bei Männchen, 6 bei Weibchen); Dauer stark von Temperatur/Wirt abhängig</td>
</tr>
</tbody></table><p>Praktisch ist deshalb ein temperaturgebundener Arbeitsbereich sinnvoll: von Raupenschlupf im Frühjahr bis zu flugaktiven Faltern im Hoch- bis Spätsommer bei meist einer Generation pro Jahr.</p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div class="callout"><div class="head">Benötigen Sie Hilfe bei der Schädlingsbekämpfung?</div><div class="body">Erhalten Sie Angebote von Fachbetrieben in Ihrer Nähe.</div><button type="button" class="get-the-angebote" data-et-type="CTA-Banner">Jetzt unverbindlich Anfrage stellen</button></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2>Lebensweise und Verhalten von Nonnen</h2><h3>Aktivitaetsmuster</h3><p>Adulte Nonnen sind laut NRCan überwiegend nachts aktiv und werden von Lichtquellen angezogen. LWF beschreibt zusaetzlich, dass die Falter tagsüber oft ruhig an Stammen sitzen und in der Daemmerung flugaktiv werden.</p><p>Jungraupen können sich nach dem Schlupf auch passiv ausbreiten, etwa über Fadenflug und Windverdriftung. Dadurch entstehen neue Befallsherde nicht nur unmittelbar am Ursprungsbaum.</p><h3>Nahrung und Ernaehrung</h3><p>Der Schwerpunkt liegt auf Nadelbäumen, insbesondere Kiefer und Fichte. NRCan nennt daneben weitere Nadel- und Laubbaumarten als mögliche Wirte, was zu den breiten EPPO-Wirtsangaben für verholzende Pflanzen passt.</p><p>In Gradationen frisst die Art in großen Mengen Nadelmasse; wiederholter Kahlfraß schwächt Bäume deutlich. Damit ist die Nonne ökologisch vor allem als Kronen- und Assimilationsschädling relevant.</p><h2>Vermehrung und Fortpflanzung</h2><h3>Fortpflanzungsverhalten</h3><p>Nach dem Falterflug erfolgt Paarung und Eiablage an Rinde oder anderen rauen Oberflächen in Waldnaehe. NRCan beschreibt Eigelege in Ritzen und geschützten Strukturen, was die Überwinterung als Ei ermöglicht.</p><p>Für das Populationsmonitoring nutzen Waldschutzdienste Pheromonfallen und anschliessende Eigelegekontrollen. LWF beschreibt dieses Stufensystem explizit als Grundlage für Prognose und Entscheidung über weitere Maßnahmen.</p><h3>Vermehrungsrate</h3><p>Die publizierten Werte werden als Bereiche angegeben:</p><table>
<thead>
<tr>
<th align="left">Parameter</th>
<th align="left">Belastbarer Bereich</th>
</tr>
</thead>
<tbody><tr>
<td align="left">Eier pro Gelege</td>
<td align="left">meist 20 bis 100, in Einzelfällen bis etwa 300 (NRCan)</td>
</tr>
<tr>
<td align="left">Generationen pro Jahr</td>
<td align="left">überwiegend eine Generation (LWF, NRCan)</td>
</tr>
<tr>
<td align="left">Monitoring-Schwelle</td>
<td align="left">in LWF-Prognosen &gt;1000 Männchen/Falle als Auslöser für Folgeprüfung</td>
</tr>
</tbody></table><p>Die Werte zeigen: Nicht jedes Auftreten führt zu Massenbefall. Kritisch werden vor allem Jahre mit anhaltend hoher Falterdichte und günstigen Entwicklungsbedingungen.</p><h2>Vorkommen und Verbreitung</h2><h3>Natuerliche Lebensräume</h3><p>EPPO führt die Nonne als in Nord-, Mittel- und Teilen Südeuropas sowie in weiten Teilen Asiens verbreitet. Ökologisch liegt der Schwerpunkt auf Nadelwald- und Mischwaldsystemen mit geeigneten Wirtsbäumen.</p><p>Historisch wurden starke Ausbrueche in Deutschland wiederholt in Kiefernbestaenden dokumentiert. LWF beschreibt für Bayern ausgeprägte Gradationen insbesondere in wärmebegünstigten Regionen.</p><h3>Verbreitung in/an Gebäuden</h3><p>Eine stabile Innenraumbesiedlung ist untypisch, weil die Entwicklung an lebenden Wirtsbäumen bzw. deren Nadelmasse gebunden ist. Relevante Exposition an Gebäuden entsteht eher durch Zuflug zum Licht oder über anhaftende Eigelege an Holz, Containern oder Transportmitteln.</p><p>Diese Verschleppungswege werden in nordamerikanischen Behördenquellen (NRCan) und in der wissenschaftlichen Literatur als relevantes Eintragsrisiko beschrieben. Funde im Siedlungsbereich bedeuten daher häufig Exposition, nicht automatisch eine etablierte Innenraumpopulation.</p><h2>Bedeutung des Schädlings Lymantria monacha</h2><h3>Schadwirkung</h3><p>Die Hauptschadwirkung ist Entnadelung durch Raupenfraß. LWF beschreibt, dass Bäume nach einmaligem Kahlfraß oft wieder benadeln, wiederholter Kahlfraß aber zu deutlicher Schwächung bis hin zu Bestandesschäden führen kann.</p><p>Neben Vitalitätsverlust erhöht starker Fraßdruck die Anfälligkeit gegenüber Folgeproblemen wie Trockenstress oder Sekundärschädlingen. Dadurch steigt das forstbetriebliche Risiko in betroffenen Regionen.</p><h3>Wirtschaftliche Schäden</h3><p>Konkrete Schadkosten sind standort- und jahresabhängig, aber Flächenangaben zeigen die potenzielle Größenordnung. LWF dokumentiert für Bayern zwischen 1980 und 1987 eine Massenvermehrung auf über 20.000 ha; 1983 wurden mehr als 14.000 ha bekämpft und auf etwa 3.000 ha trat Kahlfraß auf.</p><p>Aktuelle Waldschutzberichte der NW-FVA ordnen die Nonne in Niedersachsen/Bremen derzeit eher als Latenzgeschehen ein. Das begrenzt unmittelbare Schadflächen, erfordert aber weiterhin Monitoring- und Prognoseaufwand.</p><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><button class="get-the-angebote">Jetzt unverbindlich anfragen &amp; Schädlingsbekämpfer finden!</button><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><h2>Gesundheitliche Risiken bei einem Befall mit der Nonne</h2><h3>Direkte Gefahren</h3><p>Die ausgewerteten Fachquellen führen die Nonne als Forst- und Materialschädling an Bäumen, nicht als Parasiten- oder Vorratsschädling des Menschen. Direkte medizinische Gefahren stehen deshalb im Normalfall nicht im Vordergrund.</p><p>Eine relevante Krankheitsübertragung ist im üblichen Innenraumkontext nicht belegt.</p><h3>Indirekte Folgen</h3><p>Indirekte Folgen entstehen vor allem über Wald- und Bestandeschäden: Vitalitätsverluste, erhöhter Bewirtschaftungsaufwand und lokal eingeschränkte Schutz- und Erholungsfunktionen. Für Wohnräume sind typische hygienische Kontaminationspfade dagegen nicht das primäre Risikoprofil dieser Art.</p><p>Bei Fundhäufungen an Gebäuden ist meist ein Bezug zu umliegenden Waldgebieten, Lichtanflug oder verschlepptem Material wahrscheinlicher als eine dauerhafte Innenraumentwicklung.</p><h2>Nonnenbefall erkennen</h2><h3>Befallsanzeichen</h3><p>Frühe Hinweise sind erhöhte Falterfaenge in Pheromonfallen sowie sichtbare Eigelege in Rindenritzen. LWF nennt im Prognoseverfahren eine auffällige Fangschwelle von mehr als 1000 Männchen je Falle als Signal für vertiefte Folgekontrollen.</p><p>Im Bestand zeigen sich zudem Raupenfraß an Nadeln und je nach Befallsdruck ausduennende Kronen. Die sichere Bewertung erfolgt über die Kombination aus Fangdaten, Eigelegefunden und Fraßbild.</p><figure class="wp-block-image size-large">
  <img decoding="async" src="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/schaedlingsvernichtung/2026/02/nonne-intext.webp" alt="Nonne (Lymantria monacha) in typischer Umgebung – Befall erkennen und bekämpfen">
  <figcaption>© Schaedlingsvernichtung.de</figcaption>
</figure><h3>Schadensspuren</h3><p>Typische Spuren sind Nadelverlust, Fraßreste und bei stärkerem Geschehen Teil- bis Kahlfraß in Kronenbereichen. Nach LWF beginnt der Fraß oft an älteren Nadeln und verlagert sich später auch auf diesjährige Nadeln.</p><p>Bei wiederholtem starkem Fraß können Triebzuwachs und Baumvitalität deutlich sinken. Das ist für die Praxis ein wichtiger Unterschied zwischen kurzfristiger Exposition und wirtschaftlich relevantem Massenbefall.</p><h2>Vorbeugende Maßnahmen</h2><p>Vorbeugung basiert im Waldschutz vor allem auf frühzeitiger Prognose statt auf später Schadensreaktion. Offizielle Programme kombinieren Pheromon-Monitoring, Eigelegesuche und regional differenzierte Risikobewertung.</p><p>Sinnvolle Praxisschritte sind:</p><ol>
<li>In bekannten Risikoregionen Fallen- und Bestandeskontrollen während der Flugzeit konsequent durchführen.</li>
<li>Bei auffälligen Fangzahlen Folgeprüfungen (Eigelege, Fraßbild) zeitnah veranlassen.</li>
<li>Holz, Container, Fahrzeuge und andere raue Oberflächen aus Befallsgebieten auf Eigelege kontrollieren.</li>
<li>Verdachtsbefall früh an zuständige Forst- bzw. Pflanzenschutzstellen melden, statt isoliert zu reagieren.</li>
</ol><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead">WICHTIGER HINWEIS</div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Bei starkem oder wiederkehrendem Schädlingsbefall empfehlen wir dringend die Konsultation eines professionellen Schädlingsbekämpfers. Eigenständige Bekämpfungsmaßnahmen können bei unsachgemäßer Anwendung gesundheitliche Risiken bergen oder den Befall verschlimmern. Die Informationen in diesem Artikel dienen der Aufklärung und ersetzen keine professionelle Schädlingsbekämpfung.</div></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><button class="get-the-angebote">Jetzt unverbindlich anfragen &amp; Schädlingsbekämpfer finden!</button><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><h2>Bekämpfung: Was hilft bei einem Nonnenbefall?</h2><h3>Professionelle Bekämpfung</h3><p>Professionelle Waldschutzstrategien folgen einem Stufenprinzip: erst Monitoring, dann Prognose, dann zielgerichtete Eingriffe bei belegtem Risiko. LWF beschreibt für die Nonne explizit die Kombination aus Pheromonfang, Winterkontrolle der Eigelege und darauf abgestimmter Maßnahmenplanung.</p><p>Historisch wurden in Massenjahren großflächige Bekämpfungen durchgeführtt; heute steht eine risikobasierte, flächendifferenzierte Entscheidung im Vordergrund. Damit sollen unnötige Eingriffe vermieden und befallsrelevante Flächen priorisiert werden.</p><h3>Eigenmaßnahmen</h3><ol>
<li>Bei Falterhäufungen im Siedlungsrandbereich Lichtquellen nachts reduzieren, um Zuflug an Gebäuden zu senken.</li>
<li>Bewegliche Aussenobjekte mit rauer Oberfläche (z. B. Holzlager, Container, Fahrzeuge) auf Eigelege prüfen und Funde melden.</li>
<li>Kein unkontrolliertes Verbringen potenziell belasteter Materialien aus bekannten Befallsgebieten.</li>
<li>Bei wiederkehrenden Funden immer die zuständige Fachstelle einbinden, weil Populationsbewertung ohne Monitoringdaten unsicher bleibt.</li>
</ol><h2>Nonne: Häufig gestellte Fragen</h2><h3>Ist die Nonne ein typischer Wohnungsschädling?</h3><p>Nein. Die Art ist ein Forstschädling mit Entwicklung an Wirtsbäumen; Funde im Gebäudebereich entstehen meist durch Lichtanflug oder Verschleppung von Eigelegen.</p><h3>Wann ist die Nonne am aktivsten?</h3><p>Die Falter fliegen typischerweise zwischen Juli und September und sind vor allem nachts aktiv. Entsprechend fallen Befallsbeobachtungen oft in die Abend- und Nachtstunden.</p><h3>Wie viele Generationen pro Jahr bildet die Nonne?</h3><p>Nach den genutzten Behördenquellen überwiegend eine Generation pro Jahr. Die Überwinterung erfolgt als Ei.</p><h3>Ab wann gilt ein Monitoringbefund als auffällig?</h3><p>Im bayerischen Prognoseverfahren gilt ein Fang von mehr als 1000 Männchen pro Falle als Schwelle für vertiefte Folgeuntersuchungen. Die endgueltige Bewertung kombiniert jedoch immer mehrere Befundsarten.</p><h3>Können Laubbäume ebenfalls befallen werden?</h3><p>Ja, mögliche Wirte umfassen neben Nadelbäumen auch verschiedene Laubbaumarten. Forstlich besonders relevant bleiben in Mitteleuropa aber meist Kiefer und Fichte.</p><h3>Ist die Nonne für Menschen gesundheitlich gefährlich?</h3><p>Die Quellenlage beschreibt primar Wald- und Materialschaden, keine belegte relevante Krankheitsübertragung im üblichen Innenraumkontext. Das Hauptrisiko ist daher forstwirtschaftlich, nicht hygienemedizinisch.</p><h2>Quellen und weiterführende Informationen</h2><h3>Deutsche Fachquellen</h3><ul>
<li>Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF), Kiefernschadinsekten – Die Nonne: <a href="https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/schaedlinge_krankheiten/030835/index.php" target="_blank" rel="noopener">https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/schaedlinge_krankheiten/030835/index.php</a></li>
<li>LWF Bayern, Nonnen-Prognose neu konzipiert (Monitoring/Schwellen, historische Flächen): <a href="https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/monitoring/221353/index.php" target="_blank" rel="noopener">https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/monitoring/221353/index.php</a></li>
<li>Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA), Waldschutzinfo 2024-01 (Latenz-/Monitoringstatus): <a href="https://www.nw-fva.de/fileadmin/nwfva/publikationen/waldschutzinfo/2024/Waldschutzinfo_2024-01.pdf" target="_blank" rel="noopener">https://www.nw-fva.de/fileadmin/nwfva/publikationen/waldschutzinfo/2024/Waldschutzinfo_2024-01.pdf</a></li>
</ul><h3>Internationale wissenschaftliche Quellen</h3><ul>
<li>EPPO Global Database, <em>Lymantria monacha</em> (Overview): <a href="https://gd.eppo.int/taxon/LYMOMO/overview" target="_blank" rel="noopener">https://gd.eppo.int/taxon/LYMOMO/overview</a></li>
<li>EPPO Global Database, Verbreitung <em>Lymantria monacha</em>: <a href="https://gd.eppo.int/taxon/LYMOMO/distribution" target="_blank" rel="noopener">https://gd.eppo.int/taxon/LYMOMO/distribution</a></li>
<li>EPPO Global Database, Hosts <em>Lymantria monacha</em>: <a href="https://gd.eppo.int/taxon/LYMOMO/hosts" target="_blank" rel="noopener">https://gd.eppo.int/taxon/LYMOMO/hosts</a></li>
<li>EPPO Global Database, Categorization <em>Lymantria monacha</em>: <a href="https://gd.eppo.int/taxon/LYMOMO/categorization" target="_blank" rel="noopener">https://gd.eppo.int/taxon/LYMOMO/categorization</a></li>
<li>Government of Canada (Natural Resources Canada), Nun moth (<em>Lymantria monacha</em>): <a href="https://natural-resources.canada.ca/our-natural-resources/forests/wildland-fires-insects-disturbances/top-forest-insects-and-diseases-canada/nun-moth/13389" target="_blank" rel="noopener">https://natural-resources.canada.ca/our-natural-resources/forests/wildland-fires-insects-disturbances/top-forest-insects-and-diseases-canada/nun-moth/13389</a></li>
<li>Keena, M. A. et al. (2010), Effects of Temperature on <em>Lymantria monacha</em> Development and Survival, <em>Journal of Economic Entomology</em>: <a href="https://academic.oup.com/jee/article/103/2/336/888533" target="_blank" rel="noopener">https://academic.oup.com/jee/article/103/2/336/888533</a></li>
</ul>]]></content:encoded>
					
		
		
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